Garmin Vergleiche

Garmin Forerunner 170 vs 265: Welche passt besser zu dir?

Kompakte Laufuhr oder mehr Ausstattung: Wir vergleichen GPS, Training, Größe und Musik anhand unserer eigenen Tests.

Die Garmin Forerunner 170 ist das neuere Modell, die Forerunner 265 bietet trotzdem in einigen Bereichen mehr Sportausstattung. Wenn du Multiband-GPS, einen vollwertigen Triathlonmodus mit automatischen Wechseln oder Musik ohne Smartphone nutzen möchtest, ist die FR265 bei einem geringen Preisabstand eine interessante Alternative. Trainingsbereitschaft und eine ausführliche Analyse von Trainingsbelastung bekommst du dagegen bereits mit beiden Uhren.

Für die Forerunner 170 sprechen ihr kompakteres Gehäuse, die neuere Bedienoberfläche, das praktische Quickstart-Training und ein möglicher Preisvorteil. Damit ist sie eine passende Wahl für viele Läufer, die regelmäßig trainieren und ihre Einheiten gezielt planen möchten. Die kleinere Forerunner 265S verdient dabei ebenfalls einen eigenen Blick: Die große FR265 ist nicht die einzige Alternative.

Für diesen Vergleich nutzen wir unsere eigenen Erfahrungen und Bilder aus dem Forerunner-170-Test und dem Forerunner-265-Test. Beide Geräte haben wir separat getestet. Die früher gesammelten Praxiserfahrungen mit der FR265 ergänzen wir um den aktuellen Funktionsstand.

Du möchtest direkt entscheiden? Hier findest du die

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Die Tabelle vergleicht die Forerunner 170 mit der großen Forerunner 265. Unterschiede der Music-Version sowie der kleineren Forerunner 265S ordnen wir in den jeweiligen Kapiteln ein.

Forerunner 170 und 265: die entscheidenden Unterschiede
Merkmal Forerunner 170 Forerunner 265
Trainingsbereitschaft und Belastungsübersicht Ja Ja
Multiband-GPS und SatIQ Nein Ja
Triathlonmodus mit Wechselzeiten Nein Ja
Erweiterte Leistungsanalysen Eingeschränkt Ja
Quickstart-Training nach Zeit und Intensität Ja Nein
Musik ohne Handy Nur mit der 170 Music Serienmäßig
Gehäuse und Gewicht 42,6 mm, 41 g 46,1 mm, 47 g
AMOLED-Display 1,2 Zoll 1,3 Zoll

Die Forerunner 170 ist damit keine reine Einsteigeruhr zum Aufzeichnen von Läufen. Sie kann Trainings planen, Belastung bewerten und deine Entwicklung begleiten. Die Forerunner 265 erweitert den Funktionsumfang vor allem um genauere Empfangstechnik, Multisportfunktionen und zusätzliche Leistungsanalysen.

Garmin Forerunner 170 Preis

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Garmin Forerunner 265 Preis

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Wo die Forerunner 265 beim Sport mehr bietet

Der Unterschied zwischen der Forerunner 170 und der Forerunner 265 zeigt sich vor allem bei speziellen Trainingsanforderungen. Die FR265 erweitert die Laufuhr um Funktionen wie Multiband-GPS, SatIQ und einen vollständigen Multisportmodus mit automatischen Wechseln. Ob diese Vorteile für dich relevant sind, hängt vor allem von deinen Strecken und deinem Trainingsprofil ab.

Multiband-GPS hilft vor allem unter schwierigen Bedingungen

Die Forerunner 170 kann mehrere Satellitensysteme nutzen, verzichtet aber auf den Mehrfrequenz-Empfang. Die Forerunner 265 verarbeitet dagegen zusätzliche Frequenzbänder und kann dadurch unter schwierigen Bedingungen eine stabilere Positionsbestimmung ermöglichen. Besonders in engen Straßenschluchten, unter dichtem Blätterdach oder in hügeligem Gelände kann dieser Vorteil interessant sein.

