
Die Suunto Race zeigt sich im Test als robuste Outdoor-Sportuhr mit beeindruckenden Qualitäten. Die sehr gute Ergonomie und das große 1,43″ AMOLED-Display erleichtern die Nutzung und machen die Bedienung zum Kinderspiel. Die beachtliche Akkulaufzeit von 26 Tagen lässt keine Wünsche offen und gewährt die nötigen Freiheiten bei ausgedehnten Abenteuern. Eine Vielzahl von Sensoren, gepaart mit den umfangreichen Sportfunktionen, einschließlich Offline-Karten und Routenoptionen, unterstreicht die Eignung für jegliche sportliche und abenteuerliche Aktivitäten. Die Genauigkeit der Suunto Race ist durchweg sehr gut, was sie zum idealen Partner für Sport, Abenteuer und die Gesundheitsüberwachung macht. Als weniger vorteilhaft könnte sich das etwas wuchtige Design für Träger mit kleineren Händen erweisen. Außerdem könnte das neue Benutzerinterface etwas Feinschliff vertragen. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte überzeugt die Suunto Race als durchdachte Balance zwischen Funktionalität, Langlebigkeit und einem fairen Preis in der mittleren Preiskategorie.
Vorteile
- AMOLED-Display und 26 Akkulaufzeit im Zeit- und 12 Tage im Smartwatch-Modus
- umfangreiche Tools für für Sport, Schlaf & Gesundheit
- Offline-Karten
Nachteile
- kein USB-C Ladekabel
- piepsiger Ton bei Nachrichteneingang des Smartphones (abstellbar)
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Suunto Race
Wir müssen zugeben, dass wir über die Verpackung eines Produktes selten ausführlich schreiben, da wir sie als nebensächlich erachten. Im Falle des Suunto Race Tests jedoch spielt die Verpackung anfangs eine zentrale Rolle und hinterlässt einen ersten, bleibenden Eindruck. Frei nach dem Motto: Der erste Eindruck zählt. Tipp: Wenn Du auf der Suche nach einem sportlichen Geschenk bist, könnte die Suunto Race die ideale Wahl sein.

Schon beim ersten Blick auf die matte, cremeweiße Verpackung im minimalistischen Design wird deutlich: Diese Uhr möchte nicht nur ein Sport-Accessoire sein, sondern ein hochwertiges Premium-Erlebnis bieten.
Beim Auspacken ändert sich das minimalistische Design. Innen werden wir von stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotos von Bergen und einem Begrüßungstext empfangen. Bei jedem Detail spürt man, dass hier viel Liebe zum Design gefloßen ist, und das Bestreben, sofort eine Beziehung zum Nutzer herzustellen, ist offensichtlich. Das Prinzip funktioniert: Unsere Neugier und die Lust, die Uhr bis ins Detail zu entdecken, sind geweckt.
„Congratulations on your new watch! Suunto will guide and support you, whatever the reason, whatever the season, your adventure starts here. Suunto Team“
Der Begrüßungstext in der Suunto Race Verpackung
Nach dem vergleichsweise langen Unboxing halten wir endlich die Uhr in den Händen, die noch ohne angebrachte Armbänder dasteht. Und auch hier sind wir von dem, was wir in den Händen halten, angetan. Die Uhr, die wir hier in der Ausführung mit Titanium-Lünette haben, fühlt sich hochwertig an, die Verarbeitung scheint tadellos. Wahlweise kannst Du Dich auch für die günstigere Variante mit Edelstahl-Lünette entscheiden, aber die Displays werden immer mit Saphirglas für zusätzliche Widerstandsfähigkeit geschützt. Die Armbänder lassen sich im Handumdrehen an das Gehäuse anbringen und es kann losgehen.

