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Garmin Forerunner 245 und 245M im Test: Wunschlos glücklich?

Im Garmin Forerunner 245 Test werfen wir einen ausführlichen Blick auf die Details der GPS Sportuhr. Vor allem steht im Vordergrund, was sie in der Praxis drauf hat und wie genau sie ist. Während sie ihrem Vorgänger Forerunner 235 äußerlich recht ähnlich sieht, spendiert Garmin der FR245 unter der Haube reihenweise Aufrüstungen, so dass sie näher an Garmins höherpreisigere Profisportuhren heranrückt. Allerdings zielt Garmin mit der FR245 weiterhin auf ambitionierte Hobbysportler ab und gibt ihnen Werkzeuge an die Hand, um sportlich voranzukommen. Die Music-Variante Forerunner 245M, die wir uns im Test ebenfalls ansehen werden, rundet das neue Modell ab.

Garmin Forerunner 245 Test: Fazit

Wir erlauben uns auf Basis unserer bisherigen Forerunner 245 Erfahrungen ein vorläufiges Fazit:

  • Übersicht
  • Testequipment/-log

Was uns gefällt

  • Für Selbstoptimierer geeignet
  • Geeignet für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Geführte Coaching-Programme gelungen
  • Komfortabel, smart, zuverlässig
  • Intuitive Bedienung
  • Ausgereifte App & Fitness-Plattform

Was uns nicht gefällt

  • Display in sehr dunklen Umgebungen ohne aktivierte Display-Beleuchtung schwer ablesbar
  • Kein Touchdisplay zur schnelleren Navigation im Alltag
  • Kein barometrischer Höhenmesser

Die Garmin FR245 (Music) ist eine grundsolide Lauf- und Sportuhr in die Garmin auch Funktionen höherpreisigerer Garmin Modelle gesteckt hat. Sie trägt sich komfortabel, lässt sich intuitiv bedienen und ist sportlich unheimlich vielseitig. Wer weniger braucht, schaut sich alternativ die Garmin Forerunner 45 oder bei der Konkurrenz die Polar Vantage.

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Weitere Preise & Anbieter

In diesem Testbericht zusätzlich eingesetztes Equipment:

  • Polar M430
  • Polar H10 Brustgurt
  • Samsung Galaxy S8 (Android 9)
  • iPhone 8 Plus (iOS 12.2)

Garmin Forerunner 245 Test: Changelog:

  • 01.05.19: Erste Infos
  • 13.05.19: Erste Tests und Erfahrungen

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Garmin Forerunner 245: Die Highlights

Die Garmin Forerunner 245 und die 245 Music gehören zu den Garmin Sportuhren, die 2019 zusammen mit der preisgünstigeren, aber dennoch gut ausgestatteten Forerunner 45 und der Profisportuhr Forerunner 945 den Markt betritt. Folgende Produkteigenschaften und Features, wir werden sie uns im Forerunner 245 Test noch ganz genau anschauen, können hervorgehoben werden:

  • Garmin Forerunner 245
    • GPS, GLONASS, Galileo zur Streckenaufzeichnung und Verfolgung von Tempo, Distanz und mehr
    • Neuer Pulssensor für das Handgelenk mit PulsOx-Sensor zur Messung der Sauerstoffsättigung im Blut
    • Garmin Coach 2.0 mit kostenlosen adaptiven Trainingsplänen für 5, 10 und 20 Kilometer Läufen direkt am Handgelenk
    • Erweiterte physiologische Funktionen wie Trainingsstatus, Erholungszeit, VO2max, aerober und anaerober Trainingseffekt
    • Erweiterte Laufeffizienzwerte mit optionalem Brustgurt oder Running Pod
    • Schwimmprofil für das Schwimmbad mit Unterstützung für Schwimmworkouts
    • Sturzerkennung während ausgewählter Aktivitäten. Erkennt die FR245 einen Sturz, meldet sie ihren Standort in Echtzeit über das gekoppelte Smartphone an hinterlegte Notfallkontakte
    • Body Battery zur Ermittlung des Energielevels unter anderem anhand der Herzfrequenzvariabilität, des Stresslevels oder der Schlafqualität
    • Diverse Sport-Profile, unter anderem Laufen, Radfahren, Laufband, Ellipsentrainer, Cardio, Yoga und viele mehr
    • Smartphone-Benachrichtigungen, Steuerung des Smartphone Musicplayers, Live-Tracking
    • Menstruationszyklus-Tracking für Frauen via Garmin Connect
    • Wasserdicht bis 5 ATM
    • Akkulaufzeit: bis zu 7 Tage im Smartwatch-Modus. Bis zu 24 Stunden im GPS-Modus. UltraTrac-Modus erlaubt noch längere Akkulaufzeiten. Bis zu 6 Std. im GPS-Modus mit Musik.
  • Music Variante Garmin Forerunner 245M zusätzlich
    • Integrierter Musikspeicher (ca. 500 Lieder) sowie Kompatibilität zu Spotify und Deezer. Offline Playlists werden unterstützt
    • WLAN

