Im Huawei Watch 2 Test gehen wir insbesondere auf die sportlichen Funktionen der Fitness-Smartwatch mit Android Wear 2.0 ein, denn so soll sie sein und sich von ihrem Vorgänger unterscheiden: sportlich. Im Aussehen und ihren Funktionen. Der Nachfolger der beliebten Huawei Watch ist als 4G- sowie Bluetooth-Variante erhältlich. Wir haben hier die Standard-Variante mit Bluetooth im Test.
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Test Huawei Watch 2 Changelog
- 27.02.2017: Ankündigung und erste Infos zur Huawei Watch 2.
- 15.06.2017: Testbericht: Display, Bedienung, Laufeinheit, Pulsmesser Genauigkeit, Tägliche Aktivitäten
Mehr Infos zur Transparenz gibt es auf der Übersichtsseite für Testberichte.
Huawei Watch 2: Zwei Modellvarianten
Die Huawei Watch 2 ist in den Varianten Huawei Watch 2 und Huawei Watch 2 Classic verfügbar. Wichtige Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigt folgende Tabelle:
(auch 2G/GSM oder 3G/UMTS möglich)
- Bluetooth: 4.1 BLE + BR/EDR
- WiFi: 2,4 GHz 802.11b/g/n
- NFC
- 3-Achsen A + G Sensor
- 3-Achsen Gyroskop
- 3-Achsen Kompass
- Herzfrequenzsensor (PPG)
- Barometer
- Kapazitiver Sensor
- Umgebungslichtsensor
Das 4G-Modell der Huawei Watch 2 unterstützt wahlweise eine Nano-SIM- oder eSIM-Karte, so dass man auch ohne Smartphone mit 4G mobil autark Sport treiben und kommunizieren kann. Das bedeutet, dass man fast überall Anrufe und Nachrichten empfangen und sendet kann. Die 4G-Modelle sind wegen dem Zusatzslot für die SIM-Karte allerdings auch etwas dicker und sehen weniger elegant aus.
Im Normalfall solle der Akku mehr als 2 Tage Nutzungsdauer standhalten, bei aktivem GPS und Pulsmesser durchgehend sieben Stunden und eine noch längere Akkulaufzeit im Watch-Modus haben, in dem die Uhr noch Schritte zählt. Im besten Fall sollen etwa 21 Tage machbar sein, wobei nicht klar ist welche Funktionen dann noch aktiv sind.
Bei allen Varianten ist das als Sport- oder Ledervariante verfügbare Armband austauschbar und mit einer Breite von 20 mm und für einen Handgelenk-Umfang von 140 – 210 mm geeignet.
Äußeres Erscheinungsbild
Unser Testgerät besteht überwiegend aus Kunststoff. Das gilt für die Lünette als auch für das sportliche Armband. Im Vergleich zu Armbändern aus unseren anderen Produkttests von beispielsweise Fitbit-, Garmin- oder Polar-Wearables wirkt das Armband der Huawei Watch 2 eher schlechter. Es ist nicht so weich und anschmiegsam. Das Armband mit klassischem Verschluss lässt sich aber ohne Werkzeug gegen ein anderes austauschen.
Das in ein wasserdichtes Gehäuse (IP68) integrierte 1,2 Zoll (3,04 cm) große AMOLED-Display kann hingegen überzeugen. Die Bedienung und Lesbarkeit des mit Gorilla Glass ausgestattetem Displays sind sehr gut. Schwieriger wird es nur bei größeren Fingern und dem Versuch mit zwei Fingern gleichzeitig in beispielsweise einer Google-Maps Karte rein- oder rauszuzoomen. Denn das Display fällt eher klein als groß aus.