Das Titanmodell ist mit seinen 69 Gramm federleicht und eignet sich daher für praktisch jedes Szenario. Ob Tag oder Nacht, die Uhr sitzt stets komfortabel am Handgelenk. Das Edelstahlmodell wiegt mit 78 Gramm etwas mehr. Beide Modelle sind nach dem militärischen Standard MIL-STD-810H zertifiziert, was für ihre Robustheit spricht. Solche Prüfungen werden nicht von allen Herstellern durchgeführt. So hat Polar bei der ebenfalls diese Woche vorgestellten Vantage V3 auf eine solche Prüfung verzichtet, obwohl ihr Vorgänger Vantage V2 noch nach Militärnorm geprüft wurde. Ebenfalls lässt die teurere Vantage V3 mit 50 Metern Wasserdichtigkeit auch bei der Wasserdichtigkeit federn. Die Suunto Race ist laut Hersteller bis zu 100 Meter wasserdicht.

Trotz der vielen Vorteile gibt es einige Schwachpunkte, die erwähnt werden sollten. Die Materialien und das Design beeindrucken zwar, aber technologisch gesehen gibt es Verbesserungspotenzial. Ein Schwachpunkt ist das mitgelieferte Ladekabel. Einige Konkurrenten sind bereits auf USB-C umgestiegen; die Suunto Race jedoch bietet ein USB-A Ladekabel. Die meisten Menschen dürften noch ein passendes Ladegerät besitzen. Wer jedoch komplett auf USB-C umgestiegen ist, muss ein älteres, kompatibles Ladegerät beschaffen.
Ein weiterer kleiner Minuspunkt ist der piepsige Ton, der beim Eingang von Nachrichten auf dem Smartphone ertönt. Diesen haben wir als erstes deaktiviert, da er einfach nicht zum sonstigen Premium-Feeling der Uhr passt und störend wirken kann.

Ein herausragendes Merkmal dieser Uhr ist das Dual-Band-GNSS-System, das eine hohe Genauigkeit bei der Standortverfolgung bietet. Dies ist besonders nützlich für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Mountainbiking. Ein weiteres Highlight ist die Verfügbarkeit von kostenlosen Outdoor-Offline-Karten direkt auf der Uhr. Diese Funktion ist besonders für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Mountainbiking wertvoll und erhöht die Vielseitigkeit der Uhr erheblich.
Dazu kommen fortschrittliche Funktionen für Sportler: Die HRV-Messung (Herzfrequenzvariabilität) bietet tiefe Einblicke in Ihren Erholungsstatus und kann ein nützliches Tool für das Training sein. Der KI-gestützte Suunto Coach überwacht Deine Workouts und gibt Dir Tipps, um motiviert zu bleiben. Erweiterte Trainingsmetriken sind ebenso verfügbar und bieten umfassende Daten, die weit über die üblichen Distanz- und Geschwindigkeitsmessungen hinausgehen.
Obwohl die Race-Uhr zahlreiche Fortschritte in den Bereichen Sport und Gesundheit aufweist, fehlen ihr bestimmte Merkmale, die bei konkurrierenden Modellen vorhanden sind. Sie verfügt zwar über Dual-Band-GNSS, HRV-Messungen und Offline-Karten, doch fehlen innovative Funktionen wie EKG-Messungen der Vantage V3 von Polar, Frauengesundheitsfeatures oder ein Rollstuhlmodus wie bei der Garmin Venu 3. Trotz dieser Lücken ist die Race in Bezug auf den Funktionsumfang hochwertig ausgestattet und kann durchaus mit der Konkurrenz konkurrieren. Zumal sie ihrerseits mit Funktionen punktet, die bei anderen Modellen nicht zu finden sind.
Einer der großen Vorteile dieser Uhr sind die 95 vorinstallierten Sportmodi. Ob Du ein Läufer, Schwimmer oder Radfahrer sind, die Uhr hat wahrscheinlich einen Modus, der zu Deiner Aktivität passt. Und wenn nicht, dann hast Du die Möglichkeit, wie bei der Suunto Peak 5 eigene Modi zu erstellen. Außerdem sind kostenlose Outdoor-Offline-Karten direkt auf der Uhr verfügbar, was ein weiterer Pluspunkt für Outdoor-Enthusiasten ist.