In Kombination mit dem Running Dynamics Pod oder einem kompatiblen HR-Brustgurt kann die Forerunner 245 auch erweiterte Werte wie die Bodenkontaktzeit, vertikale Bewegung oder Schrittlänge aufzeichnen.

Wem ein barometrischer Höhenmesser wichtig ist, wird bei der Forerunner 245/245M leider enttäuscht. Denn diesen hat Garmin ausgespart. Deswegen wird beispielsweise der Aktivitätstracker der FR 245 und FR 245 Music nicht in der Lage sein, zurückgelegte Etagen zu erkennen und zu zählen. Sicherlich ist dieser Umstand für die meisten Fitnessfans verschmerzbar. Etwas verwunderlich ist er aber dennoch, da sogar deutlich günstigere Garmin Fitness-Armbänder einen barometrischen Höhermesser besitzen. Dadurch wird der ein oder andere gezwungen sein, zu kostenintensiveren Garmin Sportuhren zu greifen.

Weiterhin fehlt ein Gyroskop, der beispielsweise in der Garmin Forerunner 645 Music verbaut ist sowie die Möglichkeit via Garmin Pay kontaktlos an der Kasse zu bezahlen.

Garmin Forerunner 245: Display, Design, Bedienung

Rund weiter im Trend

Im Vergleich zum Vorgänger Forerunner 235, die aus unserem Test bekannt ist und unserer Erfahrung nach aus Preis-Leistungssicht auch 2019 noch zu besten Laufuhren gehört, unterscheidet sich die Forerunner 245 optisch nicht all zu deutlich von ihr. Denn Garmin behält bei der Forerunner 245/245M das runde Design und folgt somit dem derzeitigen Trend. Diesen Trend bekam sogar die FR35 zu spüren, indem der Nachfolger FR45 auch auf ein rundes Design umgestellt wurde. Somit ist bei Garmin keine aktuelle Sportuhr mit eckigen Zügen mehr erhältlich, außer einige ältere Modelle.

Garmin Forerunner 245 Test
Garmin Forerunner 245 Test: Sehr gutes Display in fast jeder Situation

Die Größe des aus Corning Gorilla Glass 3 bestehenden Displays der Forerunner 245 liegt bei 1,2“ (30,4 mm), die Displayauflösung bei 240 x 240 Pixel. Somit steigt die Auflösung im Vergleich zum Vorgänger, die bei der FR235 215 Pixel beträgt. Das Gewicht liegt bei abermals reduzierten, mickrigen 38,5 Gramm, somit ist die Sportuhr am Handgelenk kaum spürbar.

Garmin Forerunner 245: leichte Bedienung mittels Tasten
Garmin FR 245: leichte Bedienung mittels Tasten

Das transflektive MIP-Display (Memory in Pixel) der Garmin Forerunner 245 ist sehr gut ablesbar. Außer in sehr dunklen Umgebungen. Dann muss von der integrierten Display-Beleuchtung Gebrauch gemacht werden, um etwa die Uhrzeit abzulesen. Das geht auch automatisch, bei einer entsprechenden Armbewegung etwa.

Mit sehr hellen Umgebungen hat das Display keine Probleme, die Ablesbarkeit ist selbst dann ausgezeichnet:

Garmin Forerunner 245 Test: Display
Garmin Forerunner 245 Test: Display

Software Performance gestiegen

Wer bereits mit einem Garmin Wearable in Kontakt gekommen ist, wird mit der Forerunner 245 schnell zurechtkommen. Natürlich gibt es einige kleinere Neuerungen bei den Features, aber das Navigieren durch die Menüs bleibt im Großen und Ganzen gleich. Die intuitive Bedienung der Forerunner 245 ist somit auch für Einsteiger leicht erlernbar.

