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Polar OH1 im Test – Flexibel, aber auch genau?

Unser Polar OH1 Test zeigt das flexibel einsetzbare Pulsarmband in der Praxis. Der Sportspezialist aus Finnland bietet mit ihm eine vielseitige Lösung für eine Vielzahl an Trainingsarten, denn er lässt sich mit vielen Sportuhren oder Sport-Apps koppeln. Derartige Pulssensoren sind im Handel rar gesät. Das Wahoo Tickr ist beispielsweise mit dem OH1 vergleichbar oder auch das preislich günstige Berry King Sportbeat, das wir ebenfalls getestet haben.

Polar OH1Produktseite 

Polar OH1 im Test
Polar OH1 im Test

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Polar OH1 im Test: Vorteile

Das Textilarmband ist elastisch und kann sowohl am Ober- als auch am Unterarm getragen werden. Es können somit im Vergleich zu am Handgelenk getragenen Sportuhren mit Pulssensor bei einigen Sportarten höchstwahrscheinlich bessere Ergebnisse erzielt werden.

Insbesondere sind hier Sportarten gemeint, bei denen das Handgelenk gebeugt ist (Fahrradfahren, Kraftsport), direkte Erschütterungen die Pulsmessung unmöglich machen (Fahrradfahren auf stark holprigen Wegen/Strassen) oder die Muskulatur so stark angespannt ist, dass die Pulsmessung erschwert und verfälscht werden kann.

Die Anwendung ist denkbar einfach. Die Trainingseinheit wird über den seitlichen Startknopf aktiviert, ein LED-Signal gibt Auskunft über den Status des Sensors (wie den Batteriestand), der Akku wird über USB aufgeladen und die Firmware ist via Comuter oder Smartphone aktualisierbar.

Die Hardware

Insgesamt wiegt das gesamte Produkt mickrige 17 Gramm. Der 6-fach LED Pulssensor erinnert uns an die in der Polar M600 oder M430 integrierten Sensoren, die in unserer Erfahrung zumindest bei konstanten Laufeinheiten sehr gute Ergebnisse erzielen konnten. Polar ist so sehr von der Genauigkeit des Pulssensors überzeugt, dass sie dem OH1 die Durchführung eines Fitness-Tests zutrauen.

Polar OH1 Armband und Einheit
Polar OH1 Armband und Einheit

Zum Vergleich, so sieht der Pulssensor der M600 aus:

M600: 6 LEDs im Pulssensor
M600: 6 LEDs im Pulssensor

Die Datenübertragung erfolgt via Bluetooth an das Smartphone oder kompatible Sportuhren. Der OH1 ist somit mit vielen Sport- und Fitness-Apps kompatibel, darunter Polar Beat, Polar Club, Endomondo, Cyclemeter, MapMyRun, Runmeter, Strava, Wahoo Fitness, Wohoo Runfit, Fit Trip, Runtastic, Apple Health und vielen mehr. Wir haben den OH1 bislang mit Polar Beat getestet, werden aber versuchen auch andere Apps miteinzubinden.

Die Akkulaufzeit ist ebenfalls nennenswert. Mit bis 12 zu Stunden hält der Akku richtig lange durch. Da er bis zu 30m (WR30) wasserdicht ist, ist er auch in den Wassersportarten zuhause, tauchen gehört aber nicht dazu und sollte vermieden werden.

Polar OH1 Erfahrungen in der Praxis

Der OH1 verfügt über eine Taste an der Seite der Einheit, die je nach Situation verschiedene Funktionen haben kann. Zur Orientierung dient eine ebenfalls seitliche LED, die mittels verschiedenen Farbsignalen den aktuellen Modi oder andere Dinge kundtut.

Wie der Polar Herzfrequenz-Brustgurt H10 besitzt der OH1 einen internen Speicher, dessen Speicherkapazität bis zu 200 Stunden Training beträgt. Sehr praktisch ist, dass ein Training völlig unabhängig von einer App gestartet, beendet und später synchronisiert werden kann. Das kann der H10 Brustgurt nicht. Eine Trainingseinheit mit dem H10 muss immer über einen externen Trigger, wie der Polar Beat App, gestartet werden.

Laufen

In unserem ersten OH1 Praxis-Test nehmen wir das Pulsarmband zunächst zu einer lockeren Laufeinheit mit, getragen am Unterarm. Dabei achten wir auf konstanten Hautkontakt, aber auch darauf, dass er nicht zu eng festsitzt. Das könnte die Blutzirkulation und somit die Messung beeinträchtigen.

Außerdem lassen wir den Sensor mehrere Minuten eingeschaltet, bevor die eigentliche Einheit beginnt und sorgen somit dafür, dass die Pulsmessung von Anfang an präzise ist. Optische Pulsmesser haben nämlich die Eigenheit, dass sie die Messung der ersten Minuten eines Trainings vermasseln können, wenn nämlich die Blutzirkulation noch nicht wirklich angeregt oder die Haut noch zu kühl ist.