Und für den Alltag? Da bleibt wirklich kein Wunsch offen. Die Race bietet Dir grundlegende Funktionen einer modernen Smartwatch. E-Mails, Nachrichten und Benachrichtigungen erscheinen direkt auf Deinem Handgelenk. Deine Songs auf Deinem Smartphone kannst Du direkt über die Musiksteuerung der Uhr kontrollieren. Mobiles Bezahlen über die Uhr ist mit der Race aber leider nicht möglich.
Display und Bedienung
Beginnen wir mit den Grundlagen, die bei der Suunto Race besonders ins Auge fallen. Das 1,43-Zoll-AMOLED-Touchdisplay bietet lebendige Farben und kontrastreiche Darstellungen. Mit einer Auflösung von 466 x 466 Pixeln gehört es zu den besten Displays, die wir bisher testen konnten. Das Top-Modell Epix 2 Pro (Test) von Garmin zum Beispiel bietet in der größten Ausführung 454 x 454 Pixel. Auch das neue Spitzenmodell Vantage V3 von Polar bietet 454 x 454 Pixel. Die Darstellung auf der Race ist so scharf, dass selbst kleinste Details leicht zu erkennen sind. Zudem ist das Display hell genug, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar zu sein. Es kann sogar so hell leuchten, dass es als Taschenlampe eingesetzt werden kann. Dafür gibt es eine speziell dafür vorgesehene Funktion, die Du auf der Uhr aufrufen kannst. Das ist jedoch nur ein erster Eindruck der vielen Features, die die Uhr zu bieten hat
Die digitale Krone an der Seite der Uhr erleichtert die Navigation durch die Menüs und ermöglicht eine intuitivere Bedienung als mit Touchscreen allein. Vor allem, wenn Du die Offline-Karten auf der Uhr verwendest, wirst Du schnell merken, dass Du mit der Krone viel zügiger und einfacher durch die Karte navigieren kannst.
Manchmal ist die Menüführung aber nicht immer ganz klar. Vor allem, wenn das Deine erste Sportuhr von Suunto ist. Zum Beispiel kannst Du in der Hauptansicht nach unten wischen, um zur Profilübersicht zu gelangen. Innerhalb eines ausgewählten Sportprofils hast Du dann die Möglichkeit zu einem anderen Sportprofil zu wechseln. Das ist vielleicht gut gemeint, aber etwas verwirrend. Wenn man sich in der Auswahl vertan hat, kann man doch die Zurück-Taste oder -Geste nutzen, um ganz einfach und ein Ticken schneller zur Profilübersicht zu gelangen? Aber nach etwas rumspielen, stellt sich diese Option doch als gut heraus. Denn in der Hauptansicht führt die Betätigung der oberen Taste zum zuletzt ausgeführten Profil. Und wenn Du das nicht mehr ausführen möchtest, kannst Du nun ganz einfach zur Profilübersicht gelangen und ein anderes Profil auswählen. Man lernt schnell, dass auf der Race mehrere Wege nach Rom führen. Es sind sozusagen Abkürzungen, und wenn Du die kennst, vergleichbar zu Tastatur-Shortcuts, gelangst Du viel schneller zum Ziel.
Auch nett gelöst: In den verfügbaren Widgets können relevante Einstellungen direkt im Widget vorgenommen werden, ohne sich durch das Einstellungsmenü hangeln zu müssen. Im Widget für die Anzeige der Messungen zur Herzfrequenz kannst Du zum Beispiel das 24×7-Tracking der Herzfrequenz komplett aktivieren oder deaktivieren.
