GYMWATCH Sensor
GYMWATCH Sensor

GYMWATCH – Fitness-Tracker erfasst Kraft und Bewegungen bei Fitnessübungen – Exklusives Interview mit Mitbegründer

Die GYMWATCH ist ein Fitness-Tracker, der Kräfte und Bewegungen in Fitnessübungen erfassen und auswerten kann. Auf der FIBO-Messe 2014 erhielt Fitness Modern einen kleinen Vorgeschmack auf den spannenden Sensor. Wir hatten die Gelegenheit uns die GYMWATCH näher anzuschauen und einen der Prototypen auszuprobieren. Ebenfalls stand uns einer der  Mitbegründer und Geschäftsführer – Fabian Walke – freundlicherweise Rede und Antwort.

Exklusives Interview mit Fabian Walke, Mitbegründer von GYMWATCH

Fitness Modern: Sie sind einer der Mitbegründer und Geschäftsführer von GYMWATCH. Was ist der Kerngedanke der GYMWATCH?

Fabian Walke: Ich bin einer von zwei Gründern und Geschäftsführern der GYMWATCH GmbH. Der Kerngedanke von GYMWATCH ist die mobile Erfassung von Daten im Fitnesstraining – weg von elektronischem Maschinentraining, hin zu freien Trainingsübungen.

Fitness Modern: Wie ist die Idee der GYMWATCH entstanden? Was hat Sie zur Entwicklung angetrieben?

Fabian Walke: Die Idee zu GYMWATCH entstand während meines Studiums der Sportinformatik. Ich stellte fest, dass die bisherige Sporttechnologie ausschließlich im Ausdauertraining angesiedelt ist und sich auf das Zählen von Schritten und die Berechnung des Kalorienverbrauches beschränkt.

Fitness Modern: Was waren die größten Hürden während der Entwicklung der GYMWATCH und wie wurden diese gemeistert?

GYMWATCH Logo (Quelle: Gymwatch)
Fabian Walke ist Diplom-Sportwissenschaftler mit Schwerpunkt Informatik und einer von zwei Gründern und Geschäftsführern bei der GYMWATCH GmbH.

Fabian Walke: Eine große Hürde war die Beantragung unseres EXIST-Stipendiums, um für die Ausgründung aus der Wissenschaft finanziell gefördert zu werden. Diplom-Sportwissenschaftler mit Schwerpunkt Informatik

Fitness Modern: Welche Zielgruppen sollen mit der Gymwatch angesprochen werden?

Fabian Walke: Sportler die Fitnessübungen durchführen, also Trainierende in Fitnessstudios und zu Hause, die nicht mehr mit Stift und Zettel Ihre Trainingsdaten protokollieren möchten, sowie Fitnessstudios und Trainer, welche die Qualität Ihrer Trainingsbetreuung verbessern möchten.

Fitness Modern: Warum sollte sich ein potenzieller Kunde für die GYMWATCH entscheiden? Was hebt sie von vergleichbaren Fitness-Trackern ab?

Fabian Walke: Weil kein anderer Fitness-Tracker den Bewegungsverlauf von Übungen und Kräfte so exakt aufzeichnen kann, wie wir es machen. Er vereint alle Vorteile von konkurrierenden Fitness-Trackern und ist nicht im Übungskatalog bei der Erfassung von Fitnessübungen eingeschränkt.

Fitness Modern: Welche Anwendungsfälle können mit der GYMWATCH konkret umgesetzt werden? Beschreiben Sie bitte einige Beispiele oder Beispielszenarien aus der Praxis ausführlich.

Fabian Walke: Sensor und Smartphone App können im „Guided-Mode“ den Sportler durch sein Training führen, Ihm also Feedback geben ob er die Trainingsvorgaben, die er sich selbst oder ein Trainer vorgegeben hat, tatsächlich auch einhält. Das Smartphone gibt Ihm Feedback, ob er die Übung korrekt durchführt, zu schnell oder zu langsam trainiert oder beispielsweise die Wiederholungen nur unvollständig durchführt.

Fitness Modern: Wie lassen sich die mit der GYMWATCH erfassten Daten vorteilhaft ausnutzen und wie kann dadurch die Entwicklung der körperlichen Fitness verbessert werden?

Fabian Walke: Ziel ist es, viele Daten über einen längeren Zeitraum zu erfassen und dadurch auch komplexe Trainingsanalysen durchführen zu können. Auf unserem Web-Portal haben wir hierfür eigens entwickelte Algorithmen implementiert, die dem Trainierenden automatisch Trainingsempfehlungen generieren, welche auf seinen persönlichen Daten, erfassten Trainingsdaten und seinen Trainingszielen basieren.

Fitness Modern: Ist der Nutzer in seiner Trainingsgestaltung an Vorgaben der GYMWATCH gebunden oder ist er frei in der Wahl der Fitnessübungen?

Fabian Walke: Wir unterscheiden zwei unterschiedliche Modi, „Free-Mode“ und „Guided-Mode“. Im „Free-Mode“ kann der Sportler sein Training selbst gestalten, also einfach ohne festen Trainingsplan in sein Fitnessstudio gehen und sofort loslegen. Im „Guided-Mode“ wählt der Sportler sein selbst erstellten, oder vom Trainer erstellten, Trainingsplan aus und lässt sich durch sein Training führen.

