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Garmin Uhren mit EKG: Alle Modelle in der Übersicht

Welche Garmin-Uhren die EKG-App in Deutschland unterstützen, wie du eine Aufnahme startest und was die Ergebnisse bedeuten

Viele aktuelle Garmin-Uhren verfügen über eine EKG-Funktion, die auch in Deutschland offiziell verfügbar ist. Dazu gehören unter anderem die Venu 3 und Venu 4, die Forerunner 970 sowie verschiedene Modelle der Fenix-, Epix- und Enduro-Reihe. Ob du das EKG auf einer Garmin-Uhr nutzen kannst, hängt allerdings vom genauen Modell, der installierten Softwareversion und der Freigabe in deinem Land ab.

Mit der EKG-App zeichnet die Garmin-Uhr innerhalb von 30 Sekunden die elektrische Aktivität des Herzens auf und kann dabei Hinweise auf Vorhofflimmern erkennen. Die Auswertung bezieht sich jeweils auf diese einzelne Aufnahme und ist keine dauerhafte Überwachung des Herzrhythmus. Dass selbst eine technisch unterstützte Garmin-Smartwatch nicht überall dieselben Funktionen bietet, zeigt die Venu 2 Plus: Sie unterstützt die EKG-App grundsätzlich, ist dafür in Deutschland jedoch nicht offiziell freigegeben.

Welche Garmin-Uhren haben in Deutschland eine EKG-Funktion?

Die folgende Übersicht enthält alle Modelle, die Garmin am 3. September 2026 für die EKG-App in Deutschland nennt. Voraussetzung ist jeweils mindestens die angegebene Version der Uhrensoftware. Eine neuere reguläre Version ist ebenfalls geeignet.

Garmin-Uhren mit offiziell verfügbarer EKG-App in Deutschland, Stand September 2026
Familie Unterstützte Modelle Mindestsoftware Wichtig zu wissen
D2 D2 Air X15
D2 Mach 1 Pro
D2 Mach 2
D2 Mach 2 Pro
14.09
14.68
17.16
21.04
Spezialmodelle für die Luftfahrt
Enduro Enduro 3 11.28 Auf lange Akkulaufzeiten ausgelegte Outdoor-Uhr
Epix Epix Pro (Gen 2)
Epix Pro (Gen 2) Porsche Edition
14.68
15.77
Beide Varianten werden in Deutschland unterstützt
Fenix Fenix 7 Pro
Fenix 8
Fenix 8 Pro
Fenix 9
Fenix 9 Pro
14.68
11.28
16.56
5.27
5.27
Die Fenix 7 Pro ohne WLAN unterstützt die EKG-App nicht
Forerunner Forerunner 970 5.02 Aktuell das einzige unterstützte Forerunner-Modell
Quatix Quatix 7 Pro
Quatix 8
Quatix 8 Pro
14.68
15.31
20.24
Garmins Spezialreihe für Wassersport und Boote
Tactix Tactix 7 AMOLED
Tactix 8
14.68
12.57
Die Tactix 8 Cerakote unterstützt die EKG-App nicht
Venu Venu 3
Venu 3S
Venu 4
7.07
7.07
14.07
Fitness- und Gesundheitsmodelle für den Alltag

Zusätzlich zur passenden Uhr brauchst du eine aktuelle Garmin-Connect-App. Garmin weist darauf hin, dass die EKG-App bei einer Beta-Version der Uhrensoftware vorübergehend fehlen kann.

Sonderfall Venu 2 Plus: Die Venu 2 Plus besitzt die nötige EKG-Hardware und unterstützt die EKG-App grundsätzlich. Deutschland gehört bei diesem Modell jedoch nicht zu den von Garmin freigegebenen Regionen. Die EKG-App lässt sich hier deshalb nicht offiziell nutzen.

Welche Garmin-Uhr mit EKG passt zu dir?

Die EKG-App funktioniert auf den kompatiblen Garmin-Uhren nach demselben Grundprinzip. Eine teure Outdoor-Uhr bietet deshalb nicht automatisch eine umfangreichere EKG-Funktion als beispielsweise eine Venu. Mit dem Aufpreis bezahlst du vor allem für Unterschiede bei Gehäuse, Display, Akkulaufzeit sowie Karten-, Navigations-, Outdoor- und Trainingsfunktionen.

Welche Garmin-Uhr zu dir passt, hängt daher vor allem davon ab, was du neben dem EKG mit ihr machen möchtest. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede. Die Akkulaufzeiten sind Herstellerangaben für den Smartwatch-Modus und jeweils Maximalwerte. Displayeinstellungen, Satellitennutzung und andere aktivierte Funktionen können die Laufzeit im Alltag deutlich verkürzen.

