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Garmin Vivoactive 4 Test: Alles, was man wissen muss

Im Test haben wir die Garmin Vivoactive 4 hier. Sie aktualisiert Garmins Vivoactive 3, die aus unserer Sicht zu den besten Sportuhr-Allrounder gehört. Im Vergleich zur beinahe identischen Garmin Venu, die gleichzeitig angekündigt wurde, wird sie mit einem MIP- statt eines AMOLED-Displays geliefert. Eine etwas kleinere Variante namens Vivoactive 4S ist ebenfalls verfügbar. UVP-preislich liegt die Vivoactive 4 deutlich unter der Venu, aber über seinem Vorgänger.

Welches Modell zu einem passt, ob sich ein Umstieg lohnt und wie sich die Displays voneinander unterscheiden, zeigt unser ausführlicher Garmin Vivoactive 4 Test und Erfahrungsbericht. Ein Vergleich weiter unten verdeutlicht auf einen Blick wichtige Unterschiede, die sich letztlich aus den unterschiedlichen Gehäusegrößen und Displays ergeben.

Garmin Vivoactive 4 Test: Fazit

  • Einschätzung
  • Testequipment/-log

Dies ist ein vorläufiges Fazit, das zum Einstieg auf ersten Erfahrungen beruht. Neben erwarteten Allrounderqualitäten zeigt die Vivoactive 4 einige Verbesserungen. Dazu gehören zwei anstatt eine Taste, durch die die Bedienung intuitiver wird. Zusätzlich ist da noch das gute Touchdisplay, das vor allem im Alltag zur schnelleren Bedienung beiträgt. Auch Altes ist (zum Glück) immer noch verfügbar. Beispielsweise, dass sie in einer Detailtiefe konfiguriert werden kann, wie sie bei kaum einem Konkurrenten zu finden ist. Nicht bei Polar, nicht bei Fitbit und auch nicht bei Apple oder Samsung. Man erhält mit ihr ein fertiges Trainingsinstrument, das keine Workarounds oder sonstige Anstrengungen benötigt, um nach Belieben und strukturiert zu trainieren. Für noch mehr (Outdoor-) Funktionen, muss man allerdings zu anderen Garmin-Uhren greifen.

Auf der anderen Seite steht da der recht happige UVP-Preis zum Start. Dieser liegt deutlich über Vorgängermodelle nach Markteinführung. Klar, es gibt mehr Funktionen und die Uhr lässt kaum Wünsche offen, auch als Smartwatch nicht. Aber der Markt wird zeigen, ob die Leute bereit sind, den ausgerufenen Preis zu zahlen. Sportlich sehen wir in den ersten Einheiten Schwankungen in der GPS-Genauigkeit. Mal sieht es gut aus, mal weniger gut. Das kann für eine GPS-Uhr normal sein, wir werden es weiter beobachten und schauen, ob Garmin mittels Update noch was unternimmt. HR-Vergleichsmessungen sehen größtenteils gut aus, diese können aber individuell anders ausfallen.

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Garmin Vivoactive 4 getestet mit:

  • Android 9 (Samsung Galaxy S8)

Log:

  • Testbeginn: 20.09.19
  • Erste Erfahrungen und Ergebnisse: 26.09.19

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Garmin Vivoactive 4

Wichtige Unterschiede

Die Garmin Vivoactive 4 bringt selbstverständlich die vom Vorgänger bekannten und umfänglichen Sportfeatures mit. Diese machen sie weiterhin zum sportlichen Allrounder, der für Einsteiger als auch Fortgeschrittene passende Optionen bietet. Dazu gehören zahlreiche Sport-Profile wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen, GPS-Tracking, auf die Uhr runterladbare Laufpläne und Workouts inklusive Trainingskalender und Zeitplänen, ein integrierter Pulsmesser oder auch ein 24/7-Tracker, der Schritte, Kalorien, Distanz und Schlaf aufzeichnet.