Auch das Gehäuse fällt eher kleiner aus. Zum Vergleich hier das Display der Sport-Smartwatch Garmin Fenix 5, das ebenfalls 1,2 Zoll groß ist, aber größer erscheint, da das Gehäuse insgesamt größer ausfällt:
Das Gehäuse der Huawei Watch 2 ist in etwa so flach wie das der Fenix 5, aber deutlich höher als das einer Fitbit Blaze Sportuhr:
Huawei Watch 2 Test: Sport
In unserem Test nehmen wir die nach IP68 wasserdichte Huawei Watch 2 exemplarisch zum Laufen mit. Schwimmen sollte man mit dem Gerät übrigens nicht gehen, im Regen laufen hingegen sollte kein Problem darstellen. Wer seine Lieblingsmusik via gekoppelten Kopfhörern wiedergeben möchte, kann das tun, auch ohne Smartphone in der Tasche. Unter den Sport-Highlights befinden sich ein GPS-Sensor, individuelle Trainingspläne, VO2max, der Trainingseffekt, Tipps zur Erholungsphase und vieles mehr.
Mit Androd Wear 2.0 stehen Sportler/-innen jede Menge Optionen im Wear App-Store offen, mit welcher App sie ihre Sporteinheit absolvieren möchten. Vorinstalliert sind beispielsweise eine Trainings-App, Google Fit-Training oder auch Runtastic. Je nach App greifen diese auf die vorhandenen Sensoren der Huawei Watch 2 zu und kommen so an Puls-, GPS- oder Beschleunigungsdaten ran. Diese Vielseitigkeit ist ein großer Vorteil einer Sport-Smartwatch.
Laufen
Wir testen die Standard-Trainings-App und gehen eine runde Joggen. Über eine eigens für die Sportauswahl vorgesehene Taste (rechts unten) gelangt man in den Sportmodus und wählt seine Sportart aus. Es stehen Laufen, Fettverbrennung, Cardio, Zu Fuß, Outdoor-/Indoor-Cycling, Laufband sowie Anderes zur Auswahl. Im Lauf-Modi für Fettverbrennung sagt die Huawei Watch 2 dem Nutzer beispielsweise während des Laufens an, welche Distanz bereits zurückgelegt wurde, den Status des Trainingsziels, wann er beschleunigen, langsamer werden oder anhalten soll. Auch ein Trainingsplan ist möglich, für den aber vorher die Huawei-Health App installiert werden muss.
Startet man das Lauftraining, sucht die Huawei Watch 2 automatisch nach einem GPS- sowie Puls-Signal. Beim ersten Mal dauert es etwas länger bis die Watch 2 ein GPS-Signal findet, danach aber nur noch wenige Augenblicke, wenn man sich in der selben Gegend befindet.
Während des Laufens hat man stets einen Überblick über die körperliche Belastung als auch weiteren Laufdaten:
Automatisch wird auch die Strecke mit Hilfe von Google Maps aufgezeichnet:
Nach dem Training gibt es eine kurze Auswertung:
Weiterhin stehen noch Daten zu Puls, HR-Bereiche, die gesamte GPS-Strecke und persönliche Bestzeiten zur Verfügung:
Die Huawei Watch 2 berechnet auch den VO2max-Wert und schlägt basierend auf den Trainingsdaten auch Regenerationszeiten vor:
Genauigkeit der Sensoren
Leider können wir im Huawei Watch 2 Test die Genauigkeit der Sensordaten nicht präzise gegenmessen, denn die Huawei Watch 2 Aktivitätsdaten lassen sich nicht exportieren. Im Test waren dennoch vergleichbare Tracker dabei: der Polar H10 HR-Brustgurt sowie die Garmin Fenix 5 mit integriertem Pulssensor. So versuchen wir so gut es geht die Geräte zu vergleichen.
HR-Daten:
- Polar H10
- Durchschnitt: 169 S/min
- Max.: 182
- Garmin Fenix 5:
- Durchschnitt: 170 S/min
- Max.: 183
- Huawei Watch 2
- Durchschnitt: keine Angabe auf Uhr
- Max.: 181
Während des Tests warfen wir immer wieder einen Blick auf die Daten des H10-Brustgurts, um diese mit der Huawei Watch 2 zu vergleichen. Größtenteils wurden ähnliche Werte gemessen, außer, dass der Huawei Watch 2 Pulssensor langsamer auf Veränderungen reagierte, was aber typisch für optische Pulssensoren ist.