Garmin-Uhren mit EKG nach Einsatzbereich, Größe und Akkulaufzeit
Modelle Größe und Display Akkulaufzeit Dafür eignet sich das Modell
Venu 3, 3S und 4 41 oder 45 mm, AMOLED Je nach Modell bis zu 10 bis 14 Tage Alltag, Gesundheit, Fitness und Telefonfunktionen
Forerunner 970 47 mm, AMOLED mit Saphirglas Bis zu 15 Tage Laufen, Triathlon, Trainingsanalyse und Karten
Fenix 9 und 9 Pro 43, 47 oder 51 mm, AMOLED; Fenix 9 Pro in 47 und 51 mm auch mit Solar-MIP Fenix 9 bis zu 29 Tage; Fenix 9 Pro bis zu 31 Tage, unter Garmins Solarbedingungen bis zu 57 Tage Outdoor, Multisport und Tauchen; Pro-Varianten zusätzlich mit Titan-Gehäuse und auf Wunsch mit inReach-Konnektivität
Fenix 8 und 8 Pro Fenix 8 mit 43, 47 oder 51 mm und AMOLED oder Solar-MIP; Fenix 8 Pro mit 47 oder 51 mm und AMOLED, zusätzlich 51 mm mit MicroLED Je nach Variante bis zu 10 bis 30 Tage, unter Garmins Solarbedingungen bis zu 48 Tage Outdoor, Multisport und Tauchen; Fenix 8 Pro zusätzlich mit LTE- und Satellitenkommunikation
Epix Pro (Gen 2) 42, 47 oder 51 mm, AMOLED Bis zu 10, 16 oder 31 Tage Outdoor, Karten und umfangreiche Trainingsfunktionen mit AMOLED-Display
Fenix 7 Pro 42, 47 oder 51 mm, Solar-MIP Bis zu 11, 18 oder 28 Tage, mit Solar je nach Variante länger Robuste Outdoor-Uhr mit Karten, langer Akkulaufzeit und Tastenbedienung
Enduro 3 51 mm, Solar-MIP Bis zu 36 Tage, unter Garmins Solarbedingungen bis zu 90 Tage Ultraläufe, lange Touren und möglichst lange Akkulaufzeit

Venu 3, Venu 3S und Venu 4: unser Tipp für den Alltag

Wenn du eine alltagstaugliche Garmin-Uhr mit EKG suchst, ist die Venu-Serie der naheliegende Einstieg. Zwischen Venu 3 und Venu 4 entscheidet nicht die EKG-Messung, sondern vor allem, wie viel Sport- und Outdoor-Ausstattung du zusätzlich möchtest.

Venu 3 und Venu 3S: die günstigere Alltagswahl

Die Venu 3 besitzt ein 45-Millimeter-Gehäuse mit Edelstahllünette und ein 1,4 Zoll großes AMOLED-Display. In unserem Test erreichte sie bis zu 14 Tage im Smartwatch-Modus. Die kleinere Venu 3S misst 41 Millimeter und kommt auf bis zu 10 Tage. Beide haben Lautsprecher und Mikrofon. Mit einem gekoppelten Smartphone kannst du Anrufe am Handgelenk annehmen und dessen Sprachassistenten nutzen.

Neben der EKG-App gehören Schlafcoach, Body Battery, HFV-Status, Stressmessung, Pulse Ox und mehr als 30 Sport-Apps zu den Stärken der Venu 3. In Garmin Connect lassen sich außerdem Menstruationszyklus und Schwangerschaft begleiten. Garmin hat auch einen eigenen Rollstuhlmodus mit angepassten Aktivitäten und Erinnerungen zur Gewichtsverlagerung integriert. Diese Mischung ist im Alltag oft nützlicher als die zusätzlichen Outdoor-Werkzeuge einer Fenix.

Garmin Venu 3 am Handgelenk während einer Aktivität
Die Venu 3 ist eine alltagstaugliche Garmin-Uhr mit EKG-App. Auf dem Foto ist die normale Herzfrequenzanzeige während einer Aktivität zu sehen, nicht die EKG-Aufnahme.

Geht es dir vor allem um EKG, Fitness und Alltag, bietet die Venu 3 ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Venu 4: mehr Sport- und Outdoor-Werkzeuge

Die Venu 4 ist das neuere Modell und ebenfalls mit 41 oder 45 Millimetern erhältlich. Garmin nennt bis zu 10 beziehungsweise 12 Tage Laufzeit. Multiband-GPS, LED-Taschenlampe und umfangreichere Trainingsfunktionen machen sie vielseitiger. Wenn dir diese Extras wichtig sind, ist sie die rundere Wahl. Offline-Karten für Wanderungen und Touren bietet aber auch die Venu 4 nicht.

Die folgende Amazon-Variante ist die Venu 4 mit 45 Millimetern in Grau und Silber.

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Für Läufer und Triathleten: Forerunner 970

Die Forerunner 970 ist die einzige Uhr aus Garmins Forerunner-Serie, die mit der EKG-App ausgestattet ist. Ihr 47-Millimeter-Gehäuse kombiniert ein AMOLED-Display mit Saphirglas und einer leichten Titanlünette. Karten, Multiband-GPS und eine LED-Taschenlampe sind bereits eingebaut. Lautsprecher und Mikrofon stehen ebenfalls zur Verfügung.

Routenübersicht einer Rundtour auf der Garmin FR970
Routenübersicht einer Rundtour auf der Garmin FR970.

Der eigentliche Mehrwert liegt in Offline-Karten und im Training. Running Economy und Running Tolerance ergänzen Trainingsbereitschaft, Belastungsanalyse und die bekannten Lauf- und Triathlonprofile. Garmin nennt bis zu 15 Tage im Smartwatch-Modus und bis zu 21 Stunden mit allen Satellitensystemen und Multiband. Wenn Training, Wettkampf und Navigation im Mittelpunkt stehen, ist die Forerunner 970 passender als eine Venu. Nur für die EKG-Funktion allein musst du diesen Aufpreis nicht zahlen.