Garmin Vivoactive 4 Test
Garmin Vivoactive 4 wird für den Test vorbereitet

Beim Vorgänger muss man sich zwischen Garmin Vivoactive 3 und Garmin Vivoactive 3 Music und somit zwischen verschiedenen Ausstattungsvarianten entscheiden. Die jetzt erhältlichen Vivoactive 4 und 4S unterscheiden sich lediglich in ihren Gehäusegrößen und aufgrund der jeweiligen Gehäusegröße in den Displaygrößen und Akkulaufzeiten. Beispiele für die Auswirkung der Gehäusegröße auf die Akkulaufzeit folgen weiter unten. Alle wichtigen Funktionen stecken unter einer Haube.

Somit sucht man sich je nach Handgelenkgröße das passende Gerät aus und profitiert von allen verfügbaren Optionen. Dazu gehört auch ein integrierter Musikspeicher und die Möglichkeit Playlisten von Amazon Music oder Spotify direkt auf die Uhr herunterzuladen, um während des Trainings ohne Telefon Musik zu hören.

Im Vergleich zum Vorgänger sind jetzt zwei Tasten statt einer Taste auf der rechten Gehäuseseite verbaut. Diese ermöglichen nun zusammen mit dem Touchdisplay ein deutlich intuitiveres und besseres Bedienkonzept, das wir im Vivoactive 4 Praxis-Test weiter unten näher erläutern.

Garmin Vivoactive 4: Zwei Tasten erleichtern das Bedienen
Garmin Vivoactive 4: Zwei Tasten erleichtern das Bedienen

Highlights

Neben den genannten Merkmalen bringt die Garmin Vivoactive 4 vor allem neue Features mit, die eher dem Gesundheitstracking zuzuordnen sind. Diese ermöglichen Sportlern ihren allgemeinen Fitnesszustand besser kennenzulernen. Dies sind die neuen Highlights:

  • Vivoactive 4 mit 45 mm, Vivoactive 4S mit 40 mm Gehäuse
  • GPS, GLONASS, Galileo
  • Edelstahl-Lünette, Gorilla Glas, transflektives MIP-(Memory in Pixel) Farb-Touchdisplay
  • Garmin Elevate-Technologie für die Herzfrequenzmessung am Handgelenk
  • Neue Gesundheitstracking-Features: Pulse Ox, Schlafanalyse 3.0, Body Battery, Atemfrequenz, Wasserkonsum und Menstruationszyklus-Tracking
  • Über 36 vorinstallierte Sport-Apps wie Laufen, Schwimmen inklusive dem neuen Yoga 2.0 und Pilates
  • Über 40 animierte Trainings für Kraftsport, Yoga, Cardio und Pilates zum Nachmachen
  • Barometrischer Höhenmesser, Kompass, Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Thermometer, Pulsoximeter-Akklimatisierung
  • 2 Tasten auf der rechten Gehäuseseite
  • Wasserdichtigkeit bis zu 5 ATM (zum Schwimmen geeignet)
  • Pulsmessung beim Schwimmen (hier haben wir Tipps und nähere Hinweise zur Genauigkeit der HR-Messung während des Schwimmens mit Garmin Uhren zusammengetragen)
  • Workouts und Trainingspläne sowie individuelle Laufpläne auf die Uhr herunterladbar
  • Integrierter Musikspeicher (ca. 500 Titel) für die Wiedergabe über direkt koppelbare Bluetooth Kopfhörer (Smartphone kann zu Hause bleiben)
  • Music Streaming: Amazon Music, Deezer, iHeartRadio und Spotify
  • Automatische Unfall-/Notfall-Benachrichtigung während bestimmter Aktivitäten
  • Batterielaufzeit Beispiele (bis zu)
    • Smartwatch-Modus mit Fitness-Tracker-Funktionen und Herzfrequenzmessung am Handgelenk rund um die Uhr
      • Vivoactive 4: 8 Tage
      • Vivoactive 4S: 7 Tage
    • GPS-Modus
      • Vivoactive 4: 15 Stunden
      • Vivoactive 4S: 13 Stunden
    • GPS-Modus mit Musik
      • Vivoactive 4: 6 Stunden
      • Vivoactive 4S: 5 Stunden
  • Garmin Pay Funktion für das bargeldlose Bezahlen (mit den Partnern Boon, VIMpay & Mastercard)
  • Farbvarianten: Schwarz mit Gold, Sandfarben mit Roségold, Granitblau mit Silber und Schwarz mit Schieferfarben
  • Standard Quick Change Bands: 18 mm (Vivoactive 4S) und 22mm (Vivoactive 4). Somit können beliebige Standard Armbänder angebracht werden.