Auch der GPS-Empfänger scheint den Graphiken nach ordentlich zu sein. Größere Ausreißer sind in der gelaufenen Strecke nicht erkennbar. Die Garmin Fenix 5 misst eine Distanz von 4,22 km, die Huawei Watch 2 kommt auf 4,13 km.
Huawei Watch 2 im Alltag
Neben dem Trainingsmodus hat die Huawei Watch 2 auch einen 24/7 Activity-Tracker. Er zeichnet etwa zurückgelegte Distanzen, Schrittanzahl oder auch Kalorienverbrauch. Diese Daten hat man stets im Blick:
Der Pulssensor läuft 24/7, wobei auch der Ruhepuls gemessen wird. Auf der Uhr selbst können die letzten 6 Stunden eingesehen werden. Wie oft in einer Zeiteinheit der Puls dabei aufgezeichnet wird, ist uns leider nicht bekannt.
Android Wear 2.0
Unter der Haube werkelt das seit Anfang 2017 erhältliche Android 2.0, das neben Verbesserungen und Erweiterungen auch eine bessere Kompatibilität zu Apples iOS verspricht.
Der Vorteil bei Android Wear ist die Vielzahl an verfügbaren Drittanbieter-Apps, die das Gerät mit Funktionalität erweitern. Darunter befinden sich auch bekannte Apps wie Runtastic und Strava. Aber auch Dienste wie der Google Assistant machen die Uhr zu einem smarten Begleiter. Im Vergleich zu Android Wear 1 können nun zahlreiche Apps ohne Umweg über das Smartphone direkt aus dem Play Store auf der Uhr installiert werden.
Während der Bedienung der Uhr sind keine Verzögerungen erkennbar. Apps starten schnell, die Oberfläche läuft flüssig. Man merkt, dass Huawei seine Watch 2 mit einem ausreichend dimensionierten Prozessor sowie genügend Arbeitsspeicher ausgestattet hat.
Huawei Watch 2 kaufen: Preise & Verfügbarkeit
Die Huawei Watch 2 ist in Deutschland bereits erhältlich:
- Bluetooth-Version: 329 Euro (UVP)
- 4G-Version: 379 Euro (UVP)
- Classic-Variante: 399 Euro (UVP)
Huawei Watch 2 Test – Fazit
Unser Huawei Watch 2 Test zeigt, dass die Smartwatch durchaus für Sportler geeignet ist. Durch ihr sportliches Design grenzt sie sich auch klar von ihrem Vorgänger ab. Allerdings auf Kosten der Materialqualität, insbesondere des Armbands, das bei dem ausgerufenen UVP-Preis gerne etwas besser ausfallen könnte. Zum Glück lässt es sich aber bei Bedarf einfach austauschen.
Ansonsten hat man die volle Power von Android Wear 2.0 in seinem Rücken und kann von allen Vorteilen profitieren, als auch sich über alle Nachteile ärgern. Auch die Huawei Watch 2 läuft wie die meisten anderen Android Wear 2.0 etwa 2 Tage, natürlich je nach Nutzung mal mehr, mal weniger. Dafür ist die Huawei Watch nach IP68 wasserdicht, was nicht jede Wear 2.0 Smartwatch von sich behaupten kann. Nur die Polar M600 bringt ähnliche Eigenschaften mit. Wer viel mehr Sportdaten benötigt und ambitionierter ist, schaut sich auch mal die Garmin Fenix 5 an, die preislich aber nochmal happiger ausfällt.
Empfohlene Testberichte auf fitnessmodern.de zum Weiterlesen
- Polar M600 (Sport Smarwatch mit Android Wear 2.0)
- Garmin Fenix 5 (GPS-Multisportuhr mit Garmin-eigenem App-Store)
- Fitbit Blaze (einfache Sport-Smartwatch)
- Fitness-Tracker Testübersicht
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