Mehr zu Bedienung, Training und Alltag findest du in unserem Garmin Forerunner 970 Test.

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Fenix 9 und Fenix 9 Pro: Garmins neue Outdoor-Spitze

Die Fenix 9 ist Garmins aktuelle Outdoor-Generation aus der Fenix-Serie und unterstützt die EKG-App in Deutschland ab Software 5.27. Sie ist mit 43, 47 oder 51 Millimetern erhältlich. AMOLED-Display, Saphirglas, wasserdichte Tasten und Tauchfunktionen bis 40 Meter gehören zur Reihe. Vorinstallierte TopoActive-Karten, 64 GB Speicher und die überarbeitete Kartendarstellung helfen auf längeren Touren. Für das größte Modell nennt Garmin bis zu 29 Tage im Smartwatch-Modus.

Die Fenix 9 Pro ergänzt ein Titangehäuse und ein helleres AMOLED-Display mit bis zu 3.000 Nits. Je nach Größe und Ausführung gibt es außerdem Modelle mit Solar-MIP-Display. Garmin nennt bis zu 31 Tage für die AMOLED- und unter passenden Lichtbedingungen bis zu 57 Tage für die Solarausführung. Besondere inReach-Varianten können über LTE und Satellit auch abseits eines gekoppelten Smartphones kommunizieren. Dafür brauchst du einen passenden Tarif, und die verfügbaren Funktionen hängen von Region und Netzabdeckung ab.

Für die EKG-Aufnahme bietet die Pro keinen grundsätzlichen Vorteil. Die normale Fenix 9 ist die passendere Wahl, wenn du die aktuelle Plattform, Karten und Tauchfunktionen möchtest. Zur Pro lohnt sich der Griff vor allem für das hellere Display, eine bestimmte Solarausführung, Titan oder die zusätzliche inReach-Konnektivität.

Fenix 9

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Fenix 9 Pro

Die Fenix 9 Pro kommt mit Titangehäuse und AMOLED-Display.

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Fenix 8 und Fenix 8 Pro: robust, vielseitig und tauchtauglich

Die Garmin Fenix 8 bleibt auch nach dem Erscheinen der Fenix 9 eine interessante Alternative – vor allem, wenn du sie deutlich günstiger bekommst. Sie kombiniert die EKG-App mit umfangreichen Karten-, Navigations-, Trainings- und Outdoor-Funktionen sowie einem robusten Gehäuse. Die AMOLED-Version gibt es mit 43, 47 oder 51 Millimetern, teilweise mit Saphirglas. Wer ein bei Sonnenlicht sehr gut ablesbares MIP-Display und Solarladung bevorzugt, kann zwischen 47 und 51 Millimetern wählen. Beim 51-Millimeter-Solarmodell nennt Garmin im Smartwatch-Modus bis zu 30 Tage Laufzeit beziehungsweise bis zu 48 Tage bei ausreichender Solarladung.

Für Touren stehen vorinstallierte TopoActive-Karten, Höhenmesser, Barometer und Kompass zur Verfügung. SatIQ wählt abhängig von den Empfangsbedingungen automatisch einen passenden Satellitenmodus und soll so Genauigkeit und Akkulaufzeit miteinander verbinden. Beim Laufen helfen unter anderem PacePro und ClimbPro bei der Planung von Tempo und Anstiegen. Dazu kommen Trainingsbereitschaft, VO2max, Laufzeitprognosen sowie zahlreiche weitere Trainingswerte. Auch Gesundheitsfunktionen wie Stressmessung, Pulse Ox, HFV-Status und Schlafauswertung sind vorhanden.

Eine LED-Taschenlampe sowie Lautsprecher und Mikrofon gehören ebenfalls zur Ausstattung. Mit Offline-Karten und Tauchfunktionen bis 40 Meter hebt sich die Fenix 8 deutlich von einer stärker auf Alltag und Fitness ausgerichteten Venu ab.

Die Fenix 8 Pro ergänzt LTE- und Satellitenkommunikation über die integrierte inReach-Technologie. Sie ist mit AMOLED-Display erhältlich; zusätzlich gibt es eine 51-Millimeter-Version mit MicroLED. Für die Kommunikationsfunktionen ist ein entsprechender inReach-Tarif erforderlich, und die Verfügbarkeit hängt von Region und Netzabdeckung ab.

Der Aufpreis zur Pro lohnt sich deshalb vor allem, wenn du die zusätzliche Konnektivität unabhängig vom Smartphone tatsächlich nutzen möchtest. Liegen Fenix 8 und Fenix 9 preislich nah beieinander, würde ich eher zur neueren Fenix 9 greifen. Geht es dir dagegen hauptsächlich um eine robuste Garmin Outdoor-Smartwatch mit EKG-Funktion, ist der Generationswechsel kein entscheidender Grund für den Aufpreis. In unserem Test jedenfalls konnte die Fenix 8 auf ganzer Linie überzeugen.

