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Test Mi Band 3 von Xiaomi: Was der Tracker wirklich kann

Unser Xiaomi Mi Band 3 Test bringt es auf den Punkt: Für wen lohnt sich das günstige Fitness-Armband wirklich? Spart man vielleicht am falschen Ende? Wir haben uns ein Exemplar gekauft und werden nun Stück für Stück schauen, welche Stärken und Schwächen es hat, was das Wearable in der Praxis wirklich kann und unsere Erfahrungen hier teilen. Das Mi Band 3 ist eine aktualisierte Version von Xiaomis beliebter Basic Fitness-Armband Reihe und bringt einige Verbesserungen mit sich.

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Xiaomi Mi Band 3 im Test
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Xiaomi Mi Band 3

Die Mi Band Reihe des Herstellers aus China bot schon immer einen günstigen Einstieg in die Welt des Fitness-Trackings und beinhaltet nur das Nötigste. Dazu gehören eine Uhrzeit- und Datumsanzeige, Daten zu hinterlegten Schritten und Distanzen, verbrauchte Kalorien, Pulsmessung, eine einfache Stoppuhr und ein paar weitere Gimmicks.

Die neueste Version, das Xiaomi Mi Band 3, beinhaltet natürlich auch einige Verbesserungen. Insbesondere sei hier genannt die verbesserte Akkulaufzeit von etwa 20 Tagen und eine Wasserdichtigkeit bis zu 50 Meter (5 ATM), wie sie auch bei den bekannteren Herstellern wie Fitbit, Garmin oder Polar angeboten wird. 5 ATM erlauben es in der Regel das Gerät auch während des Schwimmens im Schwimmbad zu tragen. Tauchen oder längere Tauchgänge sollte man jedoch vermeiden.

Zu den weiteren kleineren Verbesserungen gehören eine Anrufannahme-Funktion, die Option Alarme und Timer direkt über den Bildschirm zu bedienen sowie die Anzeige von Wetterdaten.

Unboxing & Allgemeines

Die kompakte Verpackung beinhaltet alles, was man für die Inbetriebnahme benötigt. Mit der derzeit ausgelieferten Bedienungsanleitung werden die meisten nichts anfangen können. Sie ist auf chinesisch. Die Inbetriebnahme gestaltet sich jedoch mit etwas Geschick einfach, wie wir gleich sehen werden.

Xiaomi Mi Band 3 Unboxing
Xiaomi Mi Band 3 Unboxing

Aufgeladen wird der Aktivitätstracker über das mitgelieferte USB-Kabel. Leider muss man die Tracker-Einheit für das Aufladen jedes Mal aus dem Armband nehmen und in den Ladeadapter stecken. Wäre dieser Vorgang leichtgängig, würden wir uns nicht so sehr darüber ärgern. Aber das Herausnehmen ist nicht ohne Weiteres möglich und mit Fummelarbeit verbunden. Irgendwie hat man ständig die Sorge, dass das Armband beim Herausnehmen einen Schaden abbekommt.

Xiaomi Mi Band 3 aufladen
Xiaomi Mi Band 3 aufladen

Dem Mi Band 3 wurde auch ein neues Armbanddesign spendiert, das laut Xiaomi das Wearable noch komfortabler macht und ein besseren Halt am Handgelenk mit sich bringt. Das sehen wir auch so, das Tragegefühl geht in Ordnung. Das neue Design führt aber auch dazu, dass Armbänder und Ladegeräte der Vorgänger nicht kompatibel sind.

Etwas klobig fällt die Einheit aufgrund ihrer Höhe aus. Etwas flacher hätte sie sein können, denn so viel Technik und Features beinhaltet das Gerät im Vergleich zu anderen Trackern nicht.

Display & Bedienung

Viele wird es freuen, dass Xiaomi auch Verbesserungen an dem Display vorgenommen hat. Das OLED-Panel ist nun im Vergleich zum Vorgänger mit 0,78 Zoll zwar nur etwas größer, bietet aber mit 128 x 80 Pixel eine verbesserte Auflösung. Das Displayupgrade verbessert im direkten Vergleich zum Vorgänger die Ablesbarkeit von Anzeigen und Benachrichtigungen spürbar.

Voreingestellt ist das Display deaktiviert. Erst durch ein Tippen auf die Softtouch-Taste unterhalb des Displays, wacht es auf und lässt sich ablesen. In der Mi Fit App lassen sich aber auch andere Optionen auswählen. So kann eingestellt werden, dass ein Wisch über das Display dieses aktiviert oder eine typische Armbewegung das Display aktiviert. Letztere Option kann zeitlich sogar eingeschränkt werden, so dass störendes Leuchten durch eine ungewollte Armbewegung im dunklen Schlafzimmer vermieden werden kann.

