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Test Apple Watch 3: Sport, Training, Praxis und mehr

Apple Watch 3 im Test
Apple Watch 3 im Test

Im Apple Watch 3 Test steht die sportliche Smartwatch auf dem Prüfstand. Insbesondere haben wir es auf Sport und Trainings abgesehen und schauen uns im Laufe der Zeit speziell GPS- und Pulsgenauigkeit während verschiedenen Sport- und Fitness-Aktivitäten an. Zum Test haben wir uns die 42 mm Variante ohne LTE gekauft.

Kaufoption & Anbieter: Die Apple Watch 3 kaufen, kann man beispielsweise hier:

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Testübersicht

  • Empfehlung
  • Pro & Contra
  • Changelog
  • In diesem Test
Die Apple Watch 3 ist besonders für sportbegeisterte Menschen geeignet, die zusätzlich großen Wert auf Vielseitigkeit, smarte Funktionen und Style legen. Wem die vergleichsweise geringe Akkulaufzeit nicht reicht, schaut sich am besten auch die Garmin Vivoactive 3, Fenix 5 oder auch die Fitbit Ionic an (siehe Artikelende).
  • Für Selbstoptimierer geeignet
  • Komfort
  • Smarter, täglicher Begleiter
  • GPS-Genauigkeit
  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Sportlich wie auch in unzähligen anderen Bereichen
  • Ausführliche Gesundheits-Tipps in der iOS Health-App
  • Aktivierung des Displays nicht immer zuverlässig beim Armheben
  • 19.09.17: Neue Informationen zum LTE-Modem und Roaming.
  • 21.09.17: Erste Apple Watch 3 Tests berichten über LTE-Probleme beim LTE-Modell.
  • 30.09.17: Lauftest, GPS- und Pulsmesser-Genauigkeit
  • 03.10.17: Schwimmtests Schwimmbad und Apple Watch 3 Akkulaufzeit.

Unboxing

Im Apple Watch 3 Test halten wir diesen Abschnitt kurz und konzentrieren uns zunächst weiter unten auf die sportlichen Merkmale. Die Apple Watch 3 kommt in einer eleganten weißen Verpackung. Hier schon mal erste Bilder des Lieferinhalts.

Apple Watch 3 Unboxing
Apple Watch 3 Unboxing

Die Ladestation hält die Watch 3 magnetisch fest. Einfach drauflegen und die Smartwatch wird aufgeladen. Das ist sehr praktisch, weil man keine Ladekabel in irgendeine Schnittstelle stecken muss. Allerdings ist der Magnet nicht besonders stark geraten, deshalb kann es bei Unachtsamkeit passieren, dass die Watch 3 von der Ladestation rutscht.

Apple Watch 3 aufladen
Apple Watch 3 aufladen

Für die Ersteinrichtung kommt das iPhone 8 Plus zum Einsatz.

Apple Watch 3 Test: Sport mit GPS & Pulsmesser

Apple Watch 3 mit Sportarmband (Bild: Apple)
Apple Watch 3 mit Sportarmband (Bild: Apple)

Die Apple Watch 3 verfügt über ein eingebautes GPS, was bedeutet, dass man sein Handy nicht mehr bei sich haben muss, um eine genaue Anzeige der Workout-Strecken basierend auf Distanz, Geschwindigkeit und Route zu erhalten. Ein integrierter Barometer soll zudem zurückgelegte Höhenmeter eigenständig und genauer ermitteln können.

Fitness-Fans sollen von der Watch 3 ebenfalls profitieren. Nicht nur, dass man Workouts viel schneller starten kann, während Workouts sollen auch viel mehr Fitnessdaten aufgezeichnet werden. Zusätzlich stehen neue Sportprofile zur Verfügung, darunter Intervalltraining. Während des Trainings lässt sich die Aktivitätsart gar umschalten.

Desweiteren ist die Apple Watch 3 für das Schwimmen geeignet, weil sie wasserdicht ist. Im Fitnessstudio soll die Watch 3 jetzt auch mit Laufbändern, Fahrrädern und anderen Geräten kompatibel sein. Das bedeutet, dass man wichtige Werte wie Herzfrequenz, Geschwindigkeit und Kalorien mit den Geräten synchronisieren kann.