Garmin Fenix 8 AMOLED am Handgelenk
Die Fenix 8 kombiniert die EKG-App mit Karten, Navigation und umfangreichen Outdoor-Funktionen.

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Epix Pro (Gen 2): die AMOLED-Alternative zur Fenix 7 Pro

Die Epix Pro (Gen 2) bleibt offiziell unterstützt und ist weiterhin interessant, wenn du eine gut ausgestattete Outdoor-Uhr günstiger als eine aktuelle Fenix findest. Sie bietet ein AMOLED-Display, Tasten und Touch, Karten, Multiband-GPS, Trainingsanalyse und eine LED-Taschenlampe. Sapphire-Ausführungen ergänzen Saphirglas und vorinstallierte TopoActive-Karten.

Der Hill Score zeigt, wie sich deine Leistung an Anstiegen entwickelt, während der Ausdauerwert mehrere Sportarten zusammenfasst. PacePro hilft bei der Tempoplanung und ClimbPro zeigt kommende Anstiege einer geladenen Strecke. SatIQ stimmt den Satellitenmodus auf die Empfangslage ab. Laufzeitprognosen, Höhenmesser, Barometer und Kompass runden die Trainings- und Tourenplanung ab. Golfplatzkarten und SkiView sind nützlich, wenn genau diese Sportarten zu deinem Alltag gehören.

Die drei Größen unterscheiden sich spürbar bei Tragegefühl und Laufzeit. Garmin nennt im Smartwatch-Modus bis zu 10 Tage für 42 Millimeter, 16 Tage für 47 Millimeter und 31 Tage für 51 Millimeter. Mit dauerhaft eingeschaltetem Display sinken die Werte auf bis zu 4, 6 und 11 Tage. Telefonate am Handgelenk gehören nicht zu ihren Stärken. Dafür bietet die Epix Pro deutlich mehr Navigation und Trainingswerkzeuge als eine Venu.

Garmin Epix Pro am Handgelenk
Die Epix Pro (Gen 2) gehört weiterhin zu den in Deutschland unterstützten Garmin-EKG-Uhren.

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Fenix 7 Pro: lange Laufzeit und gute Tastenbedienung

Auch die Fenix 7 Pro hat die offizielle Freigabe. Achte hier besonders auf die genaue Variante: Modelle ohne WLAN unterstützen die EKG-App nicht. Wer bereits eine passende Fenix 7 Pro besitzt, muss für die Funktion deshalb nicht auf eine Fenix 8 wechseln.

Die Serie ist mit 42, 47 oder 51 Millimetern erhältlich. Das sparsame MIP-Display bleibt auch bei Sonne gut lesbar und die Bedienung funktioniert wahlweise über Touch oder fünf Tasten. TopoActive-Karten, Multiband-GPS mit SatIQ, Höhenmesser, Barometer, Kompass und eine LED-Taschenlampe sind bei den Pro-Modellen dabei.

Trainingsbereitschaft, Trainingszustand, Belastung, Stamina und Laufzeitprognosen helfen bei der Trainingssteuerung. Pulse Ox und der Jetlag-Ratgeber ergänzen die Gesundheits- und Reisehilfen, sind aber kein Teil der EKG-Messung. Im Smartwatch-Modus nennt Garmin je nach Größe bis zu 11, 18 oder 28 Tage. Bei genügend Sonne steigen die Angaben auf bis zu 14, 22 oder 37 Tage. Die 47-Millimeter-Ausführung erreicht im reinen GPS-Modus laut Garmin bis zu 57 Stunden, unter den genannten Solarbedingungen bis zu 73 Stunden. Gegenüber der Fenix 8 fehlen vor allem die Tauchfunktionen sowie Lautsprecher und Mikrofon.

Garmin Fenix 7 Pro als Produktdarstellung
Bei der Fenix 7 Pro entscheidet die Variante: Garmin schließt Modelle ohne WLAN von der EKG-App aus.

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Für sehr lange Touren: Enduro 3

Die Enduro 3 richtet sich an Menschen, für die Laufzeit wichtiger ist als ein AMOLED-Display. Ihr 51-Millimeter-Gehäuse trägt ein MIP-Display mit Solarladelinse und ein leichtes Nylonarmband. Garmin nennt bis zu 36 Tage im Smartwatch-Modus und unter passenden Solarbedingungen bis zu 90 Tage. Im GPS-Modus sind unter den dafür genannten Solarbedingungen bis zu 320 Stunden möglich.

TopoActive-Karten, Punkt-zu-Punkt-Navigation, Multiband-GPS und eine LED-Taschenlampe machen die Enduro 3 zu einer vollwertigen Outdoor-Uhr. Für Ultrastrecken oder lange Touren ist das ein echter Vorteil. Für eine gelegentliche EKG-Aufnahme im Alltag wäre sie dagegen groß und unnötig spezialisiert.

Für besondere Einsätze: D2, Quatix und Tactix

Die D2-Modelle richten sich vor allem an Pilotinnen und Piloten. Je nach Modell können sie Flugpläne übernehmen, zu Flughäfen und Wegpunkten navigieren sowie Luftfahrtwetter und weitere flugbezogene Informationen anzeigen. Dazu gehört bei einigen Modellen auch eine NEXRAD-Wetterradarkarte. Garmin weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass diese Funktionen nur als Ergänzung dienen und keine primären Fluginstrumente ersetzen.