Trainings mit Offline-Karten
Beim Training ist die Suunto Race ein echtes Schwergewicht. Sie bietet nicht nur Strava-Segmente für Läufer und Radfahrer, sondern hat auch eine Bewegungsfunktion eingeführt, die zusätzliche Metriken für die Trainingsintensität berechnet. Besonders interessant ist das für Sportarten wie Krafttraining und Ballsportarten, die sonst eher stiefmütterlich behandelt werden.
In Bezug auf Navigations- und Routenfunktionen zeigt sich die Suunto Race ebenfalls vielseitig. Die Uhr bietet vorinstallierte Offline-Karten, die über die WLAN-Schnittstelle und mit Hilfe der Suunto-App heruntergeladen werden können. Diese Karten sind jedoch nicht routingfähig, was bedeutet, dass sie keine automatische Routenberechnung ermöglichen. Es ist aber über die App sehr einfach über wenige Tippgesten eigene Routen zu erstellen, auf die Uhr zu übertragen und sie auf der Uhr zu verwenden. Die Route wird in sekundenschnelle mit der Race automatisch synchronisiert und kann zu Beispiel im Radprofil sofort ausgewählt werden.
Wenn Du während einer Aktivität von einer geplanten Strecke abkommst, erhältst Du nur einen einfachen Hinweis. Dann musst Du Dich anhand der Karte und der noch sichtbaren Strecke wieder zurechtfinden. Trotz dieser Einschränkung können geplante Strecken von Diensten wie komoot, Strava oder Outdooractive in die Routennavigation geladen werden. Auch das Importieren von GPX-Tracks ist möglich. Falls Du Dich zu einem abgespeicherten POI (Point of Interest) navigieren lassen möchtest, beschränkt sich die Navigation auf einen Pfeil in Zielrichtung. Zusätzlich bietet die Uhr die Möglichkeit, das klassische „Peilen und Los“ zu nutzen, was vor allem bei Outdoor-Aktivitäten hilfreich sein kann.

Die Karten selbst sind sehr detailliert und beinhalten Wege, Höhenlinien und Gewässer, was besonders in der freien Natur nützlich ist. Die kostenlose globalen Karten können problemlos über die Suunto-App heruntergeladen werden. Wenn Du unterwegs vom Weg abkommst, hilft Dir die „Brotkrümel“-Funktion dabei, den Weg zurückzufinden.
Die Gesundheitsfunktionen der Uhr gehen weit über die üblichen Tracking-Möglichkeiten hinaus. Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) spielt dabei eine zentrale Rolle. Wenn Du gerne mit Daten hantierst, können Dir die Daten über Deine HRV wertvolle Einblicke in Deine Trainingsbelastung, Fortschritte und Erholung geben.
Vor allem, wenn Du sehr ambitioniert bist, hilft Dir die Langzeitanalyse der HRV dabei Deine Leistung systematisch zu steigern. Wenn Dich das Thema interessiert, werfe einen genauen Blick in unserem Beitrag Herzfrequenzvariabilität (HRV) in Sportuhren, der das Thema tiefer behandelt.
Auf der Race stehen mindestens sagenhafte 95 Sportprofile zur Auswahl. Wir stehen beim Unboxing neben einem Indoor Rudergerät und wollen die Uhr spontan ausprobieren. Die Trainingsansichten sind je nach Sportmodus auf zwei bis vier beschränkt, wobei bei manchen Profilen eine Ansicht von der Offline-Karte belegt wird. Das dürfte für die meisten Sportler ausreichend sein. Aber für erfahrene Athleten könnte das etwas zu wenig sein.