Natürlich sind auch weiterhin viele Drittanbieter-Apps mit der Apple Watch 3 kompatibel. So können etwa Apps für ein Zirkeltraining, Gewichtheben oder Yoga installiert werden. Auch diese Aktivitäten werden auf die bekannten Aktivitätsringe angerechnet.

Laufen

Für einen ersten Test nehmen wir die Apple Watch 3 zunächst exemplarisch zum Laufen mit. Für das Training starten wir die vorinstallierte Workout-App, auf der sich weitere Auswahloptionen befinden, beispielsweise Radfahren, Crosstrainer, Rudern, Hochintensives Intervalltraining (HIIT), Schwimmen oder auch Rollstuhltrainingsarten. Über den integrierten GPS-Empfänger zeichnen wir beim Laufen Geschwindigkeit, Distanz als auch die zurückgelegte Strecke auf.

Apple Watch 3 Test: Laufen
Apple Watch 3 Test: Laufen

Die Trainingsansicht des Displays lässt sich über das iPhone anpassen. Dabei sind bis zu fünf anzeigbare Messwerte auswählbar und in der Reihenfolge sortierbar. Hier sollte man jedoch nicht zu viel erwarten. Wer etwa die Datenfelder-Optionen und -Einstellbarkeit einer Garmin GPS Sportuhr kennt, wird vermutlich enttäuscht sein. Die Apple Trainings-App für die Watch 3 zeigt nur Basic-Daten an wie Dauer, aktuelle und durchschnittliche Pace, Herzfrequenz, Strecke, Kalorien oder Höhenmeter an.

Auch das Training lässt sich vor dem Start individualisieren. Unmittelbar vor dem Training können konkrete Ziele gesetzt werden, beispielsweise Zeit-, Strecken- oder Kalorien-Ziele. Auch kann man ein Training erstellen, das mehrere Aktivitäten wie ein Lauf-, ein Schwimm- und ein Radfahrtraining umfasst.

Etwas schneller kann ein Training mit Siri gestartet werden. So kann man etwa folgende Anweisungen an Siri richten, um ein Training zu starten: „Hey Siri, starte einen 30-minütigen Lauf.“ oder „5 Kilometer spazieren gehen.“ oder auch „Rad fahren für 300 Kalorien.“. Siri übernimmt dann den Rest und startet die entsprechende Aktivität.

Apple Watch 3: Ziele bei Trainings setzen
Apple Watch 3: Ziele bei Trainings setzen

Wir starten unseren Apple Watch 3 Test mit dem konkreten Ziel am Ende des Trainings mindestens 5 km auf dem Kontostand zu haben.

Apple Watch 3: 5km Ziel
Apple Watch 3: 5km Ziel

Während des Trainings sieht man oben erwähnte und einstellbare Trainingsansicht. Dafür bewegt man den Arm wie bei einer klassischen Armbanduhr und das sonst ausgeschaltete Display wird eingeschaltet. Im Lauftest klappte das Einschalten des Displays stets gut. Die Ablesbarkeit auch in hellen Umgebungen ist sehr gut, weil das farbige Display kaum spiegelt und eine große Darstellung hat.

Das Training lässt sich zu einem beliebigen Zeitpunkt Anhalten und Fortsetzen. Dafür drückt man gleichzeitig auf die Seitentaste und die Digital Crown.

Hat man das gesetzte Ziel erreicht gibt es während des Trainings eine Erfolgsmeldung, auch akkustisch:

Apple Watch 3 Test: Ziel erreicht!
Apple Watch 3 Test: Ziel erreicht!

An dieser Stelle muss das Training nicht gestoppt werden. Man kann nach Lust und Laune auch weitermachen, die Apple Watch 3 zeichnet so lange Daten auf, bis man das Training aktiv beendet.

Nachdem man das Training gestoppt hat, folgt sportuhrtypisch eine Zusammenfassung diverser Messwerte und Daten:

Lauftraining Zusammenfassung
Lauftraining Zusammenfassung

Und noch mehr Übersichten:

Der Herzfrequenzsensor bleibt drei Minuten nach dem Beenden eines Trainings aktiv, um die Herzfrequenz beim Erholen zu messen. Nach dem Abschließen eines Trainings kann man auf das Herzsymbol in der Trainingsübersicht tippen, um die Herzfrequenz beim Erholen in Echtzeit zu sehen.

