Fitness-TrackerSportuhr

Garmin Venu Sq Test: Fitness-Uhr mit GPS für unter 200 Euro

Etwas abgespeckt, aber viele wichtige Merkmale sind an Bord

Bewertung

Handhabung
Akkulaufzeit
Ausstattung
Software
Verarbeitung

Im Garmin Venu Sq Test schauen wir der GPS Fitnessuhr genauer auf die Finger. Sie erweitert die Serie um ein abgespecktes, aber deutlich günstigeres Modell. Sie sieht mit ihren kantigeren Zügen ihrem großen Bruder nicht ähnlich, vergleichbar sind sie aber dennoch. Wem dieser zu teuer ist, wird dem neuen Modell kaum noch widerstehen können.

Sie wurde für 199,99 € (UVP), die Venu Sq Music für 249,99 € (UVP), angekündigt und ist inzwischen im Handel schon ab 172,00 € ➚* zu haben. Dabei ist sie mit GPS- sowie reihenweise Smartwatch- und Fitness-Funktionen ausgestattet, so dass sie sich nicht verstecken muss. Was sie neben dem Preis besonders macht und wo gespart wurde erfährt Ihr hier.

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Garmin Venu Sq (Music): Die Highlights

Garmin gibt für die Venu Sq und Sq Music neben zeitgemäßen Funktionen auch einige Highlights bekannt. Diese ähneln zwar der Garmin Venu und Venu 2, jedoch müssen Nutzer auch einige Kompromisse eingehen. Welche das sind folgt weiter unten im Text.

Garmin Venu Sq: Display gut ablesbar und kontrastreich
Garmin Venu Sq: Display gut ablesbar und kontrastreich
  • GPS, GLONASS und zusätzlich Galileo
  • helles, farbintensives 1,3‘‘ TFT-Touchdisplay
  • Aktivitätstracker: 24/7 Herzfrequenzmessung, erweiterte Schlafanalyse, Schritte, Distanz
  • für strukturierte Trainings geeignet: Trainingspläne sowie individuelle Laufpläne
  • Atemfrequenz, Pulse Ox (Sauerstoffsättigung), Body Battery
  • Menstruationszyklus-Tracking
  • Unfallbenachrichtigung und Notfallhilfe
  • Connect IQ für weitere Apps, Widgets, Displaydesigns
  • Batterielaufzeit bis zu 6 Tage, im GPS-Modus 14 Stunden
  • wasserdicht bis 50m (5 ATM)
  • weitere Kleinigkeiten wie Garmin Pay

Venu Sq Music zusätzlich:

  • integrierter Musikspeicher: MP3- und Offline-Playlists-Wiedergabe für bis zu 500 Titel
  • Kompatibilität mit Amazon Music, Spotify und Deezer

Die Variante Sq Music ist also fast identisch zur Variante ohne Musikspeicher. Der Hauptunterschied besteht tatsächlich nur in der Musikoption. Diese ermöglicht, dass Nutzer unterwegs oder während des Sports kein Smartphone mitführen müssen, um Musik zu hören. Denn auf ihrem integrierten Musikspeicher können ca. 500 MP3-Dateien – auch in Form von Offline-Playlists – hinterlegt werden. Gekoppelt mit gängigen Bluetooth Kopfhörern ist der Musikspaß für unterwegs gesichert.

Wer das Smartphone eh immer dabei hat und darüber Musik hört, kann auch zur günstigeren Variante greifen. Denn mit dieser kann über ein Widget auf der Uhr der Musicplayer des Smartphones gesteuert werden.

Garmin Venu Sq

Im Garmin Venu Sq Test schauen wir uns einige Merkmale genauer an, aber zuerst werfen wir einen Blick auf das Äußere. Der Hersteller traut sich zurück zu eckigeren Zügen und bietet somit auch eine Alternative für das Auge. Die Musikvariante Sq Music ist in Gehäusegröße und Design identisch.

Natürlich bietet die Uhr praktisch alle modernen Merkmale aktueller Modelle des Herstellers. Dazu gehören beispielsweise zahlreiche Sportprofile, ein 24/7 Aktivitätstracker (Schritte, Distanz, Schlaf,…), 5 ATM Wasserdichtigkeit, Smartphone-Benachrichtigungen, Steuerung des Smartphone Musicplayers, Body Battery und vieles mehr.