Auf einer offenen Strecke muss daraus allerdings kein sichtbarer Unterschied entstehen wie unser Test der Forerunner 170 zeigt. Wer hauptsächlich über freie Feldwege oder gut einsehbare Straßen läuft, wird den Vorteil von Multiband-GPS möglicherweise kaum bemerken. Wer dagegen häufig in Innenstädten, Wäldern oder anspruchsvollerem Gelände unterwegs ist, kann von der zusätzlichen Empfangstechnik profitieren.

Eine stabilere Positionsbestimmung kann sich außerdem positiv auf die Anzeige der aktuellen Pace auswirken, weil die Uhr ihre Position gleichmäßiger bestimmt. Eine vollständig fehlerfreie Aufzeichnung garantiert aber auch Multiband-GPS nicht.

Praktisch ist bei der Forerunner 265 außerdem SatIQ. Die Uhr kann dabei automatisch zwischen verschiedenen Satellitenmodi wählen und den Empfang an die Umgebung anpassen. Dadurch steht nicht dauerhaft der energieintensivste Modus im Einsatz, während die Genauigkeit unter passenden Bedingungen verbessert werden kann.

Unsere eigenen Tests liefern dazu praktische Erfahrungen, ohne, dass wir einen Sieger nennen können: Die Forerunner 170 zeichnete drei vergleichbare Runden mit 4,16, 4,16 und 4,17 Kilometern auf. Das zeigt eine gute Wiederholbarkeit.

Vier Belastungsrunden des Steigerungslaufs mit Pace, Herzfrequenz und Laufleistung mit der Forerunner 170
Forerunner 170: Über vier Runden stieg die Pace von 7:29 auf 6:05 min/km. Gleichzeitig erhöhten sich die durchschnittliche Herzfrequenz von 137 auf 173 bpm und die Laufleistung von 264 auf 325 Watt.

Die Forerunner 265 begleitete unter anderem einen Marathon in Amsterdam. Auch daraus lässt sich kein sauberer Vorsprung gegenüber der später separat getesteten 170 ableiten.

Garmin FR265 Test: Kilometerangaben beim Marathon in Amsterdam
Forerunner 265: Marathon in Amsterdam

Für die Kaufentscheidung bleibt Multiband deshalb ein technischer Vorteil, der vor allem dann Gewicht bekommt, wenn deine typischen Strecken oder dein Training von einer möglichst stabilen Positionsbestimmung profitieren.

Triathlon verbindet drei Sportarten zu einer Aktivität

Beim Triathlon zeichnet die Forerunner 265 Schwimmen, Radfahren und Laufen als eine zusammenhängende Aktivität auf. Die einzelnen Abschnitte bleiben getrennt auswertbar, während die Wechselzeiten separat erfasst werden. Auch eigene Multisport-Kombinationen, etwa ein Koppeltraining mit Radfahren und anschließendem Laufen, sind möglich. Diese Kombination wird häufig genutzt, um den Wechsel zwischen den Disziplinen unter Trainingsbedingungen zu üben. Auch für Triathlon-Wettkämpfe ist das ein praktischer Vorteil.

Triathlon-Eintrag im Sportmenü unserer Garmin Forerunner 265
Die FR265 aus unserem Test: Der Triathlonmodus verbindet die einzelnen Disziplinen einschließlich der Wechsel zu einer gemeinsamen Aktivität.

Die Forerunner 170 bietet ebenfalls Profile für Laufen, Radfahren, Schwimmbad- und Freiwasserschwimmen. Du kannst damit also jede der drei Disziplinen einzeln trainieren und aufzeichnen. Auch Schwimmeinheiten mit vorgegebenen Abschnitten sind möglich. Was fehlt, ist die gemeinsame Multisport-Aktivität mit automatisch verbundenen Disziplinen und separater Wechselzeit-Erfassung. Die vorhandenen Sportprofile decken also das Training der einzelnen Sportarten ab, ersetzen aber keinen vollständigen Triathlonmodus.