GPS Genauigkeit

In unserem Apple Watch 3 Test liefert die Smartwatch gute bis sehr gute Streckenaufzeichnungen. Der erste Eindruck vermittelt, dass sie beispielsweise im Vergleich zur deutlich teureren Multisport GPS-Smartwatch Garmin Fenix 5 genauer ist und etwa, wenn nicht sogar besser, so gut wie eine Polar M430 Laufuhr ist. In unseren Einzeltests zu beiden genannten Sportuhren ist eine ähnliche Laufstrecke mit ähnlichen Wetterbedingungen zu sehen, wenn man sich selbst überzeugen möchte.

Für obige Laufeinheit beispielsweise schaut es nach dem Training in der Aktivitäts-App auf dem iPhone so aus:

Apple Watch 3 Test: GPS Genauigkeit
Apple Watch 3 Test: GPS Genauigkeit

Zoomt man näher hinein, erkennt man, dass die Apple Watch 3 auch auf Brücken, in engeren Kurven oder unter Bäumen keine Probleme mit der Aufzeichnung einer genauen GPS-Strecke hat. Darauf aufbauend kann sie deshalb gute Messmetriken während Workouts liefern:

Genauigkeit des Pulssensors beim Laufen

Während des Apple Watch 3 Tests war der Polar H10 Brustgurt dabei, mit dem wir die Herzfrequenz gegenmessen möchten. Leider finden wir keine Option, um die Daten aus der Aktivitäts-App zu exportieren, um die Messwerte übereinander zu legen. Deswegen können wir die Messung für obigen Lauf nur rein visuell sowie über HR-Durchschnitts- sowie Maximalwerte auswerten.

So sieht die Messung des Polar H10 HR-Brustgurts und die der Watch 3 aus:

Nachfolgend noch die Maximal- und Durchschnittswerte im Vergleich:

  • Apple Watch 3 Pulswerte
    • Durchschnitt: 170 S/min
    • Max.: 187 S/min (auf den Bildern weiter oben zu sehen)
  • Polar H10 HR-Brustgurt HR-Werte
    • Durchschnitt: 170 S/min
    • Max.: 185 S/min

Anhand der Durchschnittswerte lässt sich erahnen, dass die Apple Watch 3 durchaus realistische Pulswerte liefert, zumindest für konstante Lauftrainings.

Möglicherweise lassen sich über eine Drittapp mehr Daten aus den Trainings rauskitzeln und auch exportieren, um mehr Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Das schauen wir uns im weiteren Verlauf des Apple Watch 3 Tests an.

Apple Watch 3 Schwimmen: Test im Schwimmbad

Neugierig waren wir im Apple Watch 3 Test auf die Fähigkeiten der Sport Smartwatch während Schwimm-Trainings und so nahmen wir so kurzerhand mit ins Schwimmbad. Auch im Schwimmprofil können vor dem Training konkrete Ziele gesetzt werden, beispielsweise Zeit-, Strecken- oder Kalorien-Ziele.

Während des Schwimmens setzt die Apple Watch 3 unter anderem ihren Beschleunigungs- sowie Pulssensor ein. Mit 5 ATM ist sie zwar für das Schwimmen geeignet, Tauchaktivitäten sollte man aber meiden. Unter den wichtigsten automatisch ermittelten Schwimmmetriken befinden sich beispielsweise: Gesamtstrecke, Intervalldistanz, Runden, Kalorienverbrauch, durchschnittliche Pace des Trainings sowie Pace für Intervalle und Bahnen, Anzahl der Schwimmzüge, einschließlich Anzahl der Schwimmzüge pro Bahn und Intervall. Recht umfangreich für eine Smartwatch wie man sieht.

Vor Beginn der Aufzeichnung kann man noch eine benutzerdefinierte Bahnlänge festlegen. Wir wählen 25 Meter. Wird das Schwimmtraining gestartet, sperrt die Apple Watch 3 automatisch den Bildschirm, um versehentliches Tippen zu verhindern. Um den Bildschirm zu entsperren, dreht man einfach die Digital Crown. Möchte man eine Pause einlegen oder nach einer Pause das Training fortsetzen, drückt man gleichzeitig die Digital Crown und die Seitentaste.