Display

Auch bei der Vivoactive 4 setzt der Hersteller auf ein transreflektives MIP-Display, das dauerhaft eingeschaltet und in fast jeder Umgebung ausgezeichnet ablesbar ist. Besonders unter hellen Bedingungen. Zu den weiteren Garmin Sportuhren mit MIP-Display gehören der Vorgänger Vivoactive 3 oder auch die Fenix 6. Die Garmin Venu unterscheidet sich an dieser Stelle und besitzt ein AMOLED-Display, das sie näher an Android-/Apple- oder auch Fitbit-Smartwatches bringt.

Ein transflektives MIP-Display ist zwar nicht so hochauflösend und die Farben nicht so satt wie bei einem AMOLED-Display, dafür ist es aber dauerhaft eingeschaltet (always-on Display) und im Freien und gar bei direkter Sonneneinstrahlung sehr zuverlässig und leicht ablesbar. Deshalb ist das Display wie geschaffen für den Sport im Freien und dafür verantwortlich, dass die Vivoactive 4 als Outdoor Sportuhr qualifiziert ist. Außerdem sorgt vor allem das Display wegen seines niedrigen Energieverbrauchs für sehr lange Akkulaufzeiten. Im Fitnessstudio ist die Ablesbarkeit auch gegeben, solange die Räumlichkeiten nicht extrem unterbeleuchtet sind. Im Extremfall kann stets die Hintergrundbeleuchtung aktiviert werden.

Hier ein Beispiel einer Vivoactive 3 mit transreflektivem MIP-Display im Vergleich zu einer Fitbit Ionic mit LCD-Display, die bei direkter Sonneneinstrahlung kaum ablesbar ist:

Wem also so eine gute Ablesbarkeit in hellen Umgebungen wichtig ist, ist bei der Garmin Vivoactive 4 genau richtig.

Gehäuse und Armband

Im Allgemeinen ist die Vivoactive 4 gut verarbeitet. Das gilt für das Polymer-Gehäuse samt Display als auch für das austauschbare Silikonarmband. Wer allerdings eine Garmin Fenix (Fenix 6 Test) in den Händen hatte, wird sofort einen Unterschied in der haptischen Wahrnehmung feststellen. Während die Fenix, sagen wir mal einen erwachsenen Eindruck macht, wirkt die Vivoactive verspielter und zierlicher, aber nicht billig. Denn die deutlich günstigere Vivoactive 4 ist mindestens halb so leicht (ab 40 Gramm) und fühlt sich etwas plastischer an. Immerhin bestehen Lünette als auch die Dornschließe aus Edelstahl.

Garmin Vivoactive 4
Garmin Vivoactive 4

Auf dem Handgelenk wirkt sie durchwegs schick und sportlich und macht sich beim Tragen kaum bemerkbar. Ein weiterer Vorteil des geringen Gewichts ist, dass man sie in der Regel problemlos auch nachts tragen kann ohne, dass sie stört. Dadurch profitiert man von allen wichtigen nächtlichen Trackingfeatures, unter anderem Ruhepulsaufzeichnungen, Schlafqualität und Garmins Body Battery. Eine Fenix ist da je nach Modellvariante neben dem höheren Gewicht auch deutlich wuchtiger, so dass der ein oder andere schweren Herzens gerne auf das nächtliche Tracken verzichtet und die Uhr beiseite legt. Gerade die Nachtaufzeichnungen aber können für Sportler sehr wichtig sein, da sie helfen ein runderes Gesamtbild der Fitness zu erhalten.

Das Silikonarmband macht einen angenehmen Eindruck, denn es ist weich und anschmiegsam. Das Tragegefühl ist sehr gut. Die Quick Release Bands lassen sich gegen andere 18mm (Vivoactive 4S) oder 22mm (Vivoactive 4) Standardarmbänder austauschen. Dadurch kann man den Look der Uhr den eigenen Wünschen anpassen. Die Dornschließe vereinfacht die Handhabung.