Auch bei den zusätzlichen Trainingsfunktionen lohnt sich eine genaue Unterscheidung. Beide Uhren können mit kompatiblen Rad-Leistungsmessern verbunden werden. Die Forerunner 265 bietet darüber hinaus zusätzliche Radtrainingsfunktionen und die Auswertung einer Leistungskurve. Voraussetzung für die leistungsbezogenen Radwerte ist ein entsprechender Leistungsmesser. Beim Schwimmen bietet sie außerdem die kritische Schwimmgeschwindigkeit (CSS) als Orientierung für das individuelle Trainingstempo.

Für einzelne Schwimmeinheiten oder Radtrainings neben einem Laufplan reicht der Funktionsumfang der Forerunner 170 häufig aus. Wer einen Triathlon als komplette Aktivität erfassen oder Schwimm- und Radtraining stärker in die Trainingsanalyse einbeziehen möchte, findet in der Forerunner 265 die passendere Ausstattung.

Trainingsauswertung: Vieles können bereits beide

Für einen strukturierten Laufplan musst du nicht automatisch zur FR265 greifen. Beide Uhren unterstützen eigene Trainings mit Belastungs- und Erholungsabschnitten, tägliche Laufvorschläge und Garmin Coach. Mit PacePro kannst du außerdem eine geplante Strecke in passende Tempoabschnitte aufteilen. Größer als bei diesen Laufhilfen sind die Unterschiede bei einigen ergänzenden Auswertungen und beim schnellen Zusammenstellen einer Einheit.

Trainingsbereitschaft und Belastung helfen bei der Wochenplanung

Die Trainingsbereitschaft verbindet mehrere Hinweise auf deine aktuelle Erholung. Dazu gehören unter anderem Schlaf, Herzfrequenzvariabilität, bisherige Belastung und verbleibende Erholungszeit. Die Zahl kann dir helfen, einen harten Lauf gegen eine ruhigere Einheit abzuwägen. Diese Funktion ist auf der FR170 ebenso vorhanden wie auf der FR265.

Die Forerunner 170 zeigt eine hohe Trainingsbereitschaft und den Hinweis Gut ausgeruht
Trainingsbereitschaft ist keine exklusive Funktion der 265. Auch unsere 170 fasst mehrere Erholungs- und Belastungswerte zusammen.

Im 170-Test sahen wir beispielsweise eine Bereitschaft von 21 bei noch 45 Stunden Erholungszeit. An einem anderen Tag standen dort 70 und 16 Stunden. Solche Unterschiede sind nützlicher als ein isolierter Blick auf die letzte Laufdistanz.

Für die Wochenplanung ergänzen beide Uhren diese Tagesansicht durch den Trainingszustand und eine Belastungsübersicht. Die akute Belastung ordnet deine jüngsten Einheiten ein. Der Belastungsfokus zeigt, wie sich die Belastung auf niedrig aerobe, hoch aerobe und anaerobe Anteile verteilt. So kannst du erkennen, ob sich viele fordernde Einheiten sammeln oder eine Intensitätsart kaum vorkommt.

Entscheidend ist, dass du die Uhr regelmäßig und möglichst auch nachts trägst. Sonst fehlen wichtige Informationen für die Einordnung. Wenn du dich krank oder ungewöhnlich erschöpft fühlst, sollte eine hohe Bereitschaftszahl dich nicht zu einem harten Training überreden. Für diese Verbindung aus Belastung und Erholung bietet die 170 bereits viel von dem, was die 265 als Trainingsuhr auszeichnet.