Fitness Modern: Sie werben damit, dass mathematische Modelle aus der Sportinformatik den Nutzer bei seinen Trainingseinheiten unterstützen. Wie findet eine Verknüpfung zwischen diesen Modellen und den ausgeführten Übungen statt? Können Sie diese Eigenschaft bitte ein bisschen konkretisieren? Welche Technologie und wie viel Intelligenz stecken in der GYMWATCH?

Fabian Walke: Die kurzfristige Trainingsdatenauswertung findet auf dem Sensor und dem Smartphone statt, die langfristige Auswertung auf unserem Web-Portal. Ziel ist es, die Periodisierung des Trainings automatisiert stattfinden zu lassen (Algorithmisierte Belastungssteuerung). Wir unterscheiden in unseren Modellen zwischen einem wissensbasierten Ansatz, der Expertenwissen und Ergebnisse aus sportwissenschaftlichen Studien beinhaltet, und einen datenbasierten Ansatz, der auf Basis der erfassten Daten Trainingswirkungsanalysen durchführt. Auf Basis dieser Modelle werden dem Nutzer automatisch neue und individuelle Trainingspläne vorgeschlagen bzw. es wird dem Sportler mitgeteilt, welche Belastungskonfigurationen für Ihn besonders geeignet sein könnten.

Fitness Modern: Sind alle beworbenen Features mit der Markteinführung vorhanden oder werden Features noch nachgereicht?

Fabian Walke: Ziel ist es, alle beschriebenen Features grundlegend bis zur Markteinführung implementiert zu haben. Selbstverständlich werden wir die Features mit kontinuierlichen Updates weiter verbessern.

Fitness Modern: Kann Alternativsoftware zur weiteren Datenverarbeitung und -darstellung eingesetzt werden oder ist der Nutzer an die App und dem Webservice von GYMWATCH gebunden?

Fabian Walke: Durch unsere API können die Daten auch in anderen Anwendungen verwendet werden (bspw. Forschung)

An dieser Stelle möchte sich Fitness Modern ausdrücklich bei Fabian Walke für das Interview bedanken!

GYMWATCH – Fitness-Tracker für zu Hause und das Fitness-Studio

Nachdem uns Fabian Walke ausführlich die Hintergründe der GYMWATCH näher gebracht hat, wollen wir den Fitness-Tracker GYMWATCH aus technischer Sicht  näher beleuchten.

Im GYMWATCH sind ein Beschleunigungsmesser, ein Gyroskop und ein Magnetometer eingebaut. Diese Sensoren sorgen dafür, dass die GYMWATCH wirkende Kräfte, Muskelbelastungen, Wiederholungen und Bewegungen in ausgeführten Fitnessübungen präzise erkennen und erfassen kann. Die Präzision geht so weit, dass während eine Übung ausgeführt wird Daten über die Startkraft, Explosivkraft oder Schnellkraft verfügbar sind. Darüber hinaus wird die gesamte Bewegungsamplitude erfasst. Außerdem können Wiederholungen und Teilwiederholungen unterschieden werden.

In Echtzeit wird ein Nutzer während eines Workouts audiovisuell (über eine App/Tablet/Monitor oder Kopfhörer) unterstützt. Die erfassten Daten werden dabei via Bluetooth Smart oder ANT an die gekoppelten Geräte übertragen. Dadurch, dass die GYMWATCH-Sensoren beispielsweise beim Einsatz von Trainingsgewichten exzentrische (Gewicht sinkt), konzentrische (Gewicht wird gehoben) und isometrische (Gewicht wird gehalten) Muskelkontraktionen feststellen können, ist es unter anderem möglich eine individuelle Trainingslast zu errechnen und dabei den Nutzer über Über- oder Unterbeanspruchung seiner Muskeln zu informieren. Das hilft dem Nutzer beispielsweise sich besser vor Verletzungen zu schützen.

Der Test auf der FIBO 2014 zeigte, dass die GYMWATCH zuverlässig zu schnelle und heftige Bewegungen sofort erkennt und den Nutzer warnt. Ebenfalls funktionierten die Hinweise der GYMWATCH, dass eine Übung richtig oder falsch ausgeführt wird. Das gesprochene Audiofeedback kam klar rüber, so dass man die Anweisungen der GYMWATCH gut umsetzen und seine Bewegungen korrigieren konnte.

Hat man die GYMWATCH an die richtige Position am Körper (auch hier leistet die Software Hilfestellung) erkennt sie automatisch welche Übung gerade ausgeführt wird, z.B. Push-Ups oder Squads. Weiterhin ist es möglich mehrere GYMWATCHes gleichzeitig einzusetzen und dadurch mehr Informationen zu erhalten. Dies ist dann hilfreich, wenn man zum Beispiel Übungen durchführt, bei denen Arme und Beine gleichzeitig belastet werden oder wenn man ein muskuläres Ungleichgewicht feststellen möchte.

Die GYMWATCH wird in unterschiedlichen Farben (schwarz, rot und weiß) erhältlich sein und mit einem größenverstellbarem Band geliefert. Das Band liegt angenehm auf der Haut auf. Die App wird für Android und iPhone verfügbar sein.

Wer die GYMWATCH finanziell unterstützen möchte, kann dies über die Crowdfunding-Plattform indiegogo tun, auf der auch viele weitere wichtige Eigenschaften der GYMWATCH aufgeführt sind. Noch mehr Details sind auf der GYMWATCH-Webseite verfügbar.

Quelle: Gymwatch

3 Kommentare

  1. Ich bin begeistert von der GYMWATCH!

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