Als Vergleichsgerät dient Polars HR-Brustgurt H10, mit dem wir bislang sehr gute Erfahrungen hatten. Zunächst das Ergebnis des Brustgurts:

Polar H10 Brustgurt
Polar H10 Brustgurt

Und hier das Ergebnis des OH1:

Polar OH1 Pulssensor
Polar OH1 Pulssensor

Die Durchschnittswerte im Vergleich:

  • Polar H10 HR-Brustgurt:
    • Durchschnitt: 151 S/min
    • Max.: 170 S/min
    • Kalorien: 514 kcal
  • Polar OH1
    • Durchschnitt: 151 S/min
    • Max.: 170 S/min
    • Kalorien: 512 kcal

Die Ergebnisse des OH1 können sich insgesamt sehen lassen, wie wir finden. Kleine Abweichungen zum Brustgurt sind zwar erkennbar, aber für konstante Laufeinheiten ist der OH1 sehr gut geeignet. Ok, das schaffen viele andere optische Pulssensoren für ähnlich konstante Trainingseinheiten auch, aber wie schlägt sich der OH1 bei nicht so konstantem Training? Beim Intervalltraining etwa?

Um das zu herauszufinden, nehmen wir den OH1 sowie den H10 Brustgurt zu einer anderen intervallsport-ähnlichen Sportart mit: Fußball, genauer gesagt ein kleines Fußballturnier bei dem zwischen den Spielen Pausen (ca. 10 Minuten) eingelegt werden. Der OH1 wird nun am rechten Oberarm getragen. Vor Spielbeginn drücken wir einfach zweimal die Taste des OH1 um die Aufzeichnung zu starten. Das war auch schon alles, kein Smartphone, keine Sportuhr nötig. Im Gesamtergebnis sind wir positiv überrascht!

Zunächst wieder das Ergebnis des Brustgurts:

Polar H10: Fußball-/Intervalltraining
Polar H10: Fußball-/Intervalltraining

Und hier das Ergebnis des OH1:

Polar OH1: Fußball-/Intervalltraining
Polar OH1: Fußball-/Intervalltraining

Einzig die Anfangsminuten versemmelt der OH1 erkennbar (zwei Spitzen in der gelben/roten Zone statt drei). Danach sehen wir fast identische Messkurven, aber nicht so übereinstimmend wie beim konstanten Lauf von oben. Dies spiegelt sich dann auch in den nicht mehr so identischen Durchschnittswerten wider.

Die Durchschnittswerte im Vergleich:

  • Polar H10 HR-Brustgurt:
    • Durchschnitt: 134 S/min
    • Max.: 179 S/min
    • Kalorien: 1409 kcal
  • Polar OH1
    • Durchschnitt: 131 S/min
    • Max.: 177 S/min
    • Kalorien: 1383 kcal

Insgesamt sieht das Ergebnis aber recht ordentlich aus, spätestens wenn man weiß, dass andere optische Pulssensoren und am Handgelenk getragene Sportuhren mit Pulssensoren in ähnlichen Situationen eher schlechter abschneiden. Das heißt, merklich falsche Messungen liefern und vor allem viel später als ein Brustgurt reagieren.

OH1 Verfügbarkeit & Preis

Der Polar OH1 ist ab Mitte September 2017 im Handel erhältlich. Der UVP-Preis liegt bei 79,95 Euro, dürfte inzwischen aber deutlich drunter liegen.

*Der Preis wird automatisiert ermittelt und kann inzwischen höher oder niedriger sein.

Test Fazit

Wir hatten im Polar OH1 Test das Gerät nun mehrmals im Einsatz. Es konnte stets überzeugen und in unserer Erfahrung zu vergleichbaren Trackern bessere Ergebnisse liefern. Auch dann, wenn eine Einheit anspruchsvoller gestaltet wird. Folgende Stärken und Schwächen möchten wir festhalten:

  • Flexibel an Unter- oder Oberarm einsetzbar
  • Genaue, schnell reagierende Messungen
  • Tragekomfort, einfache Handhabung
  • Mit verschiedenen Bluetooth Apps und Sportuhren einsetzbar
  • Wasserdicht (WR30)
  • Status-LEDs
  • Erreichbarkeit der seitlichen Taste
  • Herausfinden wie voll der Akku noch ist

Alternativen

  • Berry King Sportbeat
  • Wahoo Tickr

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Das Berry King Sportbeat ist besonders preislich interessant. Er ist ausgestattet mit Bluetooth und ANT+ und verbindet sich mit Smartphone-Apps, Sportuhren und Radcomputern von Polar, Garmin und anderen sowie mit vielen kompatiblen Apps. Er ist für knapp EUR 36,90 erhältlich.
Das Wahoo Tickr ist ausgestattet mit Bluetooth und ANT+ und verbindet sich mit Smartphone-Apps, Sportuhren und Radcomputern von Polar, Garmin und anderen sowie mit vielen kompatiblen Apps. Er ist für knapp EUR 79,99 erhältlich.

Tests und Berichte zum Weiterlesen:

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Heute bei Amazon.de schon ab EUR 118,90 (Preis kann zwischenzeitlich höher oder niedriger sein):

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