Dadurch, dass die Uhr in Innenräumen nicht auf GPS-Signale, sondern auf ihren Beschleunigungssensor zurückgreifen muss, sind nicht alle gemessenen Daten genau, zum Beispiel die zurückgelegte Distanz von 5,63 km. Aber bei den meisten anderen Daten, zeigt sie was sie drauf hat. Die gemessenen 535 Züge sind so gut wie perfekt (unser Rudergerät zeigte 532) und auch die durchschnittliche Herzfrequenz (139 bpm) als auch die maximale Herzfrequenz (164 bpm) deckt sich mit einem parallel getragenen HR-Gurt. Somit kann die Race zu einem klaren Bild Deines Fitnesslevels gelangen und Dir helfen, zum Beispiel Deine Trainingsintensität anzupassen.
Ein weiteres bemerkenswertes Feature war der Recovery-Indikator, der uns zeigte, dass der Ruderer nach diesem Ruderworkout 6 Stunden Erholung benötigen würde. Und dann gibt es noch den TSS (Training Stress Score) von 25 Stunden, der darauf hinweist, wie belastend das Training für den Körper war. Für jemanden, der seine Fitness und Ausdauer ernst nimmt, sind solche Daten von unschätzbarem Wert.
Genauigkeit GPS
Der GPS-Empfänger liefert im praktischen Test der Suunto Race insgesamt sehr gute Ergebnisse. In den Optionen kannst Du auch den Multifrequenz-Modus aktivieren, der die präziseste, aber auch energiehungrigste Aufzeichnung ermöglicht. Multifrequenz-GNSS ermöglicht neben Multi-GNSS (Ortung verschiedener Satellitensysteme) auch die Nutzung der Dual-Band-Ortungstechnik, bei der bis zu 2 Signale auf unterschiedlichen Frequenzen von verschiedenen Satellitensystemen gleichzeitig verarbeitet werden können. Dadurch kann die Uhr auch in Umgebungen mit schwieriger GPS-Abdeckung wie Bergtälern oder Häuserschluchten für eine höhere Präzision sorgen. In der Regel ermöglicht Dual-Band unter anderem einheitlichere und präzisere Aufzeichnungen sowie eine schnellere Positionsfindung innerhalb weniger Sekunden. Der Nachteil ist, dass der Energieverbrauch höher ist, so dass der Akku der Uhr stärker belastet und somit schneller entleert wird. Wer keine hochpräzisen Aufzeichnungen benötigt, kann auch energieschonendere Aufzeichnugsmodi wählen, die auf Dual-Band verzichten.
Wir verfolgen wie meistens ein recht praktischen Ansatz, so auch hier. Wir planen die Route zunächst in der Suunto App, übertragen sie auf die Race und versuchen sie möglichst originalgetreu und wenig Stopps nachzufahren. Der GPS-Empfänger fixiert nach Start der Aktivität nach wenigen Sekunden (unter 5 Sekunden) die Navigations-Signale und es kann losgehen. Am schnellsten geht es, wenn die Uhr regelmäßig mit der App synchronisiert wird. So kann sie sich vorab mit aktuellen Satelliteninformationen aktualisieren.
Wie Du auf den Screenshots oben sehen kannst, beläuft sich die geplante Distanz auf insgesamt 8,36 km. Die Race verfehlt die geplante Distanz mit 8,26 km um 100 Meter, was einer Abweichung von nur etwa 1,2% entspricht. Das ist insgesamt sehr beeindruckend und zeigt uns, dass die Race sehr genau ist.
Das sieht man auch in den Details, wenn man in die Strecke an verschiedenen Stellen reinzoomt. Die Race lässt sich von Brücken, Unterführungen und Bäumen nicht beeinflußen. Selbst kleinste Schlenker sind präzise aufgezeichnet. Durch diese hohe Genauigkeit, profitieren natürlich alle auf GPS aufbauende Funktionen der Uhr.
Sauerstoffsättigung messen? Wie genau ist es?
Die Suunto Race kann mit Hilfe ihrer Sensoren Deinen Blutsauerstoff messen. Schauen wir uns also an, wie gut sie das in der Praxis macht. Das ist wichtig, wenn Du beispielsweise in der Höhe unterwegs bist. Aber Achtung, wenn Du gesundheitliche Probleme hast, ist das nicht das richtige Werkzeug – dafür ist ein Arztbesuch fällig!