Bedienung

Die Menüführung und Steuerung der Vivoactive 4 erfolgt über zwei Tasten auf der rechten Seite des Gehäuses sowie dem Touch-Display. Eine berührungsempfindliche linke Gehäuseseite (Side Swipe) wie bei der Vivoactive 3 ist nicht vorhanden. Side Swipe funktioniert leider nicht immer zuverlässig, so dass die viele User diese garnicht aktiv einsetzen. Das wird auch der Grund sein, weshalb Garmin bei der Vivoactive 4 auf Side Swipe verzichtet.

Die rechte obere Taste ist die Aktionstaste und wird gedrückt, wenn man etwa das Gerät ein-/ausschalten, Aktivitäten Starten und Stoppen, das Steuerungsmenü anzeigen (2 Sekunden gedrückt halten), die Notfallhilfe aktivieren (5 Sekunden gedrückt halten) oder Aktionen bestätigen möchte.

Die linke untere Taste ist die Zurück-Taste. Mit ihr gelangt man zur vorherigen Seite zurück oder markiert in Aktivitäten neue Runden/neue Sätze.

Und dann ist da noch das vor allem im Alltag sehr hilfreiche Touchdisplay, auf das man wischen, tippen und festhalten kann, um etwa Widgets, diverse Funktionen und Menüs zu steuern oder Aktionen zu bestätigen. Manche Aktionen, wie zum Beispiel das Auswählen eines Sportprofils, können nur über das Touchdisplay ausgewählt werden.

Insgesamt finden wir die Bedienung sehr gelungen und der Bedienung des Vorgängers überlegen.

Garmin Vivoactive 4 Test: Praxis

Kommen wir im Vivoactive 4 Testbericht zu den sportlichen Szenarien und schauen unter anderem auch auf GPS- und Pulsmesser-Genauigkeit. Die Vivoactive 4 ist eine GPS Multisport Smartwatch, das heißt ein Allrounder. Einen automatischen Multisportmodus gibt es wie bei den meisten erhältlichen Sportuhren allerdings nicht. Diese Funktion bleibt High-End Sportuhren wie der Fenix 5 oder Fenix 6 vorbehalten. Der automatische Multisportmodus erlaubt es mehrere Sportarten nahtlos als eine Einheit aufzuzeichnen, was vor allem für Triathleten interessant ist. Die Vivoactive 4 bietet für die meisten Sportler dennoch einen Mehrwert, denn sie ist vielseitig und mit weiteren Apps aus dem Garmin Connect Store sowie ANT‍+ oder Bluetooth Sport-Sensoren erweiterbar. Dazu zählen Herzfrequenz-Brustgurte, Lauf-/Geschwindigkeits-/Trittfrequenz- sowie Approach CT10 Golfsensoren. Auch Varia Smart-Fahrradlichter/Radar als auch ANT‍+ Temperatursensoren sind koppelbar.

Sie bietet zwar nicht die Daten- und Analysetiefe (wie etwa Trainingsbelastung, Trainingseffekt, Erholungszeit) eines Forerunner- oder Fenix-Modells, aber im Vergleich zur Konkurrenz immer noch deutlich mehr sportliche Werkzeuge und verfügbare und individuell anpassbare Datenseiten und -felder. Wer vielseitige Navigations-Optionen oder einen automatischen Multisportmodus benötigt schaut sich aber lieber beispielsweise die Fenix-Modelle genauer an, die diese Bereiche besser abdecken.

Wie unser Vivoactive 4 Test zeigen wird, spart die Uhr nicht gerade an Einstellungs- und Aufzeichnungsoptionen je Sportprofil (auch beispielsweise für Schwimmer, Golfer und Snowboarder), weil jede Menge Datenfelder zum Konfigurieren zur Verfügung stehen. Gerade dieses Merkmal ist ein Garmin Alleinstellungsmerkmal, das keine Apple Watch, Polar oder Suntoo Sportuhr oder eine Fitbit Fitnessuhr bietet. Deshalb kann eine Vivoactive 4 auch für Profis interessant sein. Jeder kann die Uhr und was sie während des Sports wo auf den verfügbaren Datenseiten anzeigen soll so konfigurieren, wie es ihm passt.