Die Armbänder lassen sich über Entriegelungsstifte schnell und einfach gegen 20 mm breite standardmäßige Wechsel-Armbänder austauschen. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Materialien, auch von Drittanbietern. So lässt sich der Look für jeden Anlass abrunden.

Garmin Venu Sq: einfachers Wechseln der Armbänder
Garmin Venu Sq: einfachers Wechseln der Armbänder

Es gibt in puncto Verarbeitung wenig auszusetzen. Das gilt für das Polymer-Gehäuse samt Display als auch für das austauschbare Silikonarmband. Die zwei seitlichen Tasten lassen sich gut bedienen und erleichtern, vor allem während des Sports, die Bedienung. Das Design mag man entweder oder nicht. Es ist vergleichbar mit der Fitbit Versa 2 und 3 und Fitbit Sense.

Die Uhr ist weit weg von einer wuchtigen Sportuhr wie beispielsweise die Fenix 6. Mit ihren 37,6 Gramm müssen Nutzer sich schon sehr anstrengen, um die Uhr am Handgelenk überhaupt wahrzunehmen. Zum Vergleich, die Venu wiegt 46,3 Gramm. Somit vermittelt sie ein luftiges Tragegefühl, so dass sie auch Nutzer tragen können, die Uhren sonst eher ungern tragen.

Garmin Venu Sq: Pulssensor
Garmin Venu Sq: Pulssensor

Die Menüführung und Steuerung erfolgt über zwei Tasten auf der rechten Seite des Gehäuses sowie dem gut reagierendem Touch-Display. Über Touch- und Tippgesten blättern Nutzer durch Widgets, Funktionen und Menüs. Dies erlaubt vor allem im normalem Gebrauch eine schnellere und komfortablere Bedienung.

Über die rechte obere Aktionstaste gelangen sie zu weiteren Funktionen: Gerät ein-/ausschalten, Aktivitäten Starten und Stoppen, das Steuerungsmenü anzeigen (2 Sekunden gedrückt halten), die Notfallhilfe aktivieren (5 Sekunden gedrückt halten) oder Aktionen bestätigen. Die linke untere Taste ist die Zurück-Taste. Mit ihr gelangen Nutzer zur vorherigen Seite zurück oder markieren in Aktivitäten neue Runden/neue Sätze.

Venu Sq mit farbintensivem Display

Das 1,3“ (3,3 cm) Touchdisplay der Venu Sq ist ein von Garmin nicht näher spezifiziertes Liquid Crystal-Display. Es ist auffällig hell und farbintensiv und von Corning Gorilla Glass geschützt. Es lässt sich praktisch in jeder Situation gut ablesen, zumal die Darstellung gestochen scharf ist.

Garmin Venu Sq Test: gutes Display
Garmin Venu Sq Test: gutes Display

Der Hersteller liefert einige vorinstallierte Displaydesigns, es können aber zahlreiche weitere über den App Store Connect nachinstalliert werden. Außerdem lassen sie sich editieren sowie eigene Designs erstellen. Es stehen beispielsweise diverse analoge und digitale Ziffernblätter, Farben sowie Datenfelder zur Verfügung.

Um Energie zu sparen ist es normalerweise ausgeschaltet. Eine entsprechende Armbewegung oder ein Doppel-Tipp auf das Display weckt es auf. Einstellbar sind desweiteren Helligkeit und die Zeitdauer, in der das Display aktiv ist. Eine Always-On-Option ist vorhanden. Dies beschränkt sich im Uhrmodus aber auf die Anzeige der Uhrzeit. Die Option ist auch auf den Sportmodus während Aktivitäten anwendbar. In dem Falle sind aber alle Daten des aktiven Display ersichtlich.

Wer sich ein noch besseres Display wünscht, dem können wir die Venu empfehlen. Ihr AMOLED-Display ähnelt dem Display einer Apple Watch, denn es ist nochmal heller, kontrastreicher und höher auflösender.

Venu Sq hat klaren Schwerpunkt

Garmin Venu Sq Music
Garmin Venu Sq Music

Die Venu Sq hat einen klaren Schwerpunkt. Diesen bilden zahlreiche Gesundheits- und Fitness sowie smarte Funktionen. Die meisten von diesen sind 24/7 aktiv. Nutzer erhalten einen vielfältigen Begleiter und unter anderem eine Übersicht über Herzfrequenz, Schlafqualität, Energiereserven sowie Stresslevel.

