Fitness-TrackerSportuhr

Amazfit GTR 3 Pro Test: Was super ist und wo noch Feinschliff fehlt

Die sportliche Smartwatch beeindruckt mit viel Technik in flachem Gehäuse

Im Amazfit GTR 3 Pro Test stellen wir Euch die soeben angekündigte brandneue Smartwatch vor. In einem flachen Gehäuse sorgen zahlreiche Sensoren für vielfältige Sport- und Gesundheitsfunktionen. Weitere Highlights sind ihr kontrastreiches, gestochen scharfes AMOLED Ultra HD-Touchdisplay, eine klassische Navigationskrone sowie lange Akkulaufzeiten von etwa 12 Tagen bei typischer Nutzung.

Wir haben schon einige Dinge getestet und die Ergebnisse hier im Erfahrungsbericht dokumentiert. Aufgrund der großen Funktionsvielfalt, kommen nach und nach weitere Details hinzu. Vorab verraten: die Uhr konnte uns in vielen Aspekten beeindrucken, aber es ist ihr auch anzumerken, dass vor allem softwareseitig Feinschliff nötig ist. Es stehen verschiedene Farbvarianten zur Auswahl.

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Amazfit GTR 3 Pro: Die Highlights

Mit der Amazfit GTR 3 Pro bringt das chinesische Unternehmen Zepp Health, früher als Huami bekannt, eine Fitness-Smartwatch mit zahlreichen Funktionen und Sportprofilen auf den Markt. Unter anderem helfen diese dabei, dass Nutzer ihre Gesundheit und ihren Lebensstil besser einordnen und teilweise mit anderen Nutzern vergleichen können.

Folgende Highlights und besondere Merkmale heben die Uhr von anderen Modellen ab. Hier in unserem Test werden wir sie uns genauer anschauen:

Amazfit GTR 3 Pro
Amazfit GTR 3 Pro

Besonderheiten

  • 1.45″ AMOLED Ultra HD (331 ppi) Farbdisplay mit bis zu 1000 Nits Helligkeit (mit Always-On Option)
  • Unterstützung für die Satelliten-Systeme GPS (A-GPS), GLONASS, Galileo, BDS, QZSS
  • motorisch-haptische Bedienung mit klassischer Navigationskrone
  • 150+ verschiedene Sportmodi inkl. Virtual Pacer
  • 4-in-1-Gesundheitsmessung innerhalb weniger Sekunden: Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung im Blut, Stresslevel und Atemfrequenz
  • Alarmfunktion bei abnormaler Herzfrequenz
  • Automatische Schlaf- und Nickerchen-Erkennung
  • betrieben mit eigenentwickeltem Betriebssystem Zepp OS
  • Alexa Sprachassistent, 2,3 GB Musikspeicher
  • Gespräche direkt über integriertes Mikrofon und Lautsprecher führen

Weiteres

  • 24×7 Aktivitätstracking (Schritte, detaillierte Schlafauswertung, Herz- und Atemfrequenz und mehr)
  • Fruchtbarkeits- und Eisprungvorhersage
  • mit 32 Gramm sehr leicht
  • 5 ATM Wasserdichtigkeit und somit für einfaches Schwimmen geeignet
  • Smartphone-Benachrichtigungen
  • Quick-Release-Mechanismus zum schnelleren Wechsel von Armbändern
  • Akkulaufzeit: 12 Tage Akkulaufzeit bei typischer Nutzung
Tipp zur Tabellensteuerung: Mobilgerät: Wischen, Desktop: linker Mausklick irgendwo in Tabelle, dann mit den links-/rechts-Tasten der Tastatur.
Amazfit GTR 3 Pro vs Apple Watch 7 vs Fitbit Versa 3 vs Garmin Venu 2 vs Huawei Watch 3 vs Samsung Galaxy Watch 4 (kurz)
 Amazfit GTR 3 ProApple Watch 7 (45mm)Fitbit Versa 3Garmin Venu 2 (45mm)Huawei Watch 3Samsung Galaxy Watch 4 (44mm)
Amazfit GTR 3 Pro (Bild: Amazfit)Apple Watch 7 (Bild: Apple)Fitbit Versa 3 (Bild: Fitbit)Garmin Venu 2: Neues BenutzerinterfaceHuawei Watch 3Samsung Galaxy Watch 3
BetriebssystemZepp OSwatchOSFitbit OSGarminHarmonyOS 2.0Android Wear
Display-Eigenschaften1.45" AMOLED Ultra HD
480 x 480 Pixel
bis zu 1000 Nits Helligkeit
Always-On Option
Retina Display
484 x 396 Pixel
bis zu 1000 Nits Helligkeit
Always-On Option
1.58" AMOLED
336 x 336 Pixel
bis zu 1000 Nits Helligkeit
Always-On Option
1,3" AMOLED
416 x 416 Pixel
Nits: k.A.
Always-On Option
1.43" AMOLED
466 x 466 Pixel
Nits: k.A.
Always-On Option
1.4" Super AMOLED
450 x 450 Pixel
Nits: k.A.
Always-On Option
Integr. Sportprofile150+
16+2025+100+90+
Satelliten-SystemeGPS, GLONASS, Galileo, BDS, QZSSGPS, GNSSGPS, GLONASSGPS, GLONASS, GalileoGPS, GLONASS, Galileo, BDSGPS, GLONASS, Galileo, BDS
Wasserdicht
Akkulaufzeit
(typ. Nutzung)
5 ATM
12 Tage
5 ATM
18 Stunden
5 ATM
6 Tage
5 ATM
11 Tage
5 ATM
3 Tage
5 ATM
k.A.
Stress
Atemfrequenz
Lautsprecher/Mic
Musikspeicher
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Ja
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Amazfit GTR 3 Pro