Etwas fällt während der Bedienung der Uhr sofort auf. Navigiert man durch die Menüs, ist im Vergleich zum Vorgänger und anderen Garmin Uhren vergangener Jahre keine Verzögerung oder ein Ruckeln erkennbar. Deswegen ist das Handling angenehmer und macht viel mehr Spaß. Hier hat Garmin eindeutig an der Performance gewerkelt. Sei es durch potentere Hardware oder durch ein besser abgestimmtes Betriebssystem.

Etwas vermissen wir aber, nämlich ein Touch- und Wischgesten-fähiges Display. Nicht während des Sports, sondern während des Alltags. Auch wenn sich die meisten Sportler zurecht fühlbare Tasten für den Sport wünschen, so ist es vor allem in den ersten Tagen, in denen man viel mit der Uhr herumspielt, ein bisschen mühselig mittels der seitlichen Tasten durch die vielzähligen Menüs und Optionen zu navigieren. Man hat das Gefühl den Tasten damit keinen Gefallen zu tun. Zum Glück können viele Optionen auch über die App eingestellt werden.

Garmin Forerunner 245/245 Music: Neuer Pulssensor

Die Forerunner 245/245M beherbergt einen leicht modifizierten Pulssensor, den Garmin Elevate V3 nennt. Auch Garmins Premiumuhr MARQ hat den Elevate V3. Dieser enthält auch einen PulsOx genannten Sensor, der LEDs für rotes Licht besitzt und dadurch in die Lage versetzt wird die Sauerstoffsättigung (SpO2) im Blut zu schätzen. Rotes Licht eignet sich nämlich für die Messung der Sauerstoffsättigung besser als grünes Licht.

Garmin Forerunner 245 Gehäuserückseite mit Pulssensor
Garmin Forerunner 245 Gehäuserückseite mit Pulssensor

Bekannt ist uns Garmins PulsOx-Sensor bereits aus unserem Review zum Fitness-Armband Garmin Vivosmart 4, wo wir bereits etwas Erfahrung mit dem Sensor sammeln konnten. Wie genau der neue Pulssensor in anderen Situationen ist, schauen wir uns in den nächsten Abschnitten im Forerunner 245 Test an.

Garmin Forerunner 245: Praxistest

In unserem Forerunner 245 Test darf der Praxisteil nicht fehlen. Als erstes werfen wir einen Blick darauf, wie sich die Sportuhr beim Laufen schlägt.

Sportprofile

Während sich der Vorgänger Forerunner 235 besonders an Läufer und Radfahrer richtet, erweitert die FR245 den Kreis potenzieller Sportler noch weiter. Insbesondere dürften sich aufgrund des neuen Schwimmmodus Schwimmer angesprochen fühlen, die gerne im Schwimmbad ihre Runden drehen. Für das Outdoor-Schwimmen ist sie jedoch ungeeignet. Hier schaut man sich lieber beispielsweise die Outdoor Sportuhr Garmin Fenix 5 an. Auch ist die FR245 ungeeignet, wenn man auf der Suche nach einer Sportuhr ist, die Winter-/Wassersportarten oder Triathlon unterstützt. Für Triathleten steht kein echter Multisportmodus zur Verfügung, der die Aktivitäten nahtlos als eine Einheit steuert und aufzeichnet.

Die Sportprofile können individuell und sehr gut angepasst werden. Wie wir im Test erfahren haben, spart die Forerunner 245 nicht gerade an Einstellungs- und Aufzeichnungsoptionen je Sportprofil, weil unzählige Datenfelder konfiguriert werden können. Deshalb ist das Gerät tatsächlich auch für Profis interessant. Was die aufgezeichneten Metriken angeht, so sind diese insbesondere beim Laufen und Radfahren sehr umfangreich. Bei einigen anderen Sportarten werden lediglich Zeit- und Pulswerte aufgezeichnet.