Vor dem Workout

Für den Anfang gehen wir exemplarisch eine runde Joggen und wollen testen wie genau Pulsmesser und GPS-Empfänger arbeiten und welche Einstellungsmöglichkeiten ein Sportprofil bietet. Dazu bietet sich das Laufen immer gut an, da man hier viele Optionen und auch die Handhabung zeigen kann.

Wenn man eine (Outdoor-) Aktivität auswählt, wird der GPS-Empfänger automatisch aktiviert (je nach Sportart auch nicht). Die Positionsbestimmung wird Garmin-typisch innerhalb von wenigen Sekunden ermittelt. Am schnellsten geht es, wenn die Uhr vorher mit der App verbunden war und man sich vor Aktivitätenbeginn wenig bewegt und die Positionsbestimmung abwartet. Die Vivoactive 4 teilt klar und deutlich mit, wenn sie bereit ist:

Garmin Vivoactive 4 Test: Laufen
Garmin Vivoactive 4 Test: Laufen

Vorher gekoppelte Sensoren (wie Lauf-/Rad- oder Herzfrequenz-Sensoren) werden automatisch in die Aktivität eingebunden und ihre Daten mit aufgezeichnet. Entdeckt die Vivoactive 4 beispielsweise einen neuen noch nicht gekoppelten HR-Brustgurt, fragt sie, ob dieser gekoppelt werden soll. Stimmt man zu, so wird der integrierte Pulssensor für die Dauer der Aktivität deaktiviert.

Anpassungen

Vor Beginn hat man noch die Möglichkeit spezifische Profileinstellungen vorzunehmen. So lassen sich beispielsweise die verfügbaren Seiten und ihre Datenfelder sehr gut und detailliert individualisieren.

Für die Sportprofile stehen diverse Datenfelder, Alarme sowie Runden- (Auto Lap-) und Auto Pause-Funktionen zur Verfügung. Die Datenfelder werden auf maximal 3 Trainingsseiten dargestellt. Eine eigene 4. nicht editierbare Trainingsseite steht für die Anzeige der aktuellen Herzfrequenz sowie der aktuellen HR-Zone zur Verfügung. Diese lässt sich lediglich ein- oder ausschalten.

Je Trainingsseite können 1 bis maximal 4 Datenfelder angezeigt werden. Somit können maximal 12 verschiedene Datenfelder gleichzeitig auf den 3 Seiten abgelesen werden. Zusätzlich auf der vierten Datenseite noch die oben genannten HR-Daten.

So sieht die vierte Seite mit den HR-Daten aus:

Garmin Vivoactive 4 Test: HR-Daten
Garmin Vivoactive 4 Test: HR-Daten

Unter den auswählbaren und teils konfigurierbaren Datenfeldern befinden sich beispielsweise (kleiner Auszug):

  • diverse Timer-Felder (wie Timer, Rundenzeit, Zeit – letzte Runde)
  • Distanzfelder (wie Distanz, Rundendistanz, Distanz letzte Runde)
  • Geschwindigkeitsfelder (wie Geschwindigkeit, Durchschnitts-Geschwindigkeit, Runden-Geschwindigkeit, Maximales Tempo)
  • Herzfrequenzfelder (Herzfrequenz, Durchschnitts-HR, Herzfrequenz-Bereich, Trainings-Effekt, HR Runde, …)
  • Diverse Schrittfrequenzfelder
  • Diverse Trittfrequenzfelder, Temperaturfelder, Höhenfelder
  • Andere Felder wie Kalorien, Richtung, Runden und vieles mehr

Alarme

Die konfigurierbaren Alarme sind ebenfalls sehr vielfältig (kleiner Auszug):

  • Herzfrequenz (einzelne Zonenbereiche mit unterer/oberer Alarm auswählbar, auch manuelle Eingabe für max. HF möglich)
  • Geschwindigkeits, Zeit-, Distanz- Tritt-/Schrittfrequenzalarme
  • Benutzerdefinierte Alarme wie Trinken, Essen, Umkehren, Nachhause

Greift einer der Alarme, meldet sich die Vivoactive 4 via Vibrationsalarm und visuell auf dem Display.