Laktatschwelle und Leistungszustand bleiben Vorteile der 265

Wenn du dein Lauftraining genauer nach Intensität steuern möchtest, hat die 265 zwei zusätzliche Werkzeuge. Sie kann deine Laktatschwelle anhand aufgezeichneter Trainingsdaten schätzen. Der Wert hilft bei der Einordnung des Tempos und der Herzfrequenz, ab denen eine Belastung zunehmend schwer durchzuhalten ist. Die Uhr misst dabei kein Laktat im Blut. Es handelt sich um eine berechnete Orientierung für dein Training.

Der Leistungszustand beantwortet eine andere Frage: Wie fällt deine Leistung während des aktuellen Laufs im Verhältnis zu deinem persönlichen Fitnessstand aus? Die 265 nutzt dafür unter anderem Pace und Herzfrequenz und zeigt nach den ersten Minuten eine Einschätzung. Das ist etwas anderes als der Trainingszustand, der den Verlauf deines Trainings einordnet und auf beiden Uhren vorhanden ist.

Die 170 bietet diese beiden zusätzlichen Auswertungen nicht. Geplante Intervalle oder einen Tempodauerlauf kannst du mit ihr trotzdem durchführen. Wenn du ohnehin nach einem festen Plan mit bekannten Zielbereichen trainierst, ist ihr Fehlen weniger entscheidend. Möchtest du solche zusätzlichen Hinweise direkt von der Uhr bekommen und nutzt sie tatsächlich zur Auswertung, spricht das für die 265.

Quickstart macht die 170 bei spontanen Läufen bequem

Bei der 170 hat uns das Quickstart-Training gefallen. Du wählst auf der Uhr, wie viel Zeit du hast und wie anstrengend die Einheit sein soll. Daraus stellt sie ein passendes Training zusammen. In unserem Test konnten wir zwischen 30, 45 und 60 Minuten wählen.

Quickstart auf der Forerunner 170 mit 30, 45 oder 60 Minuten zur Auswahl
Forerunner 170: Bei Quickstart beginnt die Planung mit deinem verfügbaren Zeitfenster. Unser Foto zeigt die drei auswählbaren Trainingsdauern.

Das ist angenehm, wenn sich zwischen Arbeit und Abendessen überraschend ein Zeitfenster öffnet. Statt erst in der App eine Einheit anzulegen, kannst du direkt an der Uhr einen Vorschlag nach deinen Vorgaben erstellen. Der Komfort liegt in diesem kurzen Weg von der freien Zeit zum konkreten Training.

Die 265 bietet diese Quickstart-Auswahl nicht. Sie kann dir aber ebenfalls tägliche Trainingsvorschläge machen und deine selbst erstellten Workouts abspielen. Wer seine Einheiten ohnehin vorab plant, dürfte deshalb wenig vermissen. Quickstart ist vor allem ein guter Grund für die 170, wenn deine Läufe häufig spontan entstehen.

Größe und Display: Die 265S verändert den Vergleich

Die große 265 wirkt am Handgelenk anders als die kompakte 170. Für eine Uhr, die du beim Training, im Büro und nachts trägst, kann das wichtiger sein als eine zusätzliche Auswertung. Garmin bietet die 265 allerdings auch als kleinere 265S an. Deshalb lohnt es sich, die Größenfrage in zwei Schritten zu betrachten.

Die 170 sitzt kompakter, die 265 zeigt mehr Fläche

Die 170 misst 42,6 Millimeter im Durchmesser, ist 11,9 Millimeter dick und wiegt 41 Gramm. Die große 265 kommt auf 46,1 Millimeter, 12,9 Millimeter und 47 Gramm. Vor allem der größere Durchmesser fällt auf. Das Display wächst von 1,2 Zoll mit 390 × 390 Pixeln bei der 170 auf 1,3 Zoll mit 416 × 416 Pixeln bei der 265.

Unsere weiß-blaue Forerunner 265 mit Morgenbericht am Handgelenk
Die große Forerunner 265 bietet mehr Displayfläche.