Als Leichtgewicht ist sie auch hervorragend für dieses Szenario geeignet. Denn so lässt sich die Uhr komfortabel dauerhaft tragen, was zum fast lückenlosen Gesundheitstracking beiträgt. Das Modell ist auch deswegen ein Kandidat für die Aufnahme in unserer Liste der besten Fitness-Uhren. Eine EKG-Funktion ist nicht an Bord. Wer sich für sowas interessiert, legen wir unsere Liste der besten Fitness-Uhren mit EKG-Funktion ans Herz.

Der Aktivitätstracker gehört zu den genauesten, den Nutzer auf einer Fitnessuhr vorfinden können. Er ist dauerhaft im Hintergrund aktiv und hält Herzfrequenz, Schritte, zurückgelegte Distanzen, Intensitätsminuten, Kalorienverbrauch sowie Schlafstatistiken fest, die auch in separaten Widgets angezeigt werden können.

Wer gerne Ziele verfolgt, um während eines Tages einen gewissen Aktitviätsgrad zu erreichen, wird sich über die Funktion „Automatisches Ziel“ freuen. Dieses generiert auf Basis vergangener Tage automatisch ein Tagesziel und ist auf dem Display der Uhr einsehbar. Nutzer haben dann den ganzen Tag Zeit dieses Ziel zu erreichen, wenn sie sich entsprechend bewegen. Individuelle Tagesziele sind aber auch konfigurierbar.

Auch vielfältige Sportaktivitäten möglich

Auch sportlich ist mit der Venu Sq einiges möglich wie wir im Test erfahren durften. Sie eignet sich nicht nur zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Fitness, sondern auch zur Wettkampfvorbereitung. Das ist in dieser Preiskategorie nicht selbstverständlich. 20 Indoor- und Outdoorsport-Apps wie Laufen, Radfahren, Yoga und Kraftsport sind vorinstalliert. Darüberhinaus stehen adaptive Trainingspläne für Laufziele sowie über 50 Trainings mit Anleitung zur Verfügung.

Wie auf jeder Fitnessuhr von Garmin können Sportler je Profil diverse Einstellungen vornehmen, um dieses den eigenen Vorstellungen anzupassen. So lassen sich beispielsweise die verfügbaren Seiten, ihre Datenfelder sowie Alarme individualisieren. Greift einer der Alarme, meldet sich die Uhr entsprechend, etwa, wenn eine definierte Herzfrequenz oder Tempo erreicht wird.

Es stehen weiterhin einfache, vorinstallierte Intervalltrainings zur Verfügung, die wie vordefiniert durchgeführt werden. Über Connect können aber eigene Trainings und ganze Trainingspläne, samt Trainingskalender auf die Venu Sq geladen werden. Jeder einzelner Intervallschritt lässt sich vorher auch zur besseren Vorbereitung einsehen.

Nach dem Training gibt es auf der Uhr als auch in der App ausführliche Statistiken und Darstellungen. Mit der Zeit werden dann auch persönliche Trends erkennbar, so dass Nutzer sich nach Bedarf verbessern können:

Venu Sq (Music) oder Venu? Auf was verzichtet werden muss

Die Garmin Venu Sq und Venu Sq Music sind zwar preislich äußerst attraktiv. Aber Nutzer sollten wissen auf was sie verzichten müssen, wenn sie diese der höherpreisigeren Venu vorziehen möchten.

Die Größe des TFT Farb-Touchdisplays ist zwar mit 33 mm (1,3″) (Venu: 30,4 mm (1,2″)) etwas größer, allerdings ist Auflösung und Kontrast des AMOLED-Displays der Venu besser. Gerade die schlechtere Auflösung dürfte schnell ins Auge fallen. Dabei stehen 240×240 Pixel deutlich besseren 390×390 Pixel gegenüber.

Außerdem ist die Akkulaufzeit etwas schlechter. Während Venu im GPS-Modus ca. 20 Stunden schafft, sind es bei Venu Sq 14 Stunden. Im Uhrmodus gleichen sich alle Varianten mit etwa 6 Tagen Laufzeit.