Während des Workouts

Während des Workouts kann man das stets sehr gut ablesbare Display über Wischgesten bedienen und sich die konfigurierten Seiten ansehen. Das kann bei schwitzigen Fingern auch schon mal nicht so zuverlässig funktionieren. Die Tasten ermöglichen das manuelle Markieren von Runden oder das Starten/Stoppen/Pausieren der Aktivität. Außerdem gelangt man durch längeres Drücken in diverse Menüs der Uhr oder zu einfachen Navigationsoptionen (Lokationen speichern oder aufrufen).

Wird die Aktivität beendet, kann sie gespeichert oder verworfen werden:

Garmin Vivoactive 4: Trainingsende
Garmin Vivoactive 4: Trainingsende

Hat man persönliche Rekorde gebrochen, honoriert die Vivoactive 4 die Leistung mit Auszeichnungen und Trophäen. Bei Bedarf zeigt sie eine Zusammenfassung des Workouts an:

GPS

Für den Vivoactive 4 GPS-Test war in unserem ersten Lauf GPS/GLONASS aktiviert.

Tipp: Wer genauere Aufzeichnungen erzielen möchte, sollte vorher in den System-Einstellungen das Aufzeichnungsintervall auf 1 Sekunde einstellen. Dort ist nämlich die Option Smart Recording voreingestellt, die akkuschonender, aber Strecken dafür ungenauer aufzeichnet. Wissen sollte man, dass sich das 1-Sekunden Aufzeichnungsintervall nur auf die aufzuzeichnenden Daten auswirkt und keinen Einfluss auf tatsächlich gemessene Metriken hat. Das heißt letztlich, dass die Datei, die die Strecke enthält größer wird und mehr Messpunkte aufweist. Der Speicher der Uhr wird also stärker ausgelastet.

Insgesamt kriegt die Vivoactive 4 die Aufzeichnung für unseren ersten Testlauf (ca. 5km) bei gutem Wetter ganz ordentlich hin und leistet sich keine groben Patzer:

Garmin Vivoactive 4: GPS Genauigkeit
Garmin Vivoactive 4: GPS Genauigkeit

In einem weiteren abwechlsungsreicheren Test über 7 km zeigen sich streckenweise auch ungenauere Aufzeichnungen. Zum Vergleich haben wir die Messungen einer Garmin Fenix 6 Pro darübergelegt, die identisch eingestellt war (GPS/GLONASS). Die Fenix 6 Pro wurde gleichzeitig auf dem rechten Arm getragen, während sich die Vivoactive auf dem linken Arm befand. Das allein kann eine GPS-Aufzeichnung anders aussehen lassen, manchmal lag die Vivoactive 4 teils aber deutlich neben der Strecke. So zum Beispiel im folgenden Screenshot zu sehen, in dem zu sehen ist wie die Fenix 6 Pro (orange) die tatsächlich zurückgelegte Strecke sehr gut wiedergibt:

Garmin Vivoactive 4: GPS Genauigkeit
Garmin Fenix 6 Pro (orange), Vivoactive 4 (rot)

Eine praktisch identische Strecke laufen wir eine Woche später und siehe da: die Strecke wird viel besser aufgezeichnet. Die tatsächlich gelaufene Strecke wird sehr gut wiedergegeben (zur besseren Darstellung quer abgebildet):

Garmin Vivoactive 4: GPS Genauigkeit
Garmin Vivoactive 4: GPS Genauigkeit

Pulsgenauigkeit

Während des Vivoactive 4 Tests war parallel unser Polar H10 HR-Brustgurt dabei. Dadurch können wir gegenmessen, ob der Vivoactive 4 Pulssensor den Puls genau misst. Die zwei Messkurven über die Zeit übereinandergelegt sehen wie folgt aus:

Garmin Vivoactive 4: Puls-/HR-Genauigkeit
Garmin Vivoactive 4: Puls-/HR-Genauigkeit