Leider ist das Display nicht immer gut ablesbar. Kurz gesagt, je heller die Umgebung, desto schlechter die Ablesbarkeit. Das geht sogar so weit, dass Display draußen bei gutem Wetter nicht ablesbar ist. Außer in schattigeren Umgebungen. Hier in Beispiel bei gutem Wetter im Schatten:

Xiaomi Mi Band 3 Display
Xiaomi Mi Band 3 Display

Außerhalb des Schattens sieht das aktivierte Display in hellen Umgebungen wie ein deaktiviertes Display aus, also praktisch schwarz. Im Büro oder zu Hause beispielsweise geht die Ablesbarkeit aber in Ordnung.

Neben der Softtouch-Taste beherrscht das Display auch Wischgesten. Über diese navigiert man mittels hoch/runter und seitlichen Gesten recht zuverlässig durch die Menüs. Gibt es Menüpunkte zum Auswählen, wie etwa die Stoppuhr starten, drückt man einfach die Softtouch-Taste etwas länger fest.

Einrichtung

Xiaomi Mi Band 3 - Mi Fit App
Mi Fit App

Holprig kann sich die Ersteinrichtung gestalten, wenn man mit Xiaomi noch nicht in Berührung gekommen ist. Das Bluetooth-Koppeln an sich mit einem iPhone war problemlos möglich, die Einrichtung eines Accounts jedoch nicht. Wir wählten die Option einen neuen Account bei Mi zu eröffnen. Dort gibt es dann zwei Optionen: sich per E-Mail oder Handynummer bei Xiaomi zu registrieren.

Mehrmals wählten wir die E-Mail-Option und warteten vergeblich mehr als einen Tag auf die angekündigte Mail, die einen Bestätigungslink beinhalten und auf den man klicken sollte. Anscheinend ist eine erfolgreiche Registrierung reine Glücksache und davon abhängig bei welchem Mailprovider man ist. Erst als wir ein Gmail-Konto angeben, kommen wir innerhalb von Sekunden weiter. Eine kurze Internetrecherche ergab, dass ähnliche Probleme beim Einrichten von Xiaomi Accounts schon lange existieren und anscheinend immer noch nicht gelöst sind.

Schafft man diesen Schritt, gestaltet sich das weitere Einrichten des Xiaomi Mi Band 3 im Test ohne Probleme. Das Fitnessarmband zieht sich ein Update aus dem Netz, das unter anderem dafür sorgt, dass auf dem Gerät auch Englisch zur Verfügung steht. Deutsch ist derzeit noch nicht auswählbar, außer in der App.

Im Alltag

Wie das Mi Band 2 verfügt der Tracker der dritten Generation über einen Pulsmesser und das übliche Fitness Tracking. Leider verfügt auch das Mi Band 3 nicht über einen GPS-Empfänger, was man bei dem Preis und Formfaktor aber auch nicht wirklich erwarten kann. Es synchronisiert sich mit der Xiaomi Mi Fit App, wobei die Kopplung zu anderen Apps möglich ist. Wir lassen die Daten beispielsweise automatisch auch zu Apples Health App übertragen, so dass man noch mehr von den aufgezeichneten Daten rauskitzeln kann.

Wir werden diesen Abschnitt demnächst erweitern. Erst müssen wir noch mehr paar Daten sammeln. Einige Screenshots haben wir aber schon.

Und noch die Schlafanalyse, die bislang recht zuverlässig funktioniert:

Mi Band 3: Sportliche Aktivitäten

In unserem Mi Band 3 Praxis-Test nehmen wir das Fitnessarmband exemplarisch zum Laufen mit. In der Mit Fit kann zwischen Laufen, Laufband, Radfahren und Gehen gewählt und eine entsprechende Aktivität auf dem Gerät gestartet werden. Auf dem Tracker selbst kann man manuell leider keine Aktivität starten, so dass man immer auf die App und das Smartphone angewiesen ist. Das Fehlen dieser Option auf dem Tracker selbst, finden wir etwas rätselhaft. Mittels Update bessert der Hersteller hoffentlich bald nach.

Unter den Sport-Highlights befinden sich neben dem Pulsmesser auch die Option den GPS-Empfänger des Smartphones zu nutzen. Einen eigenen GPS-Empfänger hat das Wearable nicht. Fortschrittlichere Features wie beispielsweise Aussagen über die Trainingsbelastung oder dem Erholungsstatus finden sich auf dem Mi Band 3 leider nicht wieder.

Laufen

Wir nehmen also das Smartphone mit, um GPS-Daten verarbeiten zu können. Dabei werden Geschwindigkeit, Distanz als auch die zurückgelegte Strecke aufgezeichnet. Positiv überrascht haben uns in der Mi Fit App die Features „Hohe-Herzfrequenz-Warnung“ sowie die Tempo-Warnung, die man erst aktivieren muss. Und tatsächlich warnte die Tempo-Warnung via Vibration am Handgelenk mehrmals davor, dass das eingestellte Tempo unterschritten wird. Was die Herzfrequenzwarnung angeht, würden wir eher als allererstes auf die Signale des eigenen Körpers hören, als uns auf möglicherweise falsch gemessene Pulsdaten zu verlassen.