Quatix richtet sich dagegen an Segler, Bootsfahrer und andere Wassersportler. Die Uhren verbinden Garmins Outdoor- und Kartenfunktionen mit speziellen Marinefunktionen und können Daten von kompatiblen Garmin-Kartenplottern anzeigen. Je nach Ausstattung lassen sich beispielsweise Wegpunkte setzen, Autopilot- und andere Bootsfunktionen bedienen oder Informationen zu Wassertiefe, Geschwindigkeit, Wind und Gezeiten am Handgelenk verfolgen. Wer weder fliegt noch regelmäßig auf dem Wasser unterwegs ist, bezahlt bei D2 und Quatix für viele Spezialfunktionen, die im normalen Alltag kaum einen Vorteil bieten.

Die Tactix-Reihe kombiniert die Outdoor-, Navigations- und Trainingsfunktionen der Fenix-Plattform mit zusätzlichen taktischen Funktionen. Die EKG-kompatible Tactix 7 AMOLED besitzt ein 1,4 Zoll großes AMOLED-Display mit Saphirglas, Titanlünette und Titan-Gehäuseboden. Zu ihren besonderen Funktionen gehören unter anderem Nachtsichtkompatibilität, Tarnmodus, Kill Switch, duales Positionsformat und Wegpunktprojektion. Garmin gibt bei aktivierter Gestensteuerung bis zu 31 Tage im Smartwatch-Modus und bis zu 82 Stunden im reinen GPS-Modus an. Bei dauerhaft eingeschaltetem Display sinken diese Werte auf bis zu 11 Tage beziehungsweise 58 Stunden.

Die Tactix 7 AMOLED wurde nach MIL-STD-810 auf Hitze-, Stoß- und Wasserbeständigkeit geprüft. Eine solche Prüfung beschreibt festgelegte Testbedingungen, bedeutet aber nicht, dass die Uhr unzerstörbar ist.

Bei D2, Quatix und Tactix ist die EKG-App eher eine Ergänzung zu den jeweiligen Spezialfunktionen als der eigentliche Kaufgrund. Wenn du hauptsächlich EKG, Gesundheitsfunktionen, Fitness und Alltag abdecken möchtest, ist eine Venu in der Regel die einfachere und günstigere Wahl. Bei der Tactix 8 solltest du außerdem auf die genaue Variante achten: Die Cerakote-Ausführung unterstützt die Garmin-EKG-App nicht.

So funktioniert das EKG am Handgelenk

Für die EKG-Aufnahme nutzt die Garmin-Uhr zwei elektrische Kontaktpunkte. Ein Kontakt auf der Rückseite der Uhr liegt an deinem Handgelenk. Gleichzeitig legst du Daumen und Zeigefinger der anderen Hand an den Metallring rund um das Display. Dadurch entsteht ein elektrischer Messweg über beide Arme und den Oberkörper.

1-Kanal EKG Messprinzip (Screenshot Withings)
1-Kanal EKG Messprinzip (Screenshot Withings)

Die Uhr erfasst dabei elektrische Signale, die mit jedem Herzschlag entstehen. Die Aufnahme entspricht einem Einkanal-EKG, das einer Ableitung I ähnelt. Ein medizinisches 12-Kanal-EKG zeichnet dagegen zwölf Ableitungen der elektrischen Herzaktivität auf. Die Garmin-Uhr betrachtet das Herz damit nur aus einem begrenzten elektrischen Blickwinkel und kann ein 12-Kanal-EKG nicht ersetzen.

Die normale Pulsmessung funktioniert anders. Dafür beleuchtet der optische Sensor auf der Rückseite der Uhr die Haut und erkennt Veränderungen des Blutvolumens. So kann die Uhr den Puls kontinuierlich verfolgen, zeichnet dabei aber kein EKG auf. Für die EKG-Messung ist der Kontakt mit Daumen und Zeigefinger nötig, weil dadurch der elektrische Messweg zwischen beiden Körperseiten entsteht.

Wenn du wissen möchtest, wie sich Garmin von Apple, Samsung und anderen Anbietern unterscheidet, findest du die wichtigsten Modelle in unserem Vergleich von Fitnessuhren mit EKG.

EKG-App in Deutschland einrichten

Prüfe zuerst, ob deine genaue Uhr zu den unterstützten Modellen gehört, und installiere die aktuelle reguläre Gerätesoftware. Auch Garmin Connect auf dem Smartphone sollte auf dem neuesten Stand sein. Bei einer Beta-Version der Uhrensoftware kann die EKG-App vorübergehend fehlen.

  1. Öffne Garmin Connect und tippe oben auf das Symbol deiner Uhr.
  2. Wähle Einrichtung abschließen.
  3. Tippe auf EKG-App einrichten und folge den Hinweisen in der App.
  4. Nach der Einrichtung findest du die EKG-App auf der Uhr unter Apps und Aktivitäten.

Für die EKG-App muss außerdem die Zwei-Schritt-Verifizierung deines Garmin-Kontos aktiviert sein. Garmin kann dich während der Einrichtung dazu auffordern. Bei einer späteren Anmeldung auf einem neuen Gerät oder im Browser benötigst du neben deinem Passwort einen zusätzlichen Sicherheitscode.