Es ist auch kein barometrischer Höhenmesser eingebaut, in der Venu aber schon. Somit ist auch kein Etagenzähler installiert und in Workouts keine Gesamt-Anstiege und -Abstiege hinterlegt. Während des Sports greift die Uhr auf das GPS zurück, um Höhenmeter zu ermitteln. Diese sind in der Regel gegenüber durch einen barometrischen Höhenmesser ermittelten Werten ungenauer. Dem lässt sich aber erfreulicherweise entgegenwirken. Höhenmeter lassen sich nach einer Aktivität nachträglich in Garmin Connect oder vergleichbaren Diensten automatisch korrigieren.

Für abwechslungsreiche Workouts präsentiert die Venu animierte Übungen (Yoga, Pilates, Kraftsport und Cardiotraining) auf dem Display. Diese sind auf der Venu Sq leider auch gestrichen.

Wem der integrierte Musikspeicher wichtig ist, muss zur Venu Sq Music oder Venu greifen. Die günstigste Variante (UVP: 199 €) hat diese Funktion nicht.

Wie zu sehen ist, erhalten Interessenten beim abgespeckten Modell fast alle wichtigen Merkmale, so dass die Entscheidung für das passende Modell recht einfach ist. Außer, wenn eines der oben genannten Merkmale unverzichtbar ist. Alle weiteren Fitnessfunktionen sind praktisch identisch.

Wir haben auch einen ausführlichen Venu Sq oder Venu Vergleich mit Auswahltipps für das richtige Modell. In diesem sind wirklich alle Unterschiede vermerkt.

Menstruationszyklus-Tracking

Für Frauen bringt die Venu Sq wie bei fast allen neueren Modellen des Herstellers ein besonderes Extra mit. Der Tracker hilft dabei die einzelnen Phasen des Zyklus besser zu verstehen und liefert auch Erinnerungen über die Periode und Details über den Zyklus. Zudem liefert die App hilfreiche Tipps zu Ernährung und Training, die zur aktuellen Zyklus-Phase passen.

Garmin Venu Sq Test: Fazit

Wir konnten nun im Garmin Venu Sq Test einige Wochen lang Erfahrungen mit der Fitnessuhr sammeln. Wir finden, dass sie gut zu sportlich ambitionierten Menschen passt, die auf einige wenige Merkmale verzichten können. Letztlich ist sie bis auf die äußere Form doch mit der Venu vergleichbar. Wem also die Ausstattung ausreicht und das Design gefällt, greift hier gerne zu.

Die Bedienung ist sehr einfach, die sportlichen Möglichkeiten sind weitreichend und der Akku hält auch lange genug, so dass Nutzer nicht alle 1 bis 2 Tage das Gerät vom Handgelenk nehmen müssen. Mit den Smartwatchfunktionen entfällt so mancher Griff zum Smartphone.

Auch die Konfigurierbarkeit ist Garmin-typisch sehr gut. Jeder kann das Gerät so einstellen wie es für ihn am sinnvollsten ist. Alternativ schaut man sich auch eine Versa von Fitbit oder eben die Venu an, wenn ein besseres Display gewünscht wird.

Venu Sq: Verkaufsstart, Preis, Kaufoption

Der UVP-Preis der Garmin Venu Sq liegt bei 199,99 € (UVP), der der Venu Sq Music bei 249,99 €. Beide Fitness-Uhren sind ab sofort verfügbar, beispielsweise hier:

Venu Sq Angebote ab 172,00 €*
Venu Sq Music Angebote ab 206,00 €*

Zum Vergleich die Venu:

Venu Angebote ab 290,00 €*

Alternativen

Wir hoffen, unser Garmin Venu Test hat Ihnen gefallen. Als Alternativen schlagen wir folgende Sportuhren vor:

Garmin Venu Test

Die Garmin Venu mit AMOLED-Display bietet ähnliche Funktionen und noch mehr. Unter anderem ist ein GPS-Empfänger integriert.
Angebote ab 290,00 €*

Garmin Vivoactive 4: Trainingsende

Die bis auf das Display identische Garmin Vivoactive 4 ist vor allem in helleren Umgebungen vorteilhafter und preislich interessanter.

Angebote ab 239,95 € (239,95 € / stück)*

Fitbit Versa 2 Test

Die Fitbit Versa 2 ist besonders für Sportbegeisterte geeignet, die sich einen sportlichen und smarten Allrounder mit tollem Display und sehr guter App wünschen. Er verfügt auch über einen lokalen Musikspeicher. GPS kann nur über das Smartphone genutzt werden.

Angebote ab 146,24 €*
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