Beide AMOLED-Displays haben uns in den getrennten Tests mit ihrer gut ablesbaren Darstellung gefallen. Die zusätzliche Fläche der FR265 ist angenehm, wenn du mehrere Werte auf einer Trainingsseite unterbringen möchtest. Die FR170 trägt dafür weniger breit auf. Welche Form besser sitzt, hängt von deinem Handgelenk ab. Die sechs Gramm Unterschied allein sollten die Entscheidung nicht bestimmen.

Bei der Bedienung musst du dich nicht zwischen Touchscreen und Tasten entscheiden. Beide haben fünf Tasten und Touchbedienung. Beim Sport kannst du dich auf die Tasten konzentrieren und Touch bei Bedarf deaktivieren. Die FR265 schützt ihr Display mit Gorilla Glass 3, die FR170 mit chemisch gehärtetem Glas.

Für schmale Handgelenke lohnt der Blick auf die 265S

Die 265S ist mit 41,7 Millimetern Durchmesser und 39 Gramm sogar kleiner und leichter als die 170. Sie behält die wesentlichen Sportfunktionen der großen 265, einschließlich Multiband-GPS, Triathlon und Musikspeicher. Ihre Stärke ist deshalb die Kombination aus kleiner Bauform und umfangreicher Ausstattung.

Der Kompromiss liegt beim Display. Es misst 1,1 Zoll und löst mit 360 × 360 Pixeln auf. Die 170 bietet hier etwas mehr Fläche. Außerdem ist die 265S mit 12,9 Millimetern dicker als die 170 und verwendet ein schmaleres 18-Millimeter-Armband. Garmin nennt für das mitgelieferte Band einen Handgelenkumfang von 115 bis 178 Millimetern. Bei der 170 sind es 126 bis 203 Millimeter.

Ist dir die große 265 zu breit, solltest du daher die 265S mit der 170 vergleichen. Die 170 ist die flachere Wahl mit etwas größerem Display, die 265S verbindet den kleineren Durchmesser mit den zusätzlichen Sportfunktionen.

Alltag und Schlaf: Neue Extras bei ähnlicher Grundlage

Im Alltag überschneiden sich die Uhren stark. Beide zeigen Benachrichtigungen vom verbundenen Smartphone, unterstützen Garmin Pay mit passenden Karten und erfassen Schlaf, Stress sowie Herzfrequenzvariabilität. Body Battery fasst Hinweise auf Belastung und Erholung zusammen. Auch Morgenbericht, Sleep Coach und die Erfassung von Nickerchen sind auf beiden Modellen vorhanden.

Unsere schwarze Forerunner 170 am Handgelenk im Freien
Die Forerunner 170 trugen wir auch im Alltag und nachts. Regelmäßiges Tragen liefert die Grundlage für viele ihrer Erholungsübersichten.

Die FR170 ergänzt diese Grundlage um neuere Bedienfunktionen. Ein Abendbericht fasst Informationen vor dem Schlafengehen zusammen. Der smarte Wecker soll innerhalb eines gewählten Zeitfensters einen günstigeren Weckzeitpunkt erkennen. Über Lifestyle Logging lassen sich Gewohnheiten festhalten, die du später im Zusammenhang mit deinen Gesundheitsübersichten betrachten kannst.

Diese Extras können angenehm sein, sind für uns aber weniger ausschlaggebend als Passform und die benötigten Sportfunktionen. Beide lassen sich mit einem kompatiblen Brustgurt verbinden, wenn du beim Training auf dessen Herzfrequenzdaten zurückgreifen möchtest.

Musik ohne Handy: Bei der 170 auf die Variante achten

Bei der FR265 und der FR265S gehört der Musikspeicher zur Ausstattung. Du kannst vorbereitete Musik über Bluetooth-Kopfhörer hören und das Smartphone dafür zu Hause lassen. Bei der FR170 brauchst du ausdrücklich die Forerunner 170 Music. Die normale 170 kann die Musikwiedergabe auf deinem Telefon steuern, speichert aber keine Musik für einen Lauf ohne Handy.