Im Amazfit GTR 3 Pro Test haben wir die Variante mit braunem Lederarmband vor Ort. Sie ist bereits ein Kandidat für unsere Bestenliste für Fitnessuhren. Allerdings ist vorher noch einiges an Feinschliff nötig, vor allem softwareseitig. Aber, der Reihe nach…

Äußerlich kommt sie in ihrem klassischen Design elegant rüber und ähnelt vergleichbaren Modellen wie beispielsweise der Huawei Watch 3. Auffällig ist ihr sehr leichtes (32 Gramm) und flaches Gehäuse, das dennoch jede Menge Technik und Akku enthält. Laut Hersteller handelt es sich um eine robuste Flugzeugaluminium-Legierung. Die Unterseite ist dabei aus Kunststoff.

Amazfit GTR 3 Pro: Unterseite aus Kunsstoff
Amazfit GTR 3 Pro: Unterseite aus Kunsstoff

Im Lieferumfang ist neben der hochwertigen Uhr nicht viel enthalten: ein magnetisches USB-Ladekabel sowie ein paar Info- und Garantiezettel. Ein für Sportaktivitäten geeignetes Wechselarmband wie es etwa bei einer Sense von Fitbit mitgeliefert wird, ist leider nicht dabei. Es ist also bei Bedarf ratsam, vor allem bei Wassersportaktivitäten, sich ein entsprechendes 22 mm-Armband zu kaufen. Mit Hilfe des Quick Release Mechanismus ist der Wechsel sehr schnell und einfach möglich.

Amazfit GTR 3 Pro: angenehm zu tragen
Amazfit GTR 3 Pro: angenehm zu tragen

Aufgrund des sehr geringen Gewichts, macht sich die Uhr beim Tragen kaum bemerkbar. Ein Vorteil dabei ist, dass sie in der Regel problemlos auch nachts getragen werden kann. Dadurch profitieren Nutzer von allen wichtigen nächtlichen Trackingfeatures. Etwa Atem- und verschiedene Herzfrequenzmessungen sowie Messungen zur Schlafqualität. Modelle mit größerem Gewicht werden nachts weniger gerne getragen, da sie als störend empfunden werden. Deswegen fehlen bei diesen Modellen dann auch Messungen mit wichtigen Gesundheitsmetriken.

Amazfit GTR 3 Pro: Zahlreiche Gesundheitsmetriken
Amazfit GTR 3 Pro: Zahlreiche Gesundheitsmetriken

GTR 3 Pro: Display

Die GTR 3 Pro von Amazfit verfügt über ein überzeugendes 1,45 Zoll Ultra HD AMOLED-Display mit Touchunterstützung. Die Eckdaten gehören zu den besten, die derzeit auf einer Smartwatch zu finden sind. Darunter eine Auflösung von 480 x 480 Pixel (mit 331 ppi, Pixel per Inch), aufgrund des schmalen Rahmens ein hervorragendes Verhältnis von Bildschirm zu Gehäuse von 70,6 % oder auch eine Helligkeit bis zu 1000 Nits. Dadurch können wir das Display in unserem Test auch bei hellem Sonnenlicht sehr gut ablesen. In dunklen Umgebungen sowieso. Der integrierte Umgebungslichtsensor sorgt bei Bedarf für die automatische Anpassung der Helligkeit an die Umgebung.