Tipp: Das Gerät zeichnet automatisch Schwimmintervalle und Bahnen auf, der Beschleunigungssensor erkennt Armzüge und Richtungsänderungen. Um bessere Auswertungen zu erhalten, sollte plötzliches Anhalten (wie mitten im Pool) vermieden und bei Pausen von der Pausenfunktion Gebrauch gemacht werden.

Nach dem Training gibt es wie gewohnt eine Zusammenfassung auf der Watch 3 selbst, übersichtlicher ist es aber in der Apple Aktivititäts-App. So sieht das für unseren Test dann aus:

Runden und Intervalle können nach belieben aufgeschlüsselt werden:

Wir haben für diese Einheit nicht von der Pausenfunktion Gebrauch gemacht, weil die Watch 3 laut Hersteller Pausen automatisch erkennt. Das bedeutet, dass die Uhr Schwimmtrainings mit einem Minimum an Aufwand vollautomatisch aufzeichnet. So haben wir viele Pausen eingelegt, um das zu testen. Insgesamt macht das die Apple Watch 3 sehr ordentlich. Einzig im 7. Set erkennt sie den Schwimmstil sowie die zurückgelegte Distanz nicht.

Auf die Pulswerte würden wir uns nicht verlassen, denn diese erscheinen zu niedrig. Das ist aber typisch für optische Pulssensoren, wie wir aus unseren anderen Schwimm-Tests wissen. Wer HR-Werte unter Wasser aufzeichnen möchte, greift lieber zu speziell dafür geeignete HR-Brustgurte.

Auch mit Erkennung des Brust-Schwimmstils hat die Apple Watch 3 im Test wenig Probleme wie man an folgende Screenshots erkennen kann.

Apple Watch 3 Akkulaufzeit

Von der Apple Watch 3 Akkulaufzeit sind wir bislang positiv überrascht. Hieß es doch hier und da, der Akku hält lediglich ca. 18 Stunden. Folgende Bedingungen für 18 Stunden Akkulaufzeit gelten laut Hersteller für den allgemeinen Betrieb:

  • 90 Display-Aktivierungen durch Armheben
  • 90 Benachrichtigungen
  • 45 Minuten App-Nutzung
  • 30 Minuten Training mit Musik von der Apple Watch über Bluetooth.
  • Dauerhafte Bluetooth Verbindung zum iPhone.
  • Bei der Apple Watch Series 3 LTE-Version vier Stunden eine Verbindung über LTE und für 14 Stunden eine Bluetooth Verbindung zum iPhone.

Aus unserer Sicht sind somit eher Intensivnutzer gemeint. Rein auf Workouts bezogen gelten laut Hersteller für die 18 Stunden folgende Bedingungen:

  • Trainingseinheiten mit aktiviertem Herzfrequenz­messer
  • Indoor-Training mit aktiver Bluetooth Verbindung zum iPhone
  • Outdoor-Training mit aktivem GPS
  • Bis zu 10 Stunden Indoor-Training
  • Bis zu 5 Stunden Outdoor-Training mit GPS
  • Bis zu 4 Stunden Outdoor-Training mit GPS und LTE

Wir haben den Test gemacht und die Akkulaufzeit bei nicht so intensiver Nutzung festgehalten:

  • Ein 20 Minuten-Schwimmtraining
  • Dauerhafte Bluetooth Verbindung zum iPhone 8 Plus, außer nachts (iPhone im Flugmodus)
  • Ca. 30 aktive und weitere unbemerkte Display Aktivierungen durch Armhebungen pro Tag
  • Ab und an Siri befragen
  • Tragen während der Nacht

Das Ergebnis ist, dass die Apple Watch 3 nun 72 Stunden (3 Tage) durchgelaufen ist. Das hört sich, zumindest für Wenig-Nutzer, viel besser als die 18 Stunden an. Danach schaltete sich die Watch 3 nicht einfach aus, sondern lief automatisch im Reservemodus weiter. Im Reservemodus kann nur noch die Uhrzeit abgelesen werden. Alle weiteren Funktionen stehen nicht zur Verfügung.

Die Batterielaufzeit variiert also wie bei anderen Sport- und Fitness-Uhren abhängig von Verwendung, Konfiguration und vielen anderen Faktoren.