Unter den verfügbaren Sport-Apps finden sich auch Yoga, Rudern, Krafttraining, Cardio und mehr. Beim Krafttraining hilft ein automatischer Wiederholungszähler im Rhythmus zu bleiben und nicht selbst zählen zu müssen.

Vor der Aktivität

Für den Anfang gehen wir exemplarisch eine Runde Joggen und wollen testen wie genau Pulsmesser und GPS-Empfänger arbeiten. Wenn man eine (Outdoor-) Aktivität auswählt, wird der GPS-Empfänger automatisch aktiviert. Die Positionsbestimmung wird Garmin-typisch innerhalb von wenigen Sekunden ermittelt. Am schnellsten geht es, wenn man sich während der Positionsbestimmung wenig bewegt und abwartet bis der GPS-Balken grün wird. Die Forerunner 245 teilt klar und deutlich mit, wenn alle Sensoren wie GPS-/Puls- und externe Sensoren bereit sind:

Garmin Forerunner 245 Test: Laufen
Garmin Forerunner 245 Test: Laufen

Vorher gekoppelte Sensoren werden automatisch in die Aktivität eingebunden und ihre Daten mit aufgezeichnet. Unterstützt werden unter anderem Lauf-/Rad-/Herzfrequenz- (Bluetooth Smart als auch ANT+) oder auch Temperatursensoren (ANT+). Die Forerunner 245 Music kann auch Bluetooth Kopfhörer koppeln.

Vor Beginn hat man noch die Möglichkeit spezifische Profileinstellungen vorzunehmen. So lassen sich beispielsweise die verfügbaren Seiten und ihre Datenfelder sehr gut und detailliert individualisieren.

Für das Laufen etwa stehen diverse Datenfelder, Alarme sowie Runden- (Auto Lap-) und Auto Pause-Funktionen zur Verfügung. Auch kann eine separate Seite für Garmins Running Dynamics eingebunden werden, soweit man das entsprechende Zubehör hat. Desweiteren stehen separate Seiten für einen virtuellen Partner, eine Karte, eine Steuerung für den Musicplayer des Smartphones sowie eine übliche Uhrzeitanzeige zur Verfügung.

Auf einer Trainingsseite können bis zu 4 Datenfelder angezeigt werden. Unter den auswählbaren Datenfeldern befinden sich beispielsweise (kleiner Auszug):

  • diverse Timer-Felder (wie Timer, Rundenzeit, Zeit – letzte Runde)
  • Distanzfelder (wie Distanz, Rundendistanz, Distanz letzte Runde)
  • Geschwindigkeitsfelder (wie Geschwindigkeit, Durchschnitts-Geschwindigkeit, Runden-Geschwindigkeit, Maximales Tempo)
  • Herzfrequenzfelder (Herzfrequenz, Durchschnitts-HR, Herzfrequenz-Bereich, Trainings-Effekt, HR Runde, …)
  • Trittfrequenzfelder, Temperaturfelder, Höhenfelder
  • Andere Felder wie Kalorien, Richtung, Runden und vieles mehr

Auch bei den GPS-Modi hat sich einiges getan. Neben den bekannten Modi „GPS“ und „GPS+GLONASS“ stehen nun zwei weitere zur Verfügung:

  • GPS+Galileo: ermöglicht die Kombination zwischen GPS und dem europäischen Galileo Satellitensystem
  • UltraTrac: Verringert die Anzahl der Messpunkte, so dass der Akku deutlich länger Energie liefert. Dieser Modus ist nur empfehlenswert, wenn man eine sehr lange Akkulaufzeit benötigt oder sich nur langsam fortbewegt. Sonst wird die Messung ungenau. Eine mögliche Akkulaufzeit gibt der Hersteller leider nicht an. Bei der Fenix 5 sind es 42 Stunden. Wir schätzen, dass die FR245 hier ein paar Stunden weniger schafft, aber mehr wie 30 Stunden werden es wohl sein.

Während der Aktivität

Gestartet wird die Aktivität über die rechte, obere Taste. Auf alle vorher konfigurierten Felder und Seiten kann über die seitlichen Tasten zugegriffen werden. Hat man das automatische Scrolling aktiviert, blättert die FR245 automatisch durch die Seiten, so dass man keine Taste mehr betätigen muss. Manuelle Runden können über die rechte, untere Taste markiert werden.