Dieser Unterschied verändert den Preisvergleich erheblich. Wenn Musik auf der Uhr für dich feststeht, solltest du das Angebot der 265 mit der FR170 Music vergleichen. Ein günstiger Preis der normalen FR170 hilft dir dann wenig, weil sie deine Anforderung nicht erfüllt. Die Music-Version fügt der FR170 den Speicher und die nötigen Musikfunktionen hinzu.

Bei beiden musikfähigen Modellen müssen die Titel vor dem Lauf auf die Uhr. Je nach gewähltem Musikdienst kann dafür ein kostenpflichtiges Abo nötig sein. Eigene kompatible Audiodateien sind eine weitere Möglichkeit. Die Wiedergabe läuft über gekoppelte Kopfhörer. Es handelt sich nicht um eine Mobilfunkverbindung, über die du unterwegs beliebige neue Musik streamst.

Navigation: Strecken folgen geht mit beiden, Karten fehlen

Für eine zuvor geplante Laufstrecke können dich beide Uhren mit einer Streckenlinie führen. Du überträgst die Route auf die Uhr und folgst dem Verlauf. Auch die Rückführung zum Start gehört zum Funktionsumfang. Auf bekannten Wegen oder einer vorab gut geplanten Runde kann diese einfache Orientierung genügen.

Streckenlinie und Positionspfeil auf dem Display unserer Forerunner 170
Die Forerunner 170 zeigt den geplanten Streckenverlauf. Ein Straßennetz oder eine topografische Karte liegt nicht darunter.

Beide Uhren haben jedoch keine vollständigen Offline-Karten mit einem sichtbaren Straßen- und Wegenetz. An einer unübersichtlichen Kreuzung kannst du deshalb nicht wie auf einer richtigen Karte nachsehen, wohin die benachbarten Wege führen. Für größere Umplanungen unterwegs ist das Smartphone deutlich hilfreicher.

Wenn du ausdrücklich eine Laufuhr mit richtigen Offline-Karten suchst, erfüllt keines der beiden Modelle diesen Wunsch. Dann lohnt der Blick auf unseren Test der Forerunner 965, die mit Offline-Karten daherkommt.

Akku: Die 265 gewinnt im Alltag, nicht in jedem GPS-Modus

Beim Akku zeigt sich kein einheitliches Bild. Im normalen Smartwatch-Betrieb hat die Forerunner 265 einen Vorteil: Garmin gibt für die große 265 bis zu 13 Tage an, während die Forerunner 170 auf bis zu zehn Tage kommt. Die kleinere Forerunner 265S erreicht laut Hersteller sogar bis zu 15 Tage. Im reinen GPS-Betrieb liegen die Forerunner 170 und die große 265 dagegen mit jeweils bis zu 20 Stunden gleichauf.

FR170 vs FR265: Akkulaufzeiten laut Garmin
Betriebsart Forerunner 170 Forerunner 265 Forerunner 265S
Smartwatch 10 Tage 13 Tage 15 Tage
Nur GPS, ohne Musik 20 Stunden 20 Stunden 24 Stunden
Nur GPS, mit Musik 7,5 Stunden, nur Music-Version 7 Stunden 7,5 Stunden

 

Mit SatIQ nennt Garmin für die große Forerunner 265 bis zu 16 Stunden Laufzeit, mit dauerhaft aktiviertem Multiband-GPS bis zu 14 Stunden. Die zusätzliche Empfangstechnik verbessert die Positionsbestimmung unter schwierigen Bedingungen, kostet aber Energie. Deshalb sollten diese Werte nicht direkt mit dem sparsamen GPS-Modus einer anderen Uhr verglichen werden.