Xiaomi Mi Band 3 Display
Xiaomi Mi Band 3 Display

Das Display ist wie schon weiter oben erläutert leider nicht so gut, so dass man während des Trainings draußen oft Probleme mit der Ablesbarkeit hat. Das ist schade, denn eigentlich sind gerade für Läufer interessante Daten vorhanden. Dazu gehören die aktuelle Pulsfrequenz, das Tempo und weitere elementare Infos.

Nun zu den Trainingsergebnissen. Nach der Synchronisation mit der Mi Fit App sind jede Menge Daten vorhanden. Nachfolgend Beispielbilder:

Sogar Daten zur Schrittfrequenz und Schrittlänge liefert das Armband. Wie genau diese sind, lässt sich leider schwer sagen. Zumindest die Aufzeichnung zur Schrittfrequenz scheint gut zu sein, denn die im Screenshot zu sehende konstante Schrittfrequenz entspricht durchaus der der lockeren und laufkonstanten Trainingseinheit.

Xiaomi Mi Band 3 Schrittfrequenz
Xiaomi Mi Band 3 Schrittfrequenz

Pulsgenauigkeit und GPS

Während des Trainings war auch ein Polars H10 Brustgurt dabei, um gegenzumessen, ob der Pulsmesser den Puls genau genug misst. So sieht das Ergebnis für den mitgenommenen HR-Brustgurt aus:

Polar H10 Brustgurt
Polar H10 Brustgurt

Leider lässt sich die Trainingseinheit des Mi Band 3 nicht exportieren. Deshalb können wir die HR-Kurven nicht direkt übereinander legen. Wenn man sich beide Aufzeichnungen aber anschaut, so erkennt man, dass das Mi Band 3 nicht ganz mit dem Brustgurt mithalten kann, aber zumindest für konstante Lauftrainings (Joggen) durchaus realistische Werte liefert. Die Durchschnittswerte lassen sich jedenfalls auch sehen:

  • Polar H10 HR-Brustgurt:
    • Durchschnitt:151 S/min
    • Max.:170 S/min
  • Mi Band 3
    • Durchschnitt: 152 S/min
    • Max.:172 S/min

Die vom Smartphone (iPhone 8 Plus) gelieferten GPS-Daten, scheint das Mi Band 3 im Test nicht gut auszuwerten. Jedenfalls spiegelt das der folgende Screenshot wider, der unseren bisherigen Erfahrungen mit dem Smartphone und anderen Fitnessarmbändern widerspricht:

Xiaomi Mi Band 3 GPS-Test
Xiaomi Mi Band 3 GPS-Test

Die Laufstrecke liegt teils meterweit neben der tatsächlich zurückgelegten Strecke. Wir werden das nochmal gegentesten, denn ein Smartphone kann auch mal ein schlechten Tag haben.

Xiaomi Mi Band 3 Kaufen: Preise und Verfügbarkeit

Das Mi Band 3 ist inzwischen auch hierzulande verfügbar. Der Preis liegt derzeit (Anfang Juli 2018) bei etwas über 40 EUR, je nachdem welchen Anbieter man wählt. In China ist es für etwa 23 Euro (169 Yuan) zu haben, eine NFC-Version für 26 Euro. Die NFC-Version ermöglicht, zunächst nur in Asien, das bargeldlose Bezahlen.

Fazit

Unser ausführlicher Praxis-Test läuft derzeit, so dass wir uns hier noch kein finales Fazit erlauben können. Auf der einen Seite stehen jetzt schon einige Dinge, die uns nicht überzeugen konnten. Darunter gehört eine holprige Einrichtung. Auch das Akkuladekonzept ist nicht gelungen und das Display ist teils sehr schlecht ablesbar.

Auf der anderen Seite steht ein günstiger Preis und ein einfacher und unkomplizierter Aktivitätstracker. Der Tracker eignet sich aus unserer Sicht eher für Menschen, die einfach ihre Schritte zählen und ihren Schlaf sowie einfache Sportaktivitäten wie das Joggen aufzeichnen möchten. Dabei stört sie die Mitnahme eines Smartphones und das Fehlen erweiterter Sportfunktionen nicht.

Für Sportler, die auf eine zuverlässige Ablesbarkeit angewiesen sind oder sich separate Sportprofile mit erweiterten Fitnessdaten und Einstellungsmöglichkeiten wünschen, ist das Mi Band 3 nicht wirklich geeignet.

Alles Weitere folgt in den nächsten Tagen…

Mi Band 3:

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*Der günstigste Preis kann inzwischen höher oder niedriger sein.

Xiaomi Mi Band 3 Test – Übersicht

  • Preis-Leistung
  • Mi Fit App
  • Display
  • Ladekonzept

Testbericht Änderungshistorie

  • 01.06.18 – Erste Infos
  • 03.07.18 – Beginn Test Xiaomi Mi Band 3 in der Praxis
  • 07.07.18 – Lauftest

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Ratlos? Tipp: bei Amazons Tracker Bestsellerliste findet man oft Ideen für ein passendes Gerät. Beliebte Hersteller wie Fitbit, Garmin, Polar und mehr sind vertreten:

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