Fehlt der Einrichtungspunkt trotz kompatibler Uhr und aktueller Software, prüfe auch die Standortberechtigung von Garmin Connect. Garmin benötigt sie unter anderem, um festzustellen, ob du dich in einer Region befindest, in der die EKG-App freigegeben ist.

Garmin hält die Schritte in der aktuellen Einrichtungsanleitung für die EKG-App fest.

So gelingt eine gute EKG-Aufnahme

Plane für die Messung eine ruhige halbe Minute ein. Direkt nach dem Sport oder während du dich bewegst, entstehen leichter Störungen. So gehst du vor:

  1. Trage die Uhr an dem Handgelenk, das du bei Garmin eingestellt hast. Sie sitzt bequem fest und etwas oberhalb des Handgelenkknochens.
  2. Setze dich hin und öffne auf der Uhr die EKG-App.
  3. Lege Unterarm und Handgelenk entspannt auf einen Tisch.
  4. Berühre den Metallring am Display leicht mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand.
  5. Bleibe während der 30 Sekunden ruhig und halte den Kontakt, bis die Aufnahme beendet ist.

Du musst den Ring nicht kräftig drücken und während der Messung keine Taste festhalten. Ruhiger Hautkontakt ist wichtiger als Druck. Danach zeigt die Uhr das Ergebnis an und synchronisiert die Aufnahme mit Garmin Connect.

Was die EKG-Ergebnisse bedeuten

Nach der 30-sekündigen Aufnahme wertet die Garmin-App den aufgezeichneten Herzrhythmus aus. Das Ergebnis gilt immer nur für diese einzelne Aufnahme. Es sagt nicht, wie dein Herz davor oder danach geschlagen hat.

Sinusrhythmus

Ein Sinusrhythmus bedeutet, dass der Herzschlag während dieser Aufnahme unauffällig erscheint und Vorhöfe und Herzkammern in einem geordneten Rhythmus zusammenarbeiten. Das ist für diesen Moment ein unauffälliges Ergebnis. Es bedeutet jedoch nicht, dass dein Herz jederzeit normal schlägt. Bemerkst du Veränderungen oder Beschwerden, solltest du sie deshalb auch nach einer unauffälligen Aufnahme ernst nehmen.

Vorhofflimmern

Dieses Ergebnis bedeutet, dass die App einen unregelmäßigen Herzrhythmus erkannt hat, der zu Vorhofflimmern passt. Es ist jedoch noch keine ärztliche Diagnose. Vorhofflimmern kann unter anderem das Schlaganfallrisiko erhöhen. Besprich ein solches Ergebnis deshalb mit einer Ärztin oder einem Arzt. Die gespeicherte EKG-Kurve kannst du in Garmin Connect öffnen und als PDF weitergeben.

Herzfrequenz zu hoch oder zu niedrig

Liegt deine Herzfrequenz über 120 oder unter 50 Schlägen pro Minute, kann die EKG-App den Rhythmus nicht auf Vorhofflimmern prüfen. Ein niedriger Puls kann beispielsweise bei gut trainierten Menschen vorkommen, aber auch mit bestimmten Medikamenten oder Herzerkrankungen zusammenhängen. Eine Herzfrequenz über 120 Schlägen pro Minute ist während und kurz nach dem Sport häufig. Auch Stress, eine Infektion, Flüssigkeitsmangel, Alkohol oder bestimmte Herzerkrankungen können dahinterstecken.

Erhältst du dieses Ergebnis wiederholt oder fühlst du dich dabei nicht wohl, solltest du es ärztlich abklären lassen.

Nicht eindeutig

Bei einem nicht eindeutigen Ergebnis konnte die App den Herzrhythmus nicht sicher zuordnen. Häufig liegt das an Bewegung während der Aufnahme oder an einem schlechten Hautkontakt. Auch eine Herzfrequenz zwischen 100 und 120 Schlägen pro Minute ohne erkanntes Vorhofflimmern, ein Herzschrittmacher oder implantierter Defibrillator, andere Herzerkrankungen oder ein zu schwaches elektrisches Signal können zu diesem Ergebnis führen.

Wiederhole die Aufnahme in Ruhe, lege den Arm auf und achte auf einen festen Sitz der Uhr sowie guten Hautkontakt. Bleibt das Ergebnis wiederholt unklar oder hast du Beschwerden, solltest du auch das mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen. Garmins Erklärung der EKG-Ergebnisse enthält die vollständigen Herstellerhinweise.

Wie genau ist die Garmin-EKG-App?

Garmin hat die EKG-App in einer klinischen Studie mit rund 590 Personen geprüft und ihre Rhythmusklassifizierung mit einem 12-Kanal-EKG verglichen, das von Kardiologen beurteilt wurde. Bei den Aufnahmen, die sich eindeutig klassifizieren ließen, erkannte die App Vorhofflimmern in 99,5 Prozent und Sinusrhythmus in 100 Prozent der Fälle korrekt.