Für deine tatsächlichen Ladeintervalle sind außerdem Displaymodus, Trainingsdauer und Musiknutzung entscheidend. Wer häufig lange Läufe mit Musik aufzeichnet, sollte deshalb stärker auf die GPS-Musikwerte achten als auf die maximale Zahl der Smartwatch-Tage.

Welche lohnt sich beim Neukauf?

Wenn du hauptsächlich läufst, deine Belastung auswerten möchtest und keine Musik auf der Uhr brauchst, kann die normale 170 der sinnvollere Kauf sein. Voraussetzung ist, dass du ihren Preisvorteil tatsächlich nutzen kannst. Für Bereitschaft, Laufpläne und Erholungsübersichten allein musst du nicht zusätzlich für die 265 bezahlen.

Anders fällt die Entscheidung aus, wenn Musik ohne Handy gesetzt ist. Vergleiche dann die 170 Music mit der 265. Liegen beide Angebote nahe beieinander, würden wir die 265 wählen, sofern sie gut sitzt: Multiband, Triathlon und die zusätzlichen Leistungswerte sind ein nachvollziehbarer Gegenwert. Ist dir die große Version zu breit, gehört die 265S in diesen Preisvergleich.

Die 170 Music bleibt interessant, wenn du ihre flachere Bauform, das Display zwischen 265S und 265 sowie Quickstart bevorzugst. Mehr Ausstattung hilft wenig, wenn du sie kaum nutzt und die andere Uhr lieber trägst.

Prüfe beim Angebot zuerst Modell, Größe und Musikausstattung und danach den Gesamtpreis. Farben können unterschiedlich viel kosten. Die Angebote am Artikelende können als Orientierung dienen.

Solltest du eine vorhandene 265 durch die 170 ersetzen?

Wenn deine 265 gut funktioniert und angenehm sitzt, spricht wenig für einen Wechsel zur 170. Du hast Trainingsbereitschaft, Belastungsübersichten und Laufpläne bereits. Multiband, Triathlon sowie Laktatschwelle und Leistungszustand würdest du beim Wechsel verlieren. Bei der normalen 170 käme der Verlust des Musikspeichers hinzu.

Ein nachvollziehbarer Wechselgrund wäre ein konkretes Problem im Alltag: Dir ist die große 265 dauerhaft zu breit, du möchtest eine flachere Uhr oder würdest Quickstart häufig nutzen. Dann kann die 170 persönlich besser passen. Das ist aber eine Entscheidung über Tragekomfort und Bedienung, kein allgemeines Upgrade der Sportfunktionen.

Fazit: Ausstattung oder kompakter Laufbegleiter?

Die Forerunner 265 passt besser, wenn Multiband, Triathlon oder die zusätzliche Leistungsanalyse für dein Training relevant sind. Bei einem ähnlichen Preis zur FR170 Music bietet sie viel Gegenwert. Die Forerunner 170 passt besser, wenn du eine flachere Laufuhr mit Quickstart suchst oder mit der Standardversion sinnvoll Geld sparst. Ihre Trainingsauswertung reicht weit über das reine Aufzeichnen hinaus.

Für kleine Handgelenke macht die FR265S die Entscheidung besonders interessant: kleinerer Durchmesser und umfangreiche Sportfunktionen, dafür weniger Displayfläche. Eine vorhandene, passende FR265 würden wir behalten. Entscheidend ist, welche Uhr deinen Alltag und dein Training besser begleitet.

Preisvergleich

Hier findest du Angebote für die beiden Standardgrößen.

Garmin Forerunner 170 Preis

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Garmin Forerunner 265 Preis

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Weiterführende Tests

Unsere eigenen Erfahrungen, Fotos und Aufzeichnungen sind in den beiden Einzeltests ausführlich beschrieben.

Dani

Dani ist Nachrichtenredakteur mit Schwerpunkt auf Wearables, Gesundheitstechnologie und mehr und verfügt über 15 Jahre Erfahrung.

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