Greift einer der Alarme, gibt es einen Hinweis via dem sehr gut spürbaren Vibrationsalarm und visuell auf dem Display. Mittels Audiosignalen kann sich die FR245 ebenfalls bemerkbar machen, beispielsweise 5 Sekunden bevor die nächste Phase in einem geplanten Training beginnt.

Die neuen Sicherheits- und Trackingfunktionen ermöglichen es die Position und eine Notrufnachricht an ausgewählte Kontakte zu senden. Zum Beispiel, wenn man gestürzt ist und Hilfe benötigt. Dies erfolgt bei Bedarf entweder manuell oder automatisch mit der integrierten Unfall-Benachrichtigung. Das Smartphone muss dabei in der Nähe und gekoppelt sein.

Manuell sendet man den Notruf, indem man die linke obere Taste für mehrere Sekunden festhält. Daraufhin lokalisiert die Forerunner 245 den Ort, soweit GPS verfügbar ist, und sendet den Notruftext sowie GPS-Koordinaten an die vorher definierten Kontakte. Wir werden die Funktion in einem separaten Artikel näher behandeln. Der erste Test hat aber reibungslos geklappt und war erfolgreich.

Nach der Aktivität

Über die linke, untere Taste kann das Training pausiert, beendet oder verworfen werden. Eine ausführliche Zusammenfassung der Einheit gibt es auf diversen Seiten auf dem Display. Hier einige Beispiele:

Hat man persönliche Rekorde gebrochen, honoriert die Forerunner 245 die Leistung mit Auszeichnungen und Trophäen, von denen es eine ganze Reihe gibt.

Nach der Synchronisierung stehen die Daten dann in Garmin Connect zur Verfügung, wo man sich übersichtlich in der App als auch im Web-Browser über die Einheit informieren und dieser auswerten oder auch in verschiedene Formate (darunter TCX und GPX) exportieren kann.

Forerunner 245: GPS Genauigkeit

Im Rahmen des Forerunner 245 Tests war bei den ersten Anlaufversuchen auch die Polar M430 dabei, von der wir wissen, dass sie sehr gute GPS-Ergebnisse liefert. Mit ihr möchten wir abschätzen, ob auch die FR245 ähnlich gut arbeitet. Die M430 war parallel am rechten Arm dabei, so dass beide Uhren identischen Umgebungsverhältnissen ausgesetzt waren. Außerdem war mit der M430 unser Polar H10 HR-Brustgurt gekoppelt, so dass wir uns von der Genauigkeit des Pulssensors der FR245 überzeugen können.

In unserem ersten Lauf aktivieren wir den „GPS + Galileo“-Modus. Wir wählen eine Runde im Park, die ca. 850 Meter lang ist und machen auf beiden Uhren für jede Runde Gebrauch von der manuellen Rundenmarkierung, sobald ein markanter Punkt im Park erreicht wird. Dadurch sollte jede Uhr für jede Runde eine etwa ähnlich lange Distanz aufzeichnen.

Berücksichtigt man bei GPS die allgemein gegebene Fehlertoleranz von ca. 15 Metern und bedenkt, dass die Genauigkeit auch von einigen anderen Parametern abhängt, so zeichnen beide Uhren die Strecke ordentlich auf, siehe folgenden Screenshot.

Garmin FR245 vs Polar M430 vs Polar H10
Garmin FR245 vs Polar M430 vs Polar H10

Forerunner 245: Genauigkeit der Pulsmessung

Der obere Screenshot zeigt auch die Messergebnisse für Herzfrequenz (Polar M430/H10) und Puls (Garmin FR245). Betrachtet man dort rein die Zahlen, so fallen wenige Differenzen auf. Im Schnitt sind die Ergebnisse sehr gut, wie die nachfolgenden Maximal- und Durchschnittswerte zeigen:

  • Garmin Forerunner 245 Pulsmesser
    • Durchschnitt: 140 S/min
    • Max.: 170 S/min
  • Polar M430 mit HR-Brustgurt
    • Durchschnitt: 140 S/min
    • Max.: 170 S/min

Pulse Ox

Der neue Pulssensor der Forerunner 245 misst direkt am Handgelenk die Sauerstoffsättigung im Blut und kann eine SpO2-Schätzung vornehmen. Die Option muss aber zuerst in der App aktiviert werden. Erst dieser Schritt schaltet die roten LEDs auf der Gehäuserückseite ein und ermöglicht die Aufzeichnung in der App. Daraufhin ist es möglich jederzeit manuell eine Messung durchzuführen oder auch nachts automatisch durchführen zu lassen, sofern man diese Option in der App zusätzlich aktiviert hat.