Amazfit GTR 3 Pro: Tolles Display
Amazfit GTR 3 Pro: Tolles Display

Zahlreiche Einstellungsoptionen erlauben die Einstellung des Verhaltens nach eigenem Geschmack. Per Default ist es ausgeschaltet und beispielsweise mittels entsprechender Armbewegung aktivierbar. In den Einstellungen ist eine Always-On-Option zu finden, die sich natürlich auf die Akkulaufzeit auswirkt. Sie sorgt dafür, dass wichtige Daten wie Uhrzeit, Datum und Herzfrequenz stets auf dem Display ablesbar sind und lässt sich auch so konfigurieren, dass das Display nur zwischen definierten Uhrzeiten eingeschaltet ist.

Auch für Sportaktivitäten ist eine Option vorhanden. Bei Bedarf bleibt dann das Display im Sportmodus während einer Aktivität inklusive aller Daten dauerhaft eingeschaltet. So entfällt die Armbewegung, die präzise ausgeführt werden muss, damit sich das Display aktiviert. Sportler haben ihre Daten und Metriken stets zuverlässig im Blick.

GTR 3 Pro: Bedienung

Die Menüführung und Steuerung der Amazfit GTR 3 Pro erfolgt über zwei Tasten auf der rechten Seite des Gehäuses, von der die obere eine klassische Drehkrone mit integrierter Tastenfunktion und haptischem Feedback durch einen Linearmotor ist. Bekannt beispielsweise von der Apple Watch. Außerdem unterstützt das Touch-Display Tipp- und Wischgesten.

Amazfit GTR 3 Pro: oben Drehkrone, unten Taste
Amazfit GTR 3 Pro: oben Drehkrone, unten Taste

Betrieben wird die Uhr mit dem eigenentwickelten Betriebssystem Zepp OS, das Mitte des Jahres 2021 vorgestellt wurde und ein bisschen Android Wear ähnelt. Hier gibt es eine FAQ zum Zepp OS. Und an dieser Stelle scheint der weiter oben erwähnte Feinschliff nötig zu sein. Die Ersteinrichtung via Bluetooth über das Smartphone (bei uns ein iPhone 8 Plus) und einer installierten Hersteller-App (Zepp) verläuft zwar schnell und unproblematisch. Auch die Steuerung durch die Menüs der Uhr ist in der Regel gut.

Im Test der GTR 3 Pro ist uns aber die Bedienung nicht immer positiv in Erinnerung geblieben. Sie wirkt auch mal hakelig. Das gilt für die Touch- als auch Kronen-Steuerung. Hinzu kommen kleinere Darstellungsfehler, wie beispielsweise übereinanderliegende und somit unlesbare Ziffern zur Herzfrequenz im Hauptbildschirm. Während einer längeren GPS-Aktivität mit dem Fahrrad ist das Betriebssystem auch mitten drin abgestürzt. Ein Neustart der Uhr und eine verlorene Aktivität war die Folge. Andere Aktivitäten, bei denen es zu keinem Absturz kam, wurden korrekt aufgezeichnet.

Das sind aber bei einem neuen Betriebssystem alles Dinge, die man aus anderen Bereichen auch kennt und vermutlich via Softwareupdates behoben werden können. Eine Betaversion (8.16.7.1) der Software konnte bei uns anscheinend schon einige der oben aufgeführten Fehler beheben. Hilfreich ist, dass fast alles, was auf der Uhr einstellbar ist auch über die App einstellbar ist. Dies bieten die meisten uns bekannten Hersteller nicht in der Vielfalt. Generell ist die App sehr gut aufgebaut und mit ausführlichen Erläuterungen zu praktisch allen Daten sehr informativ und aufschlussreich.

Das offene Betriebssystem Zepp OS und somit die Uhr lässt sich mit weiteren Apps erweitern. Diese sind in der App im eigenen App Store aufsuch- und installierbar. Allerdings finden sich dort derzeit größtenteils zahlreiche Watch Faces. So viel wurde aber vorab verraten: 10 Apps, einschließlich Home Connect und Strava, sollen schon bald zur Verfügung stehen.