Wir hatten auch schon genauere optische Pulsmesser im Test, aber insgesamt leistet sich die Garmin Vivoactive 4 auch hier keine größere Patzer. Bei der optischen Pulsmessung können viele Faktoren die Messung verfälschen, siehe dazu unser FAQ Artikel zu optischen Pulssensoren in Sportelektronik. Das heißt, dass HR-Messungen nicht bei jedem so aussehen müssen. Die Durchschnittswerte sehen in der Summe gut aus:

Garmin Vivoactive 4: HR-Messung Genauigkeit 
Garmin Vivoactive 4Polar H10
HR Durchschnitt (S/min)161160
HR Max. (S/min)174173

Ein weiterer, längerer Lauf über 7km zeigt ein ähnliches Bild. Gelb markiert im Bild unten ist eine HR-Spitze der Vivoactive 4, die da nicht hingehört. So was kann mal vorkommen, wenn die Uhr beispielsweise nicht richtig sitzt. Jedoch ist bei der Garmin Vivoactive 4 im Test immer wieder etwas „Unruhe“ durch kleinere Spitzen zu sehen, die im Endergebnis sicher auch die Durchschnittswerte beeinflusst. Dies verdeutlicht folgender Screenshot.

Garmin Vivoactive 4: HR-Messung Genauigkeit 
Garmin Vivoactive 4Polar H10
HR Durchschnitt (S/min)158156
HR Max. (S/min)180178

Genauigkeit Intervalltraining

Als Allrounder kann die Garmin Vivoactive 4 auch für das Intervalltraining interessant sein. Im Vivoactive 4 Test schauen wir deshalb wie der Pulssensor bei schnellen Änderungen der Herzfrequenz reagiert. In der Regel haben optische Pulssensoren beim Intervalltraining so ihre Probleme. Diese drücken sich zum Beispiel so aus, dass HR-Daten nur verzögert oder einfach falsch (oft zu niedrig) gemeldet werden. Aber die Vivoactive 4 macht während des Intervalltrainings einen guten Eindruck, bis auf ein paar wenige Stellen. Sie zieht vor allem während den Steigerungen der Intensität ordentlich mit (im Bild unten lila) und zeigt lediglich in den Pausen verzögerte Messwerte, wenn die Herzfrequenz immer langsamer wird.

Garmin Vivoactive 4 Test Intervalltraining: Lila: Vivoactive 4 - Grün: Polar H10 HR-Brustgurt
Garmin Vivoactive 4 Test Intervalltraining: Lila: Vivoactive 4 – Grün: Polar H10 HR-Brustgurt

Die Vivoactive 4 beweist, dass auch Intervalltraining mit ihr möglich ist. Das sollte aber jeder für sich gegenprüfen, da die Messungen von Hauttyp zu Hauttyp unterschiedlich ausfallen können. Wenn möglich im Vergleich mit einem guten HR-Brustgurt. Die Durchschnittswerte sehen sehr gut aus.

Garmin Vivoactive 4: HR-Messung Genauigkeit Intervalltraining
Garmin Vivoactive 4Polar H10
HR Durchschnitt (S/min)151150
HR Max. (S/min)176174

Garmin Vivoactive 4 oder Garmin Venu

Die meisten Eigenschaften haben die Garmin Vivoactive 4 und Garmin Venu gemeinsam, da die Hardware im Gehäuse identisch ist. Wir haben auch einen ausführlichen Vergleich zwischen Vivoactive 4, Venu und Vivoactive 3 (Music), in dem wirklich alle Unterschiede vermerkt sind. Hier gibt es nur ein paar Hinweise und Unterschiede zwischen Vivoactive 4 und Venu.

Zur Garmin Venu greift man nur, wenn das Display mehr in Richtung einer Apple Watch oder Fitbit-Uhr gehen soll. Das bedeutet etwa hochauflösendere und performantere Darstellungen von Animationen oder auch animierte Watchfaces.