Apple Watch 3: Unabhängig und leistungsstark

Die Hightech-Smartwatch beherbergt jede Menge weitere Technik. Unter anderem ist die Apple Watch 3 Cellular-Variante LTE-kompatibel. Das bedeutet, dass man jetzt beispielsweise Musik streamen und Anrufe tätigen können, ohne dass das Smartphone dabei sein muss. Wie es Apple in der Vorstellungs-Show vorgeführt hat, lassen sich somit Anrufe gleich auf dem Surfbrett beantworten. Allerdings sollte das Surfbrett nicht allzu weit sein, weil die suggerierte Unabhängigkeit schnell aufhört, sobald man das Land verlassen hat.

Der Grund ist, dass das LTE-Modem der Apple Watch 3 kein Roaming beherrscht. Außerdem funktioniert das LTE-Modem bislang in nur 10 Ländern und bei sehr wenigen Providern. In Deutschland etwa ist es nur die Deutsche Telekom. In Europa kommen neben Deutschland nur die Länder Frankreich, Schweiz und UK überhaupt in Frage. WLAN-Verbindungen, wie beispielsweise mit einem WLAN-Hotspot eines Smartphones, bleiben davon natürlich unberührt. An dieser Stelle sollte jeder für sich entscheiden, ob er den Mehrpreis für die LTE-Version aufbringen möchte.

Wie erste Tests von The Verge zeigen und Apple auch bestätigt, kann es beim LTE-Modell in einigen Situationen zu einem ärgerlichen Problem kommen. Und zwar verweigert die Apple Watch 3 eine LTE-Verbindung, wenn sich unbekannte WLAN-Netzwerke in der Nähe befinden. Laut Apple stört sich das Gerät speziell an WLAN-Netzwerken mit Captive Portals (spezielle Webseiten zur Anmeldung in ein WLAN wie sie etwa bei Starbucks eingesetzt werden), bei denen es sich erfolglos anzumelden versucht. Das kann in Innenstädten durchaus problematisch werden, wo Captive Portals stark angeboten werden. Ein baldiges Software-Update soll laut Apple das Problem lösen.

Um etwa Musik zu streamen, muss aber nicht unbedingt die LTE-Anbindung zum Einsatz kommt. Die Apple Watch 3 verfügt über einen internen Speicher, auf dem man einfach seine Lieblings-Songs ablegen kann. Auch auf diese Weise lässt sich die Musik über Bluetooth Kopfhörer wiedergeben.

Apple watch 3 + Airpods (Bild: Apple)
Apple Watch 3 + Airpods (Bild: Apple)

Die Serie 3 enthält einen neuen Dual-Core-Prozessor, der im Vergleich zu den Vormodellen 70 Prozent schneller ist und Siri damit das Spechen ermöglicht. Auch die WLAN-Verbindung soll 85 Prozent schneller sein und gleichzeitig um 50 Prozent energieeffizienter. Das ist wichtig, weil die LTE-Mobilfunkanbindung energiehungrig ist und erlaubt laut Apple wie bei den Vorgängern weiterhin eine Akkulaufzeit bis zu 18 Stunden.

Apple hat sich bei der Antenne etwas Besonderes ausgedacht. Statt einer herkömmlichen Antenne dient das Display selbst als Antenne. Das spart Raum und ist einer der Gründe, wieso es Apple schaffte viel mehr Technik in ein Gehäuse zu packen. Die SIM-Karte für die LTE-Anbindung wird über eine elektronische SIM-Karte (eSIM) realisiert, was ebenfalls Platz spart. Das Gehäuse ist fast genauso groß dimensioniert wie das der Watch Serie 2. Lediglich die Rückseite ist um 2,5 mm vergrößert.

Apple Watch 3 Pulsmesser – Weitere Funktionen

Über den integrierten und weiterentwickelten Pulssensor auf der Gehäuserückseite soll die Herzfrequenz im Vergleich zu den Vorgängern viel genauer gemessen werden können. Zum einen sieht man die Herzfrequenz und weitere Daten in der Herzfrequenz App auf der Watch 3 selbst, in der Health App auf dem Smartphone aber werden mehr Details sowie Trends und die Historie festgehalten. Auch der für Sportler wichtige Ruhepuls wird erfasst.