Diese hohen Werte erzählen allerdings nicht die ganze Geschichte. 11,5 Prozent der Aufnahmen wurden von der App als nicht eindeutig eingestuft oder waren von zu schlechter Qualität für eine Auswertung. Werden auch diese Aufnahmen berücksichtigt, lieferte die App bei Personen mit Vorhofflimmern in 86,5 Prozent der Fälle ein Vorhofflimmern-Ergebnis. Bei Personen im Sinusrhythmus zeigte sie in 91,1 Prozent der Fälle Sinusrhythmus an. Garmin weist selbst darauf hin, dass unklare oder qualitativ schlechte Aufnahmen im Alltag häufiger vorkommen können als in der Studie.

Die Garmin-EKG-App ist in der EU ein Medizinprodukt der Klasse IIa und für Erwachsene ab 22 Jahren vorgesehen. Sie zeichnet ein Einzelkanal-EKG ähnlich einer Ableitung I auf und kann eine geeignete Aufnahme als Sinusrhythmus oder Vorhofflimmern einordnen. Für andere bekannte Herzrhythmusstörungen ist die App nicht vorgesehen.

Was die Uhr nicht erkennen kann

Die EKG-App überwacht deinen Herzrhythmus nicht dauerhaft und erkennt nicht jede Rhythmusstörung. Sie kann weder einen Herzinfarkt noch einen Schlaganfall oder ein Blutgerinnsel erkennen. Auch andere Herzerkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzschwäche kann sie damit nicht feststellen oder ausschließen. Ein angezeigter Sinusrhythmus ist deshalb kein allgemeiner Nachweis dafür, dass mit deinem Herzen alles in Ordnung ist.

Garmin sieht die EKG-App außerdem nicht für Personen mit Herzschrittmacher, implantiertem Defibrillator oder einer bekannten Herzrhythmusstörung außer Vorhofflimmern vor. In diesen Fällen solltest du dich an die medizinischen Empfehlungen für deine individuelle Situation halten und die EKG-Funktion nicht auf eigene Faust ausprobieren.

Auch bei bekanntem Vorhofflimmern muss nicht jede einzelne Aufnahme die Rhythmusstörung zeigen. Vorhofflimmern kann zeitweise auftreten und zwischenzeitlich wieder einem Sinusrhythmus weichen. Eine unauffällige Aufnahme hebt eine bestehende Diagnose deshalb nicht auf. Wenn sich dein Befinden verändert oder neue Beschwerden auftreten, ist das wichtiger als die Einordnung einer einzelnen 30-Sekunden-Aufnahme.

Ein auffälliges EKG der Uhr kann eine hilfreiche Information für das ärztliche Gespräch sein. Für eine Diagnose und die Suche nach möglichen Ursachen können je nach Situation weitere Untersuchungen notwendig sein. Dazu gehören beispielsweise ein ärztlich beurteiltes EKG, Blutuntersuchungen oder ein Herzultraschall. Einen guten Überblick bietet gesund.bund.de zum Vorhofflimmern.

Wichtig: Ändere Medikamente nicht aufgrund einer Messung mit der Uhr. Wenn du akute oder starke Beschwerden hast, warte nicht auf weitere EKG-Aufnahmen, sondern hole medizinische Hilfe.

Wenn die EKG-Aufnahme nicht klappt

Meist liegt eine abgebrochene oder fehlende Aufnahme am Hautkontakt, an Bewegung, an der eingestellten Handgelenkseite oder am Speicher der Uhr. Die folgenden Schritte führen dich vom häufigsten Aufnahmeproblem bis zur fehlenden Kurve in Garmin Connect.

Die Uhr bricht ab oder zeigt kein klares Ergebnis

Trockne zuerst die Uhr und dein Handgelenk. Wasser und Schweiß können den Kontakt stören. Setze die Uhr etwas oberhalb des Handgelenkknochens auf und ziehe das Armband so fest, dass die Rückseite durchgehend auf der Haut liegt, ohne unangenehm zu drücken. Liegt sie auf dichter Behaarung, kann schon ein leicht veränderter Sitz den Hautkontakt verbessern.

Lege den Arm auf einem Tisch ab und bewege dich während der Aufnahme möglichst nicht. Halte nur Daumen und Zeigefinger an den Metallring. Elektronische Geräte, die gerade am Stromnetz hängen, können ebenfalls stören. Schaffe etwas Abstand und versuche es erneut.

Bei sehr kalter oder trockener Haut kann das elektrische Signal zu schwach sein. Wärme dein Handgelenk kurz mit der Hand an. Garmin schlägt außerdem etwas Creme auf Händen und Handgelenk vor. Warte danach, bis die Haut nicht mehr rutschig ist, bevor du die Uhr wieder fest anlegst.

Die EKG-Kurve steht auf dem Kopf

Prüfe in deinem Garmin-Benutzerprofil, welches Handgelenk eingestellt ist. Trägst du die Uhr auf der anderen Seite, kann die Kurve umgedreht erscheinen. Passe die Einstellung an das tatsächlich verwendete Handgelenk an.

Die Aufnahme fehlt in Garmin Connect

Öffne in Garmin Connect das Menü und gehe zu Gesundheit & Leistung und dann zu EKG. Je nach App-Version heißt der erste Bereich auch Gesundheitsstatistiken. Dort kannst du gespeicherte Aufnahmen ansehen und als PDF teilen.