Im Gegenzug muss man sich bei der Venu mit kürzeren Akkulaufzeiten zufrieden geben. Diese kommt nicht ganz an vergleichbare aktuelle Garmin Modelle mit transreflektiven Displays heran, übertrumpft aber die meisten Android- und Apple-Smartwatches um einige Tage deutlich. Es ist davon auszugehen, dass bei Deaktivierung nicht genutzter Funktionen die Akkulaufzeit noch deutlich erhöht werden kann.

Das AMOLED-Display ist im Freien bzw. unter sehr hellen Bedingungen in manchen Situationen schwieriger, weil spiegelnder ablesbar. Diese Erfahrung bei Smartwatches mit (AM)OLED-/LCD-Displays mussten wir leider oft machen. Gerade diesen Aspekt werden wir im Garmin Vivoactive 4 Test genauer unter die Lupe nehmen, wir erwarten hier aber keine Überraschungen. In Umgebungen wie Fitnessstudios hingegen können AMOLED-Displays im Vergleich zu anderen Displays klar ihre Stärken ausspielen, da das Display heller, kontrastreicher und mit satteren Farben ausgestattet ist.

Alle anderen Features beider Fitnessuhren sind praktisch identisch. Man muss sich also keine Sorge machen, dass man mit der Vivoactive 4 oder Venu aus sportlicher Sicht Kompromisse eingeht. Folgender Vergleich zwischen Vivoactive 4 und Garmin Venu stellt die Uhren gegenüber und verdeutlicht die Unterschiede, die sich ausschließlich aus den unterschiedlichen Displays ergeben.

Garmin Vivoactive 4 S vs Vivoactive 4 vs Venu
MerkmalVivoactive 4 SVivoactive 4Venu
Abmess. (mm)40 x 40 x 12,745,1 x 45,1 x 12,843 x 43 x 12
Gewicht (Gramm)405046,3
Gehäusemat.PolymerPolymerPolymer
Lünettenmat.EdelstahlEdelstahlEdelstahl
Armbandtyp (Stegbreite)Quick Change (18 mm)Quick Change (22 mm)Quick Change (20 mm)
Displaymat.Gorilla GlasGorilla GlasGorilla Glas
DisplaytypMIP Farb-TouchdisplayMIP Farb-TouchdisplayAMOLED Farb-Touchdisplay
Displaygröße27,9 mm (1,1″)33 mm (1,3″)30,4 mm (1,2″)
GPS | GLONASS | Galileo | Connected GPS● | ● | ● | ○● | ● | ● | ○● | ● | ● | ○
Bluetooth | ANT+ | WLAN● | ● | ●● | ● | ●● | ● | ●
Barometer | Kompass | Gyroskop● | ● | ●● | ● | ●● | ● | ●
Acceleromet. | Thermomet. | Helligkeits-Sensor● | ● | ○● | ● | ○● | ● | ○
Integrierter Speicherplatz4 GB4 GB4 GB
Akkulaufzeit | mit GPS (bis zu)7d | bis zu 13h8d | bis zu 15h5d | bis zu 20h
Wasserdicht bis50 m (5 ATM)50 m (5 ATM)50 m (5 ATM)
UVP ab (EUR)279,99299,99349,99
Preis Amazon.de*EUR 279,00EUR 288,98EUR 349,00

Garmin Vivoactive 4: Kaufen, Preise, Verfügbarkeiten

Die Garmin Vivoactive 4 ist bereits erhältlich. Wir haben eine Einkaufsoption sowie einige Artikel- und EAN-Nummern sowie Artikelbezeichnungen zusammengefasst:

Garmin Vivoactive 4: Kaufen, Artikel- und EAN-Nr.
ProduktModellnr.
EAN
UVP (€) abAmazon Logo*
Vivoactive 4S Grau / Silber010-02172-02
0753759227654
279,99Produktseite (EUR 279,00)
Vivoactive 4S Weiss / Rosegold010-02172-22
0753759227739
299,99Produktseite (EUR 289,00)
Vivoactive 4 Dunkelgrau / Silber010-02172-02
0753759227975
299,99Produktseite (EUR 288,98)
Vivoactive 4 Schwarz / Schiefergrau010-02172-12
0753759228019
329,99Produktseite (EUR 288,99)
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