So misst du richtig
Um die besten Ergebnisse zu erzielen, schaust Du am besten als erstes in die Anleitung des Herstellers. Denn dort finden sich in der Regel hilfreiche Hinweise zur richtigen Ausführung. Während der Messung sitzen wir möglichst ruhig. Auch die Finger sollten nicht bewegt werden. Für den Test legen wir die Uhr so an, dass sie fest, aber bequem sitzt. Bei einer SpO2-Messung auch so, dass sie noch näher zum Ellenbogen anliegt. Der Grund ist, dass dann aufgrund einer größeren Hautoberfläche kaum noch störendes Licht und andere Faktoren zwischen Gehäuse und Haut eindringen und die Messung verfälschen kann. Oft ist das nämlich der Grund, warum nächtliche SpO2-Messungen, die von der Uhr automatisch durchgeführt werden können, nicht so genau sind. Denn in der Nacht werden die meisten Menschen die Uhr nicht so eng anliegend tragen, was zu Ungenauigkeiten führen kann.
Messung | Intensives Atmen | Ruhiges Atmen | ||
---|---|---|---|---|
Race | Referenzgerät | rAce | Referenzgerät | |
Messung 1 | 98% | 97% | 93% | 95% |
Messung 2 | 96% | 97% | 94% | 95% |
Messung 3 | 96% | 98% | 93% | 95% |
Durchschnittliche Differenz | 1,33 | 1,67 |

Interpretation
Je kleiner die „Durchschnittliche Differenz“, desto genauer ist die Uhr. Beim intensiven Atmen ist zu erwarten, dass der Sauerstoffgehalt im Blut temporär erhöht und somit Richtung 100% steigt. Im Gegensatz dazu führt eine ruhigere Atmung entsprechend zu weniger Sauerstoffgehalt.
Wenn Du die Tabelle anschaust, siehst Du, dass die Race insgesamt ordentliche Ergebnisse beim Messen der SpO2 erzielt.
Autonomie: Akkulaufzeiten
Die Akkuleistung der Suunto Race ist beeindruckend. Im Zeitmodus hält sie bis zu 26 Tage, was für den Alltagsgebrauch mehr als ausreichend ist. Wenn Du die Uhr rund um die Uhr intensiv nutzt und dabei viele Funktionen verwendest, einschließlich mobiler Benachrichtigungen, bietet die Suunto Race eine Laufzeit von immer noch sehr guten 12 Tagen. Wir haben die Race von Suunto erst ein paar Tage bei uns im Test und können diese Werte noch nicht vollständig bestätigen. In der Vergangenheit waren die Angaben des Herstellers jedoch zuverlässig. Der Akku ist in nur zwei Stunden vollständig aufgeladen. Das erhöht die Praktikabilität, besonders für Menschen, die viel unterwegs sind. Das bedeutet für Dich mehr Zeit für Aktivitäten. Zusätzlich profitierst Du von einem farbfrohen und hochauflösendem Display. Eine Suunto Peak 5 (Test) beispielsweise kommt ebenfalls auf ca. 10 Tage, schwächelt aber gegenüber der Race mit einem schwächeren Display.
Für Sportbegeisterte ist die Uhr im Trainingsmodus mit GPS besonders attraktiv: Sie liefert bis zu 40 Stunden bei maximaler Genauigkeit durch GNSS-Positionierung und Full-Power-Dual-Band-Tracking (L5). Bei geringerer Genauigkeitsanforderung kann die Laufzeit sogar auf bis zu 120 Stunden gesteigert werden. Diese langen Laufzeiten sind gerade für Ultra-Läufer und Langstreckenathleten entscheidend, die eine zuverlässige Uhr für lange Wettkämpfe benötigen.
