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Test Polar H10: HR auch ohne Smartphone und Sportuhr

Polar H10 HR im Test
Polar H10 HR im Test

Im Polar H10 Test beschäftigen wir uns mit dem Herzfrequenz-Sensor des finnischen Herstellers, der auch ohne Sportuhr oder Smartphone HR-Daten erfassen und auf einem lokalen Speicher ablegen kann. Er ist der Nachfolger des beliebten Polar H7 HR-Sensors. Der Polar H10 bringt weitere Verbesserungen und neue Features mit, etwa HR-Daten direkt in mit GoPro-Actioncams aufgezeichnete Videos anzuzeigen.

Kaufoption & Anbieter: Den Polar H10 kaufen, kann man beispielsweise hier:

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Test Polar H10 Changelog

  • 25.03.2017: Ankündigung und erste Infos zum H10.
  • 18.06.2017: H10 Test: Verarbeitung, Bedienung, Laufeinheiten, Einsatzgebiete

Polar H10 im Test: Äußeres und Verarbeitung

Polar hat dem H10 einen neuen Brustgurt spendiert. Er besteht aus einem weichen Textilband mit verbesserten Elektroden. Zu den Elektroden später mehr. Das weiche Material sorgt für einen guten Tragekomfort.

Polar H10 Brustgurt
Polar H10 Brustgurt

Zusätzlich zum neuen Brustgurt wurden auf dem H10 neue Silikonpunkte eingearbeitet, die das Verrutschen des Brustgurts erschweren sollen:

Polar H10 Silikonpunkte
Polar H10 Silikonpunkte

In unseren Polar H10 Tests musste der Gurt auch tatsächlich nicht nachjustiert werden. Ob das jetzt an den neuen Silikonpunkten liegt, ist schwer zu beurteilen, hinterlässt dennoch einen guten Eindruck. Anbei mal ein Vergleichsbild mit dem Garmin HR-Premium Gurt, der keine Silikonpunkte hat:

Polar H10 vs Garmin HR Premium
Polar H10 vs Garmin HR Premium

Polar gibt an, den H10 auch mit einer verbesserten Schließe ausgestattet zu haben. Diese besteht aus Plastik und ist leider nicht immer leicht zu bedienen. Insbesondere wenn man schwitzt und versucht die Schließe zu öffnen, könnte man auf eine Art Gegenwehr durch die Schließe stoßen.

Polar H10 Schließe
Polar H10 Schließe

Polar H10 im Test: Einsatzszanerien

Unterwegs ohne Smartphone und Sportuhr

Neben den für HR-Brustgurte üblichen Einsatzszenarien eignet sich der Polar H10 Herzfrequenz-Sensor insbesondere für Sportarten, bei denen Smartphone und Sportuhr nicht dabei sein können. Oder auch für Sportarten, bei denen das Tragen einer Sportuhr am Handgelenk nicht erlaubt oder die Übertragung der Daten nicht gewährleistet ist (beispielsweise Mannschaftssportarten, Schwimmen). Der H10 hat eine Betriebsdauer bis zu 400 Stunden, wobei der Speicher eine Trainingseinheit von bis zu 40 Std. aufnehmen kann.

Um ein Training ohne Smartphone oder Sportuhr zu starten, benötigt man dennoch die Polar Beat App, die den Start- und Stoppmechanismus beinhaltet. Dort wählt man über einen Menüpunkt in der App aus, ob das Training über die App oder dem Brustgurt selbst aufgenommen werden soll. Ein Startmechanismus auf dem H10 selbst wäre sicherlich noch besser, aber wahrscheinlich schwer zu realisieren, wenn man bedenkt, dass der H10 wasserdicht ist.

Nach dem Training werden die aufgezeichneten HR-Daten mit Polar Beat als auch Polar Flow synchronisiert, sobald man das Training über die App stoppt

Mit Smartphone oder Sportuhr

Derzeit werden allerdings nur HR-Daten aufgezeichnet, keine Entfernungen oder Tempo-Daten, etwa beim Laufen. Mit entsprechenden Apps oder Sportuhren können diese Daten aber natürlich ebenfalls aufgezeichnet und den jeweiligen Apps ausgewertet werden. Im H10 Test setzen wir die Polar Beat App ein, die auf das GPS des Smartphones zugreifen kann. Im Ergebnis sieht es dann so aus:

Polar Beat überträgt diese Daten automatisch nach Polar Flow, wo mehr Auswerte- und Exportoptionen zur Verfügung stehen.

Polar H10 – Welche Vorteile bringt er?

Der Polar H10 wird mit dem neuen Polar Pro Brustgurt geliefert, der eine zusätzliche Elektrode für eine Reduzierung von Störsignalen in der Aufzeichnung (Bewegungsartefakte) besitzt. Laut Polar ermöglicht die Kombination aus H10 und Pro Brustgurt das beste Übertragungssignal als auch die bislang genaueste Herzfrequenz-Messung, die Polar bis hierhin realisieren konnte.

Eine der interessantesten Neuerungen verbirgt sich allerdings im H10 selbst. Im Gehäuse steckt ein kleiner Speicher, der bei Bedarf eine Trainingseinheit von bis zu 40 Stunden Dauer aufzeichnen und nach der Einheit auf die Polar Beat App übertragen kann. Diese leitet die Daten dann an den Polar Flow Service weiter, der die Trainingsdaten automatisch ins Trainingstagebuch einträgt.