Insgesamt ist die Bedienung sehr einfach und intuitiv. Auf Daten lässt sich schnell zugreifen. Die Uhr lässt sich hoffentlich bald auch mit einem wachsenden Ökosystem in ihrer Funktionalität erweitern.

Alltag und Gesundheitsfunktionen

Im Alltag versorgt die Amazfit GTR 3 Pro Nutzer neben Smartphone-Benachrichtigungen mit zahlreichen Gesundheitsmetriken. Dazu gehören beispielsweise Schritte, verbrauchte Kalorien, detaillierte Schlafdaten, Atemfrequenz sowie die Herzfrequenz, die rund um die Uhr erfasst wird. Im Test hat uns vor allem das Schlaftracking des Herstellers beeindruckt. Die Smartwatch hat nicht nur die Schlafzeiten korrekt erfasst, sondern darüber hinaus auch automatisch Nickerchen (Naps) mitten am Tag erkannt und aufgezeichnet. Naps werden vom Hersteller speziell beworben.

Dabei entsteht am Ende ein Sleep Score in Form einer einfachen Zahl, die sich leicht mit anderen Nächten und Nutzern vergleichen lässt. So können Nutzer in der App auch genau einsehen: wie war mein Schlaf in Vergleich zu anderen Tagen und wie schlafe ich im Vergleich zu anderen Nutzern der App. Die Zahl setzt sich zusammen aus nächtlichen Messungen zu Schlafzeiten und -phasen, Herzfrequenz, Wachzeiten, Atemfrequenz und mehr. Je höher der Wert, desto besser und erholsamer war der Schlaf.

Eine besondere Funktion bringt die Uhr noch mit: ein separater Menüpunkt erlaubt es vier Gesundheitsmetriken mit nur einem Tastendruck zu messen. Zu diesen zählen Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung, Stresslevel und Atemfrequenz. Innerhalb von ca. 45 Sekunden nach Starten der Funktion erhalten Nutzer das Ergebnis auf dem Display präsentiert. Möglich wird sie durch den fortschrittlichen BioTracker PPG 3.0 Sensor mit sechs Fotodioden, der laut Hersteller mehrere Gesundheitsmetriken gleichzeitig messen und das optische Licht effizienter nutzen kann.

Amazfit GTR 3 Pro: Radfahren automatisch erkannt (AI)
Amazfit GTR 3 Pro: Radfahren automatisch erkannt (AI)

Bestimmte Aktivitäten erkennt das Gerät automatisch, nachdem diese in der App freigeschaltet wurden, darunter:

  • Gehen
  • Radfahren und Laufen im Freien
  • Laufband
  • Schwimmen im Schwimmbad
  • Elliptical
  • Indoor Rudern

Im Test haben wir Radfahren ausprobiert. Und tatsächlich wird auch schon nach kurzen Distanzen (< 1 km) das Radfahren als solches erkannt und eine entsprechende Aktivität inklusive GPS-, Geschwindigkeits- und Herzfrequenz-Aufzeichnungen und mehr automatisch gestartet und aufgezeichnet (siehe Bild unten: Einträge mit „AI“).

Amazfit GTR 3 Pro: Radfahren automatisch erkannt (AI)
Amazfit GTR 3 Pro: Radfahren automatisch erkannt (AI)

Viele andere Hersteller erkennen zwar auch bestimmte Aktivitäten automatisch. Allerdings erfolgt nach der Aktivität lediglich eine Markierung und Eintrag darüber, was erkannt wurde. Weitere Metriken oder GPS-Aufzeichnungen erfolgen nicht.

GPS-Aktivitäten

Amazfit GTR 3 Pro: unterstützte Satelliten-Systeme
Amazfit GTR 3 Pro: unterstützte Satelliten-Systeme

Im Amazfit GTR 3 Pro Test haben wir auch schon einige GPS-Aktivitäten unternommen, um uns von den Ortungsfunktionen zu überzeugen. Beeindruckend die Anzahl unterstützter Satelliten-Systeme: GPS, GLONASS, Galileo, BDS, QZSS. Unterstützt wird auch A-GPS, um über stets aktuelle Satelliteninformationen zu verfügen. So entfällt ein oft langes Warten darauf, dass die Position der Uhr lokalisiert wird.