Apple watch 3 Herzfrequenz App (Bild: Apple)
Apple Watch 3 Herzfrequenz App (Bild: Apple)

Ein besonderes Highlight ist dabei das Feststellen von Unregelmäßigkeiten des Herzschlags. Stellt die Watch 3 etwa eine erhöhte Herzfrequenz fest während man inaktiv ist oder ruht, warnt sie den Benutzer. Apples Ziel ist es, häufige Herzleiden wie Vorhofflimmern, das viele Millionen Menschen betrifft, zu erkennen. Zu diesem Zweck arbeitet Apple mit Klinikern in Stanford zusammen, um zu untersuchen, ob die Uhr abnormale Herzrhythmen oder Herzrhythmusstörungen bei den Trägern genau erkennen kann. Ob dieses Feature von Anfang an verfügbar sein wird, ist leider unklar.

Apple Watch 3 (Bild: Apple)
Apple Watch 3 (Bild: Apple)

Fit bleiben

Der 24/7 Activity-Tracker der Watch 3 misst den ganzen Tag über die Bewegungen des Benutzers. Die Watch 3 zeigt beispielsweise je Tag an, ob man zu viel sitzt, wie viele Schritte geht oder wie viele Kalorien verbrennt. Drei einfache Ringe auf dem Display der Smartwatch zeigen wie aktiv man jeden Tag ist.

Das Ziel ist es die Ringe täglich zu schließen. Die Watch 3 unterstützt den Benutzer, indem sie morgens individuelle Updates zu den Fortschritten und abends Vorschläge unterbreitet, wie man seine Ringe schließen kann. Monatlich gibt es auch eine neue Herausforderung, die auf die individuellen Aktivitäten und Workouts basiert.

Apple Watch 3 Tipps

Hier sammeln wir im Laufe der Zeit eine FAQ und Tipps & Tricks zur Apple Watch 3:

  • Kann die Apple Watch 3 ohne iPhone genutzt werden?
    • Das ist möglich. Die Ersteinrichtung muss allerdings mit einem iPhone erfolgen. Danach kommt die Watch 3 ganz gut auch ohne iPhone zurecht. Für Siri reicht es beispielsweise, dass eine Internetverbindung vorhanden ist, die über ein WLAN gleichen Namens (identische SSID & Passwort) erreichbar ist. Das kann auch ein Android Smartphone mit aktiviertem Hotspot sein.
  • Können während eines Workouts gleichzeitig ein externer Bluetooth HR-Brustgurt sowie Kopfhörer verwendet werden?
    • Wir haben im Test folgendes ausprobiert:
      • Bluetooth Kopfhörer mit der Watch 3 gekoppelt
      • Bluetooth HR-Brustgurt (Polar H10) mit der Watch 3 gekoppelt
      • via Apple Music Songs auf die Watch übertragen
      • Musik abgespielt & Lauf-Workout gestartet
      • → Musik lief weiter, die vom Gurt übertragene Herzfrequenz wurde während des Workouts angezeigt, während der Pulssensor auf der Watch aus blieb

Apple Watch 3 Kaufen & Preis

Die neue Apple Watch 3 ist seit dem 22.09.2017 im Handel erhältlich. Die Preise beginnen bei 370 Euro, die LTE-Version kostet 450 Euro. Die LTE-Version wird in Deutschland allerdings zu Beginn nur die Deutsche Telekom anbieten.

Apple Watch 3 Test – Fazit

Unser ausführlicher Apple Watch 3 Test ist im vollen Gange, erste überzeugende Ergebnisse liegen vor. Bei Neuigkeiten wird der Artikel erweitert. Schaut also ab und zu hier wieder rein.

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12 Kommentare

  1. Wie lauten denn die Hardware-Anforderungen – welches iPhone z.b kompatibel mit der Apple watch 3 sein mag ?
    Habe irgendwo gelesen das nur ab iPhone6 die LTE Variante funktionieren wird – obwohl mein iPhone SE(2017) neuer ist?
    Nun, iOS ab 11.x natürlich vorausgesetzt 🙂

    Gruß v Jo

    • Laut Apple müssen modellabhängig folgende Hardware- und Softwarevorgaben erfüllt sein:
      – Apple Watch Series 3 mit GPS + LTE erfordert ein iPhone 6 oder neuer mit iOS 11 oder neuer.
      – Apple Watch Series 3 mit GPS erfordert ein iPhone 5s oder neuer mit iOS 11 oder neuer.
      – Apple Watch Series 1 erfordert ein iPhone 5s oder neuer mit iOS 11 oder neuer.