Im Vergleich zur Konkurrenz, bei der beispielsweise eine Fitbit Sense 2 (Test) etwa 5 Tage und eine Samsung Galaxy Watch5 oder Watch6 bis zu 2 Tage schafft, steht die Suunto Race deutlich besser da. Vor allem wenn man bedenkt, dass viele dieser Modelle bei aktiviertem Always-On-Anzeigemodus stark an Akkulaufzeit verlieren, punktet die Suunto Race in puncto Zuverlässigkeit und Langzeitnutzung. Nicht ganz mithalten kann die Suunto Race allerdings mit einer Epix 2 Pro von Garmin (Test), die ebenfalls mit einem AMOLED-Display und zahlreichen Funktionen ausgestattet ist. Diese kommt nämlich im Smartwatch-Modus auf satte 31 Tage oder 11 Tage mit Always-On-Display.
An dieser Stelle sagt eine Vergleichstabelle mehr als tausend Worte:
Modus | Suunto Race | Suunto Vertical | Suunto Peak 5 |
---|---|---|---|
Smartwatch-Modus mit mobilen Benachrichtigungen und Herzfrequenzmessung am Handgelenk rund um die Uhr | 12 Tage | 30 Tage | 7 Tage |
Zeitmodus | 26 Tage | 60 Tage | 10 Tage |
Trainingsmodus GPS-Modus | 40 Std. / 50 Std. / 70 Std. / 120 Std. | 60h / 90h /140h / 500h (Titanium Solar 85h / 140h / 280h / 30d) | 20 Std. / 40 Std. / 100 Std. |
Suunto Race: Upgrades im Detail
Die Suunto Race Multisportuhr ist eines der Vorzeigeprodukte des Herstellers. Neben oberen Innovationen sind weitere neue Funktionen an Bord, die nicht alle bei anderen Modellen nicht zu finden sind. Schauen wir uns die Neuerungen Stück für Stück noch genauer an, um Dir ein besseres Bild über die Uhr zu vermitteln.
Renn-Optimierung mit RaceTime
RaceTime ist eine integrierte Funktion, die Dir während des Rennens eine komplette Übersicht bietet. Sie zeigt die gesamte verstrichene Zeit, hilft dabei, das aktuelle Tempo zu überwachen und gibt eine Schätzung, wie lange es bis zum Ziel noch dauert.
Performance-Tracking und Test-Optionen
Die Suunto Race ermöglicht detaillierte Performance-Analysen. Eingebaute Tests wie der Cooper-Test, der anaerobe Lauftest oder FTP- und Beep-Tests können über den Suuntoplus-App-Store heruntergeladen werden, um Fortschritte und Fitnesslevel zu bewerten.
Allgemeines Wohlbefinden und Tagesaktivität
Auch im Alltag ist die Uhr ein nützlicher Begleiter. Sie liefert Angaben zum allgemeinen Wohlbefinden und gibt Einblick in tägliche Aktivitäten wie Schritte, Kalorienverbrauch, Herzfrequenz und Schlafqualität.
Ernährungsunterstützung für lange Wettkämpfe
Die Ernährungsfunktion erinnert an die Notwendigkeit der Flüssigkeits- und Nährstoffzufuhr, insbesondere bei längeren Wettkämpfen. Durch die Funktion können Athlet:innen einen Ernährungsplan erstellen und Verpflegungsstationen optimal nutzen.
Wetterdaten und Musiksteuerung
Die Uhr gibt nicht nur Einblicke in persönliche Leistungsdaten, sondern hält auch Informationen zu aktuellen Wetterbedingungen bereit. Zusätzlich können Athlet:innen ihre Lieblingsmusik über die integrierte Musiksteuerung ansteuern, um das Training noch angenehmer zu gestalten.
Suunto Race oder Vertical? Was sind die Unterschiede?