Der Polar H10 ist außerdem wasserdicht und leitet beim Schwimmen HR-Daten entweder per analoger 5-kHz-Übertragung an kompatible Geräte weiter oder kann seinen lokalen Speicher zum festhalten der HR-Daten nutzen, um diese anschließend auf die kostenlose Polar Beat App zu übertragen.

Der Polar H10 wurde zukunftsorientiert gestaltet, denn ein Update-Mechanismus erlaubt das Aktualisieren der Firmware des H10, so dass in Zukunft seitens Polar Updates und neue Features geliefert werden können. Dies kann via Polar Flow App oder Polar Beat App geschehen.

Mit welchen Apps und Geräten ist der Polar H10 kompatibel?

Der H10 Sensor mit Bluetooth (BLE) ausgestattet und mit den führenden Fitness-Apps kompatibel. Besitzt man bereits eine Polar Sportuhr oder Tracker mit Bluetooth wie die V800, M600, M430, M400, M200, A360 oder 370, so sind diese auch mit dem H10 kompatibel. Auch andere Hersteller von Sportuhren mit Bluetooth sind in der Regel kompatibel, etwa Suunto Sportuhren. Bei Garmin kommt eher ANT+ zum Einsatz. Außer bei der Fenix5, die ebenfalls ANT+ als auch Bluetooth unterstützt.

In Verbindung mit den GoPro Kameras Hero 4 und 5 werden die entsprechenden Daten direkt in den GoPro Videos eingeblendet.

In das Video werden Herzfrequenz-Daten und wenn man entsprechende weitere Polar Trainingsgeräte (wie eine V800 oder M400) besitzt, auch Höhenmeter, Geschwindigkeit und Distanz der Einheit eingeblendet. So kann man den Kick jeder Kurve, jeder Steigung und Welle nochmal erleben und gleichzeitig die Herausforderungen der Tour analysieren.

Folgendes Hersteller-Video präsentiert den H10 im Video:

Quelle: Polar

Polar H10 Preis, Kaufen, Verfügbarkeit

Der Polar H10 Sensor ist ab sofort erhältlich. Der UVP-Preis liegt bei EUR 89,95. Er kann beispielsweise hier gekauft werden:

Polar H10 Test – Fazit

Im Test hat uns der Polar H10 insgesamt ganz gut gefallen. Hier sind insbesondere die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, Wasserdichtigkeit als auch der Tragekomfort zu nennen. Verbesserungsbedarf sehen wir bei der Kunststoff-Schließe, gewünscht hätten wir uns einen vollkommen unabhängigen Start-/Stoppmechanismus.

Relevante Testberichte zum Weiterlesen

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4 Kommentare

  1. Was ich leider nicht verstehen kann, dass man den H10 nicht aufladbar gemacht hat. Die blöden Batteriewechsel beim H7 nerven mich gewaltig, zuletzt hat es mir sogar den seitlichen Kontakt verbogen, weil ich den H7 zu schlampig zugeschraubt habe, d.h. Batterie sofort leer (und ich bin kein Super Sportler, der in der Woche 40km und mehr läuft).

    Also, falls noch mal ein H11 kommt: bitte mit Aufladung über USB!

  2. Hallo, warum ist im H11 kein Beschleunigungsmesser um die Bodenkontaktzeit zu messen?
    Für Läufer sehr hilfreich… siehe Garmin!
    Ebenso vermisse ich bei der App oder im Polar Flow die besten 1, 5, 10, 21km und Marathon.
    Danke trotzdem für eure Mühe das Produkt aktuell zu halten.
    Habe die V800 nu seid 3 Jahren und bin zufrieden!

  3. Geldmacherei
    Wer trainiert heute schon ohne Uhr oder Handy…..
    Okay keine Artefakte mehr, was ich bestätigen kann,
    Aber das coolste Gimmick: die Einblendung in die GoPro Videos ist aktuell nicht möglich.
    Nach Rücksprache mit dem Support, keine Ahnung wann genau und wie.
    „Wir haben keine Infos von unseren finnischen Entwicklern…..“

    90 Ocken für das Beheben von Messfehlern, was in meinen Augen beim H7 nicht passieren darf….
    Geldmacherei

  4. Besonders vor dem Hintergrund, das du das GoPro–Feature vermisst ist deine Aussage hirnrissig 😉 – Wer trainiert ohne Uhr oder Handy?? z.B. Jeder Schwimer 😉
    Und wer trainiert heute schon mit einer Gopro?? Ich würde einiges wetten, das die Zahl auf die erste Frage höher ist.

    In jedem Fall sind beides nette Zusatz-Features.

    Ein Akku. der alle paar Tage über USB geladen wird macht auch wenig Sinn – wenn das Gerät wasserdicht bleiben soll…
    Zumal ja auch der Mechanismus angepasst wurde.
    Die Knopfbatterie ist schon perfekt momentan. Und für schlampiges zuschrauben kann Polar ja nichts 😉

    Mittlerweile „nur“ noch ca. 60 Euro – dementsprechend ist meine Wahl auf diesen Sensor gefallen (alternative wäre für mich Wahoo gewesen).
    Danke für das Review.

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