      Sieht bei Ihnen dann ja wohl gut aus!

  2. Vielen Dank für die Bestätigung 🙂
    Sollte es doch für jeden iPhone User klar sein wie die Kaufabsicht bedingt ist.
    Apple Watch 3 LTE betreffend:
    Ist Hardware mässig betrachtet also ein iPhone SE ob 64gb oder 128gb(2017) „neuer“(geeigneter)
    als ein iPhone 6?
    Also VON APPLE als neuer anerkannt oder gehts da um reine „Architektur“ des Innenlebens?
    Dank euch! Jo

  3. Die Apple Watch ist auch mit externen Pulsgurten kompatibel, kann man denn auch zwei Bluetooth Komponenten mit der Apple Watch gleichzeitig koppeln? Z. B. den Polar OH1 und die Airpods?

    Grüße Andrea

  4. Hej Andrea!
    Meines Achtens nach hängt das mit der Bluetooth Hardware Version zusammen.Also ab BT 4.0 aufwärts: JA!
    Apple verbaut ab IPhone 8 die BT Version 5.0!
    Bei der Watch mit grösster Wahrscheinlichkeit zu 99% also JA!Lässt sich also nacheinander koppeln.
    Nur Deine Frage lautet eher, ob nach Koppeln der Geräte auch gleichzeitig verwendbar: eher NEIN!
    Sehr gerne irre ich mich…

    • Hallo Jo,
      Ja genau, wenn wollte ich quasi beim Laufen die Airpods und den Pulsgurt gleichzeitig verwenden… Leider funktioniert bei mir die Pulsmessung am Handgelenk nicht wirklich zufriedenstellend beim Laufen…
      Aber danke für die Antwort:-)

      • Hallo,
        auch das gleichzeitige Nutzen von Bluetooth In-Ears & Bluetooth Brustgurt ist möglich. Wir haben folgendes ausprobiert:
        – Bluetooth Kopfhörer mit der Watch 3 gekoppelt
        – Bluetooth HR-Brustgurt (Polar H10) mit der Watch 3 gekoppelt
        – via Apple Music Songs auf die Watch übertragen
        – Musik abgespielt & Lauf-Workout gestartet

        → Musik lief weiter, Herzfrequenz wurde während des Workouts angezeigt, während der Pulssensor auf der Watch aus bleibt.

        LG, fitnessmodern.de

  5. Ahhh, DANKE für die kompetente Antwort – gut zu wissen, Super!

    Auch Danke an Andrea für die interessante Anfrage – ein Grund mehr eine Kauferwägung in Betracht zu ziehen.
    Sehr engagierte Diskussionsplattform hier 🙂

  6. Falls man sich für eine „GPS+LTE“ Variante der Apple watch entscheiden sollte ABER der Mobilfunkanbieter noch keine Option für einen Vertrag anbietet(zB in Austria) – lässt sich die watch vorerst dann trotzdem „ganz normal“ im vollen Umfang der „Standard GPS-Version“ verwenden ohne daß man mit Hinweisen einen PIN-Code der integrierten SIMCARD eingeben zu müssen, genervt wird??
    Hintergrund(größerer Speicher bei der LTE-Variante und Keramik-„Deckelboden“ also Investition nach vorne… 🙂
    DANKE – LG, Jo

    • Hallo,
      seit Ende November habe ich die Apple Watch 3 GPS + Cellular
      Aluminium­gehäuse, Silber, mit Sport Loop, Muschel, 42MM.
      Da ich einen Handy-Vertrag bei Congstar habe und z.Zt. nicht wechseln möchte, nutze ich die Telefonfunktion mit meinem iPhone 7.
      Das klappt hervorragend. Ich kann mit der Uhr telefonieren, nur mein Handy muss in der Nähe sein, und damit kann ich leben bis vielleicht ‚mal ein Wechsel ansteht.
      Die Verständigung ist voll OK.
      Übrigens: Der Akku hält ca. 3 Tage, allerdings mache ich auch nicht ‚alles‘ mit…

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