Die Genauigkeit der Messergebnisse ist allerdings an viele Bedingungen geknüpft, so dass man sie mit Vorsicht genießen sollte. Auch muss man wissen, dass Garmin bzw. der Tracker keine aktiven Hinweise oder eine Einordnung der Messwerte liefert. Das ist jedem selbst oder einem Arzt überlassen, dem man die ermittelten Graphiken vorzeigen kann. Wichtig ist, den langfristigen Trend zu beobachten, der in der App ablesbar ist. Einzelne Messungen können nämlich auch mal Schwankungen haben.

Ein vernünftiger Einsatz des SpO2-Sensors ist also etwas schwierig, denn das Wearable muss so oft wie möglich getragen werden, um Messschwankungen auszugleichen. Desweiteren muss der Körper während einer Messung im Ruhezustand und der Blutfluss im Handgelenk nicht zu stark beeinträchtigt sein.

Menstruationszyklus-Tracking wie bei Fitbit

Für Frauen bringt die Forerunner 245 ein besonderes Extra mit. Fitbit macht es bei einigen seiner Modellen wie etwa beim Fitbit Charge 3 oder Inspire HR schon länger vor, jetzt zieht Garmin nach und bietet Menstruations-Tracking für Frauen an. Der Tracker unterstützt dabei, die einzelnen Phasen des Zyklus besser zu verstehen und liefert auch Erinnerungen über die Periode und Details über den Zyklus.

Zudem liefert die App hilfreiche Tipps zu Ernährung und Training, die zur aktuellen Zyklus-Phase passen.

Garmin Forerunner 245 vs Forerunner 45

In einem ausführlichen Artikel vergleichen wir die Forerunner 245 mit der Forerunner 45. Man kriegt nicht alle Unterschiede so schnell heraus, auch nicht über die Herstellerseiten. Aber zahlreiche Merkmale sind verschieden und erklären den Preisunterschied.

Garmin Forerunner 245 kaufen: Preis, Kaufoption, Verfügbarkeit

Der UVP-Preis der Garmin Forerunner 245 beginnt bei 299,99 EUR, der der Forerunner 245M bei 349,99 EUR. Beide Modelle sind bereits verfügbar, zum Beispiel hier:

Alternativen

  • Fitbit Ionic
  • Garmin Forerunner 645
  • Garmin Vivoactive 3
  • Polar M430

Fitbit Ionic

Die Fitbit Ionic ist besonders für Sportbegeisterte geeignet, die sich einen sportlichen und smarten Allrounder mit tollem Display und sehr guter App wünschen. Er verfügt auch über einen lokalen Musikspeicher sowie GPS. Er ist für knapp EUR 235,99* erhältlich.

Garmin Forerunner 645 - Liedersteuerung

Ebenfalls mit einem Musikspeicher ausgestattet ist die Garmin Forerunner 645. Preislich teurer bietet sie noch mehr Features für Profis, vor allem für Läufer. Sie ist für knapp EUR 350,16* erhältlich.

Garmin Vivoactive 3 Test

 

Die Garmin Vivoactive 3 ist eine sehr gute Alternative, wenn man einen Allrounder mit vielen Features sucht. Sie bietet Features für Einsteiger und Profis, vor allem für Läufer. Auch ein Modell mit integriertem Musikspeicher ist verfügbar. Sie ist für knapp EUR 179,95* erhältlich.

Polar M430 im Test

Die Polar M430 ist vom Preis-Leistungslevel sehr interessant, sie bietet Smart Coaching, GPS und mit 6 LEDs eine sehr gute Pulsmessung. Sie ist für knapp EUR 156,89* erhältlich.
Unsere Lieblings-Wearables aus den Testberichten (Affiliate- & Partnerlinks)

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*Partner-/Provisionslinks. Eventuell angegebene Preise werden automatisiert ermittelt und können inzwischen höher oder niedriger sein.