Suunto Race oder Vertical? Oder doch die Suunto 5 Peak? Wieso solltest Du Dir die Race kaufen und nicht die Vertical? Einer der Hauptargumente für die Race ist sicherlich das bessere Preis-Leistungsverhältnis und spannendere Display. Sie ist die ultimative Performance-Uhr für Outdoor, Wettkämpfe und Training. Die Vertical ist eine Abenteuer-Uhr für Outdoor-Expeditionen und Training mit Option für ein Modell mit Solarladung. Wenn Dir all das zu viel ist, lohnt ein Blick auf die kleine und leichtere Laufuhr Suunto 5 Peak (Test).
Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, schaue Dir die folgende Vergleichstabelle mit den wichtigsten Unterschieden der Race zur Vertical und der 5 Peak:
Suunto Race: Varianten und Preisvergleich
Die Race von Suunto ist ab dem 17. Oktober 2023 in verschiedenen Varianten und Armbandfarben im Handel erhältlich. Die neuen Suunto gebrandeten Armbänder (49€) gibt es in den Farben Pearl White, Orchid Purple, Lava Red und Lemon Yellow. Somit dürfte auch für Dich die richtige Farbe dabei sein und zu Deinem Look passen.

Der UVP-Preis startet bei 449,00 € für die Suunto Race Stainless Stell, und 549,00 € für die Suunto Race Titanium.
Suunto Race Test: Fazit vom 05.11.2023
Für alle, die eine Sportuhr suchen, die sowohl im Alltag als auch bei Sport- und Outdoor-Abenteuern vielseitig und zuverlässig ist, könnte die Suunto Race genau die richtige Wahl sein. Sie überzeugt durch Robustheit, eine beeindruckende Akkulaufzeit und eine Vielzahl an Sportmodi, die sowohl bei Sonnenschein als auch im Dunkeln mit einer gut ablesbaren Anzeige punktet.
Auch wenn sie technologisch nicht in jeder Hinsicht auf dem neuesten Stand ist und das Fehlen von USB-C sowie einiger neuer Gesundheitsfunktionen zu verzeichnen ist, bietet die Suunto Race ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Menüführung mag anfangs herausfordernd sein, erweist sich jedoch schnell als benutzerfreundlich und wohl durchdacht.
Besonders hervorzuheben ist die präzise GPS-Funktion, welche die Suunto Race zu einem verlässlichen Partner für Deine Aktivitäten macht – unterstützt durch die Suunto-App und Offline-Karten. Auch die Genauigkeit der Distanzmessung und die Sauerstoffsättigungsmessung lassen kaum Wünsche offen. Mit bis zu 26 Tagen Akkulaufzeit im Zeitmodus und bis zu 12 Tagen bei intensivem Gebrauch setzt sie Maßstäbe in ihrer Preiskategorie.
Wem die Uhr zu teuer erscheint, dem empfehlen einen Blick auf die Suunto Peak 5 (Test), die uns im Test ganz gut gefallen hat. Für mehr Funktionsumfang und noch längere Akkulaufzeiten sorgt die Garmin Epix Gen 2 (Test), die aber auch etwas mehr kostet.
Im Praxistest zeigt die Suunto Race, dass sie eine durchdachte Balance zwischen Funktionalität, Langlebigkeit und Preis bietet, was sie zu einem idealen Begleiter für Sportler und Abenteurer macht, die Wert auf Zuverlässigkeit und präzise Leistungsdaten legen.
Bewertung (vorläufig)
Ergonomie und Design
Display und Bedienung
Software
Praxis und Genauigkeit
Autonomie
Gesamt
Suunto Race bietet Dir eine beeindruckende Akkulaufzeit von bis zu 26 Tagen sowie eine breite Palette an Fitness- und Gesundheits-Tools und Offline-Karten. AMOLED-Display, Dual-Band GPS und KI-Coach sind nur einige der Highlights, von denen es zahlreiche weitere gibt. Die Suunto Race ist die ideale Wahl für anspruchsvolle Sportler und Outdoorfans.