Ist der Speicher der Uhr voll, kann sie keine neue Aufnahme sichern. Lösche in diesem Fall nicht benötigte Apps, Musik oder Podcasts. Die aktuelle Garmin-Anleitung zur EKG-App bündelt diese und weitere Lösungen.

Häufige Fragen zu Garmin-Uhren mit EKG

Einige Fragen tauchen vor dem Kauf und nach der ersten Aufnahme besonders oft auf. Hier findest du die kurzen Antworten zu Mindestalter, automatischer Aufzeichnung, PDF-Export und zu Garmin-Modellen, die nicht auf der deutschen Kompatibilitätsliste stehen.

Ab welchem Alter ist die EKG-App vorgesehen?

Garmin sieht die EKG-App für Menschen ab 22 Jahren vor. Für jüngere Nutzer ist sie nicht bestimmt.

Zeichnet eine Garmin-Uhr das EKG automatisch auf?

Nein. Du startest jede EKG-Aufnahme selbst und hältst während der 30 Sekunden den Metallring. Die normale Herzfrequenzmessung kann im Hintergrund laufen, ist aber kein fortlaufendes EKG.

Kann ich die EKG-Kurve an meine Arztpraxis schicken?

Ja. In Garmin Connect kannst du eine gespeicherte Aufnahme als PDF erstellen und teilen. Schreibe am besten dazu, wann die Aufnahme entstand und ob du dabei Beschwerden bemerkt hast. Die ärztliche Einordnung erfolgt nicht durch die App.

Funktioniert die Venu 2 Plus mit EKG in Deutschland?

Offiziell nein. Garmin führt die Venu 2 Plus als kompatible Uhr, nennt Deutschland aber nicht in der Regionalliste dieses Modells. Venu 3, Venu 3S und Venu 4 sind dagegen für Deutschland aufgeführt.

Abseits der EKG-App bleibt die Venu 2 Plus eine alltagstaugliche Uhr mit AMOLED-Display, Telefonie und Sprachassistent, Musikspeicher, mehr als 25 Sport-Apps, Health Snapshot, Body Battery und Pulse Ox. Gorilla Glass 3 und eine Edelstahllünette schützen die Uhr im Alltag.

Garmin nennt bis zu neun Tage im Smartwatch-Modus, bis zu 24 Stunden mit GPS und bis zu acht Stunden mit GPS und Musik. Zehn Minuten Schnellladen liefern laut Hersteller bis zu einen Tag Smartwatch-Laufzeit. Diese Ausstattung ist für Besitzer weiterhin nützlich, ändert aber nichts an der fehlenden offiziellen EKG-Freigabe in Deutschland. Wenn du heute gezielt eine Garmin-Uhr mit EKG kaufst, sind Venu 3, 3S oder 4 deshalb die sicherere Wahl.

Was ist mit Fenix 6, Fenix 7, Forerunner 965 und Vivoactive 5?

Die Fenix 6, Fenix 7, Forerunner 965 und Vivoactive 5 stehen nicht auf Garmins aktueller EKG-Liste. Bei der Fenix-Reihe sind ausgewählte Fenix-7-Pro-Modelle aufgeführt, die ältere Fenix 7 dagegen nicht. Bei den Laufuhren unterstützt Garmin inzwischen die Forerunner 970, nicht aber die Forerunner 965.

Aus der Bezeichnung des optischen Herzfrequenzsensors allein lässt sich die EKG-Unterstützung nicht zuverlässig ableiten. Für die Aufnahme braucht die Uhr neben passender Software auch die vorgesehenen elektrischen Kontakte. Außerdem müssen das genaue Modell und die Region von Garmin freigegeben sein. Deshalb ist weder ein neuerer Elevate-Sensor noch ein gewöhnliches Softwareupdate automatisch eine EKG-Zusage. Entscheidend bleibt die offizielle Kompatibilitätsliste.

Können weitere Garmin-Uhren die Funktion später erhalten?

Garmin möchte die EKG-App nach eigenen Angaben auf weitere Produkte und Regionen ausweiten. Prüfe vor einem Kauf immer die aktuelle Kompatibilitätsliste und entscheide nach den heute verfügbaren Funktionen.

Fazit: Die passende EKG-Uhr hängt von deinem Alltag ab

Für Alltag, Fitness und Gesundheitsfunktionen sind Venu 3, Venu 3S und Venu 4 die naheliegenden Garmin-Uhren mit EKG. Läufer finden mit der Forerunner 970 eine passende Sportuhr. Fenix 9 und Fenix 9 Pro sind die aktuellen Spitzenmodelle für Karten, Outdoor und Tauchen. Fenix 8, Epix Pro, Fenix 7 Pro und Enduro 3 bleiben interessant, wenn Preis, Bedienung oder besonders viel Laufzeit besser zu dir passen.

Die EKG-App kann eine nützliche Momentaufnahme liefern und eine auffällige Kurve für das ärztliche Gespräch festhalten. Sie ersetzt aber keinen vollständigen Herzcheck. Prüfe deshalb das genaue Modell und die aktuelle Garmin-Liste, richte die App offiziell ein und bewerte ein Ergebnis immer im Zusammenhang mit deinem Befinden.

Dani

Dani ist Nachrichtenredakteur mit Schwerpunkt auf Wearables, Gesundheitstechnologie und mehr und verfügt über 15 Jahre Erfahrung.

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