In den Einstellungen kann zwischen diversen Modi gewählt werden (siehe Screenshot rechts), beispielsweise:

  • Präzisionsmodus: der Name verrät es. Es geht um die präziseste Aufzeichnung, die mit der Uhr möglich ist. Dabei werden laut Hersteller alle unterstützte Satelliten-Systeme angepeilt.
  • Ausgeglichener Modus: GPS+GLONASS
  • Akkuschonender Modus: Low Power GPS
  • Benutzerdefiniert: der Nutzer kann selbst aus bestimmten Kombinationen wählen

Für unsere Aktivitäten wählen wir den Präzisionsmodus. Zur Auswahl stehen unzählige, vorinstallierte Aktivitäten (ca. 150) aus den Kategorien Indoor und Outdoor, die stets schnell über die untere Taste erreicht werden können. Darunter beispielsweise Laufen, Radfahren, Snowboarding, Laufband, Gewichte, allgemeine Workouts und vieles mehr. Weil das Gehäuse bis 5 ATM wasserdicht ist, übersteht sie auch die Mitnahme ins Schwimmbad. Allerdings sollten Nutzer nicht mit der Uhr Tauchen und ins Wasser springen. Es sind bei 5 ATM einfache Schwimmaktivitäten gemeint.

Nutzer können nach Auswahl einer Aktivität individuelle Einstellungen vornehmen. Nachfolgend Beispielbilder für einige Einstellungsoptionen. Läufer können gar mit Hilfe eines Schrittfrequenz-Assistenten trainieren, was bei nur wenigen Sportuhren zu finden ist, wie etwa auf Uhren von Garmin. Ein kleiner Auszug möglicher Einstellungen:

Für den Anfang wählen wir die Rad-Aktivität aus. In weniger als 1 Sekunde (!) war die Uhr inklusive Ortung startklar. Das haben wir auf einer Sportuhr in der Kürze auch noch nicht erlebt.

Amazfit GTR 3 Pro Test: GPS Aktivität
Amazfit GTR 3 Pro Test: GPS Aktivität

Während der Aktivität sind diverse Metriken und andere Ansichten über Wischgesten auf dem Display ersichtlich. Darunter auch der Musicplayer. Die Krone kann für das Wechseln der Ansichten leider nicht eingesetzt werden, was sehr schade ist. Gerade bei schwitzigen Fingern könnte sie enorm hilfreich sein. Der Hersteller sollte aus unserer Sicht diesen Vorteil ausspielen und die Funktion via Softwareupdate nachliefern. Über die Krone kann lediglich die Aktivität durch Drücken pausiert, über die untere Taste Runden markiert werden.

Nach dem Beenden der Aktivität gibt es natürlich auch eine Zusammenfassung über die wichtigsten Daten. Ein kleiner Auszug:

In der App sind nach der Synchronisierung detailliertere Daten und Darstellungen verfügbar, so dass Nutzer die Aktivität und ihre Auswirkungen besser verstehen können. Eine GPS-Aktivität ist übrigens auch als GPX-Datei exportierbar, so dass sie in andere Tools importiert und analysiert werden kann.

Für eine gezielte und seriöse Wettkampfvorbereitung wie einen Halbmarathonlauf halten wir die Uhr aber eher für ungeeignet, da wir beispielsweise keine Option für Trainingspläne finden konnten. Auch keine Option, die während eines Trainings einen zuverlässigeren HR-Brustgurt in das Training einbinden kann. Wer mehr in die Richtung schielt, sollte sich auch bei anderen Herstellern umschauen, beispielsweise Modelle von Garmin oder Polar. Erfreulich für Sportler ist jedoch die Existenz der Option HR-Broadcast, die die aktuelle Herzfrequenz an kompatible Geräte und Apps weiterleitet.

Genauigkeit GPS

Der GPS-Empfänger liefert im Test der GTR 3 Pro im Präzisionsmodus insgesamt sehr gute Ergebnisse. Die Darstellung unserer Radfahrt über ca. 5 Kilometer sieht auf den ersten Blick gut aus und entspricht der tatsächlich gefahrenen Strecke:

Amazfit GTR 3 Pro: GPS-Raktivität
Amazfit GTR 3 Pro: GPS-Raktivität

Auch die Brücke und enge Passagen werden sehr gut erfasst, was nicht einfach ist wie wir aus Erfahrung aus Tests mit anderen Sportuhren wissen. Auch die Strecke unter der Unterführung bringt die Uhr nicht durcheinander. Sogar sehr enge Kurven werden ohne Probleme korrekt aufgezeichnet:

Anrufe, Benachrichtigungen, Assistenten

Im Test der GTR 3 Pro von Amazfit konnten wir uns noch nicht alle Funktionen anschauen. Es stehen noch eine Reihe hochinteressanter Merkmale zur Auswahl, auf die wir noch ganz sicher einen Blick werfen werden. Darunter auch eine Freisprechfunktion, mit der Nutzer mit Hilfe des integrierten Mikrofons und Lautsprecher frei telefonieren können sollen. Der Lautsprecher kann auch aktiviert werden, wenn der Musicplayer der Uhr läuft. Das funktioniert schon mal, davon konnten wir uns in der Praxis bereits überzeugen. Die Smartwatch verfügt übrigens über ca. 2,3 GB eingebauten Speicher, der etwa 470 Songs aufnehmen kann.

Smartphone-Benachrichtigungen werden zuverlässig auf das Display der Uhr übermittelt, solange das Smartphone in der Nähe ist. In der Zepp App müssen aber zuvor Apps gezielt ausgewählt werden, beispielsweise Twitter oder Signal.

Die Uhr unterstützt auch den Assistenten Amazon Alexa. So können Nutzer etwa Alexa bitten ihre Aufgabenliste zu überprüfen oder ihr Smart Home zu steuern. Außerdem ist ein Offline-Sprachassistent auf der Uhr integriert, mit dessen Hilfe auch freihändig ein Training gestartet oder ein Alarm eingestellt werden kann, auch wenn die Uhr nicht online ist.

Akkulaufzeiten

Amazfit gibt für die GTR 3 Pro bei typischer Nutzung eine erreichbare „bis zu“ Akkulaufzeit von 12 Tagen an. Der Hersteller macht zwar keine genauen Angaben darüber, wie eine typische Nutzung definiert ist. Wir gehen aber davon aus, dass er damit meint, dass Nutzer nicht alle verfügbaren Merkmale gleichzeitig aktivieren.

Es ist aufgrund der wenigen Tage, die wir bislang die GTR 3 Pro testen konnten noch zu früh, um über detaillierte Akkulaufzeiten zu berichten. Aber, was wir bislang wissen ist, dass die 12 Tage derzeit vermutlich nicht mit allen aktiven Merkmalen zu erreichen sind. Wir haben sie nämlich alle aktiviert, die Displayhelligkeit hochgedreht, viel mit dem Gerät und aktivem Display experimentiert und einige GPS-Aktivitäten unternommen. Von der Always-On Funktion des Displays wurde allerdings nicht durchgängig Gebrauch gemacht. Nach nun 5 Tagen zeigt die Uhr noch 16% an. Immerhin. Das lässt zumindest hoffen, dass die 12 Tage bei etwas typischerer Nutzung zu erreichen sind.

Alternativen

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Die GPS-Uhr Garmin Venu sowie Venu 2 mit AMOLED-Display bieten einige Sportfunktionen mehr, aber weniger Gesundheitssensoren.
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Die Fitbit Versa 3 ist ähnlich aufgestellt, konzentriert sich aber mehr auf Fitnessfunktionen. Unter anderem ist aber ein GPS-Empfänger integriert.
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Mit der Huawei Watch 3 steht ein Konkurrent mit vergleichbarer Ausstattung zur Auswahl.
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Amazfit GTR 3 Pro Test: Fazit (vorläufig)

Im Amazfit GTR 3 Pro Test konnte uns die smarte Fitnessuhr in vielen Bereichen überzeugen, zeigt aber auch, dass dem Hersteller noch etwas Arbeit bevorsteht. Hier ist vor allem die Bedienung des neuen Betriebssystems gemeint, das in Teilen noch etwas unreif wirkt. Fitness- und Gesundheitsfunktionen sowie die Präzision der Sensoren überzeugen bislang jedoch. Wir werden die Uhr weiter beobachten und testen und diesen Erfahrungsbericht entsprechend ergänzen.

Die Amazfit GTR 3 Pro ist ab sofort in verschiedenen Ausführungen verfügbar. Sie kostet ab 199,99 EUR (UVP).

Hinweis: Für den Test wurde uns das Gerät von Amazfit unter NDA über einen längeren Zeitraum zur Verfügung gestellt. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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Bewertung (vorläufig)

Handhabung
Akkulaufzeit
Ausstattung
Software
Verarbeitung

Gesamt

Die vielfältige Ausstattung lässt kaum was zu wünschen übrig. Allerdings muss noch an der Bedienung nachgearbeitet werden.

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